100 Luruper Kinder beim Zehntel-Marathon

Insgesamt 100 Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule nahmen am Samstag, den 25. April, am Hamburger Haspa-Marathon für Kinder teil. Viele Kinder waren besonders motiviert, da die Schule im letzten Jahr einmal ausgesetzt hatte. Nun konnten alle laufbegeisterten Jungen und Mädchen endlich wieder zeigen, was in ihnen steckt. Andere hatten sich vor allem wegen der guten Stimmung des Events angemeldet, von dem ältere Geschwister oder Freunde begeistert erzählt hatten.

12.000 Kinder und Jugendliche aus zahlreichen Grundschulen und weiterführenden Schulen trafen sich jeweils zu einer der vier Startzeiten auf dem Messegelände. Den Fridtjof-Nansen-Schülern war die erste Startzeit um 8.30 Uhr zugeteilt worden, so dass die Familien schon früh hatten aufstehen müssen.
In der Messehalle angekommen, versammelten sich alle Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern am vereinbarten Treffpunkt. Die Sportlehrkräfte Torsten Schöwing, Janine Beck, Daniela Helmboldt, Ulrike Ritter und Marco Gerritsen empfingen die aufgeregten Kinder. Die letzten Startschilder wurden befestigt, noch ein Schluck getrunken und die Schnürbänder festgezogen, bevor die 6 – 11-jährigen Läufer in Begleitung ihrer Lehrer zum Startpunkt gingen. Nach dem offiziellen Startschuss für insgesamt 2.000 Kinder in diesem Lauf gab es kein Halten mehr. Alle rannten motiviert und freudig los und trotzten dem eisigen Wind, der durch die Hamburger Straßen rund um den Fernsehturm fegte. Angefeuert wurden die laufenden Kinder von vielen Eltern und anderen Menschen, die am Straßenrand standen und klatschten.

Während die großen Marathonläufer eine Distanz von 42 km absolvieren, laufen die Kinder traditionell einen Zehntel der Strecke. Für ein Grundschulkind sind 4,2 km aber eine lange Distanz, die auch längst nicht alle durch liefen. Das Ziel im Blick und die fröhliche Stimmung genießend schafften aber alle Kinder die Strecke und wurden schließlich mit einem Getränk und kleinen Leckereien, vor allem aber mit einer Medaille, belohnt.

Der jüngste Läufer war Matti aus der 1 c und die schnellste Läuferin Nike. Sie schaffte die Zehntelstrecke in nur 20,09 Minuten und erhielt großen Applaus. Die Eltern nahmen ihre verschwitzten, aber glücklichen Kinder, stolz in die Arme und beglückwünschten sie für ihre Leistung. Der stellvertretende Schulleiter Marco Gerrittsen war sehr zufrieden und meinte: „Es war eine großartige Veranstaltung mit bester Stimmung. Es hat alles geklappt und im nächsten Jahr wollen wir auf jeden Fall wieder starten!“

Maren Schamp-Wiebe

Geburtstagsparty für Lufisch in Fridtjof-Nansen-Schule

Am 24. April feierte die Schulgemeinschaft im Swatten Weg ein fröhliches Geburtstagsfest für Lufisch ev. . Dieser Verein wurde vor zwei Jahrzehnten von Eltern damaliger Grundschüler gegründet, als dem beliebten Schulschwimmbad die Schließung drohte. Seit nunmehr 20 Jahren erhält ein ehrenamtlicher Vorstand den Schwimmbadbetrieb aufrecht.

Der Chor aus dem Swatten Weg unter der Leitung von Gabi Sauer und Kristin Rebekka Gödel eröffnete die Veranstaltung mit einem Willkommenslied und sorgte mit zwei weiteren Liedern für festliche Stimmung. Besonders der Schlager „Pack die Badehose ein“ mit neu gereimten Strophen zum Jubiläum begeisterte Alt und Jung.

Maren Schamp-Wiebe zeigte Bilder aus den Anfangsjahren und den vielen Spendenaktionen von Lufisch und erzählte die Geschichte der letzten 20 Jahre. Das Schulsprecherteam beider Standorte überreichte ein riesiges Schwimmtier mit Worten des Danks.

Die engagierte Kunstlehrerin Wiebke Thießen hatte einen Mal-Wettbewerb mit Ganztagsleiterin Anke Sloksnat ins Leben gerufen. Unter den zahlreichen Einsendungen aus insgesamt 18 Klassen hatte die Jury die jeweils besten jeden Jahrgangs ausgewählt. Die Preisträger wurden nach vorn gerufen und mit einer Rose und Urkunde sowie anerkennendem Applaus belohnt.

Zum Schluss überreichten Schulleiter Klaus Lemitz und Schwimmlehrer Felix Spee, die beide dem aktuellen Vorstand von Lufisch angehören, noch Geschenke an Katja Prahl und Silvia Behr. Die beiden Vorstandsmitglieder nahmen gerührt und glücklich an der festlichen Feier teil und bekamen mehr als einmal tosenden Applaus.

Das Ständchen „Happy birthday, Lufisch“ rundete die fröhliche Lufisch-Feier ab und machte Lust auf die ein paar Stunden später folgende Jubiläumsfeier für Erwachsene.

Maren Schamp-Wiebe

Am Samstag kam das (Mathe-)Sams

Am Samstag, den 11. April, strömten wieder 240 Schüler und Schülerinnen in die Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort. Freiwillig wollten sie am Wochenende lernen und sich den Kopf heiß rechnen: Das Mathesams lud in die Schule ein und zog bereits im 15. Jahr zahlreiche Familien Lurups an.

Um 10.00 Uhr standen alle Teams bereit, ausgerüstet mit Stationszettel und guter Laune. Bei schönstem Frühlingswetter liefen die Kinder in ihren vorher festgelegten Gruppen über den Schulhof und suchten nacheinander 12 Klassenräume auf. In jedem erwartete sie eine andere Mathe-Aufgabe, jeweils in verschiedenen Niveaustufen, damit jedes Kind auf seinem Level gefordert werden konnte.

Zahlreiche Eltern und ältere Geschwister hatten sich wieder zum Helfen bereit erklärt. So saß an jedem Tisch eine Mutter oder ein Vater und erklärte freundlich die Aufgabe, die es zu lösen galt. Helfen war nicht erlaubt, aber Tipps geben schon und vor allem die Kinder zu motivieren, was viele Eltern liebevoll taten.

Es galt Somawürfel nach Vorlage zu bauen, Figuren zu spiegeln und zeichnerisch festzuhalten, geometrische Aufgaben zu lösen oder Zauberzahlen zu errechnen. Die Initiatorinnen des Mathesams, Christine und Ulrike Ritter, hatten sich wieder originelle und ansprechende Aufgaben ausgedacht und alles aufwändig vorbereitet. Tatkräftig wurden sie von Kolleginnen aus dem Swatten Weg unterstützt, die bei der Durchführung, beim Auf- und Abbau halfen und ein wunderbares Kuchenbuffet für helfende Eltern zur Verfügung stellten. Natalie Bade, Anja Hummel und Merle Prahl freuten sich über die große Beteiligung von Kindern aus ihrem Standort und genossen wie alle das fröhliche Miteinander auf dem Schulgelände und zum Abschluss in der Pausenhalle.

Bei der Siegerehrung herrschte gespannte Stille. Bevor einzelne Gruppen geehrt wurden, lösten die beiden Fachleiterinnen das leckerste Rätsel: Die Kinder hatten in einem Klassenraum die Anzahl der Fruchtgummi-Schlümpfe in einem Glas schätzen müssen. Das ließ dem einen oder andern Kind das Wasser im Mund zusammenlaufen: 157 Stück war die richtige Lösung, die niemand ganz, aber viele fast richtig geschätzt hatten.

Die Gewinnergruppen der jeweiligen Jahrgänge erhielten kleine Geschenke und ganz viel Applaus. Das Team „Mathefüchse“ überzeugte mit 30 von 30 Punkten. Wie schon in den Vorjahren hatten sie jeweils die schwierigsten Aufgaben gewählt und alle richtig gelöst. Dafür bekamen Jermain, Jonne, Jarla und Novak aus der Klasse 4 f verdient einen großen Preis und applaudierte Anerkennung.

Auch die Schulleitung, vertreten durch Marco Gerritsen und Abteilungsleiterin Marianna Sionta, genoss den Samstagvormittag in der Schule im Kontakt mit engagierten Eltern und viele Mathe-begeisterten Kindern. Rechnen macht Spaß!

Maren Schamp-Wiebe

„Die Vorfreude ist gleich“ – Ramadanfeier in Fridtjof-Nansen-Schule

Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Fridtjof-Nansen-Schule eine Ramadanfeier für die ganze Schule. Am 24. März folgten fast alle Klassen der Einladung in die schöne Aula im Swatten Weg, die von Lehrerin Natalie Bade passend zum „Bayram“ der Muslime festlich geschmückt worden war.

Maren Schamp-Wiebe, die zweite Fachleiterin für Religion, führte durch das Programm der beiden Veranstaltungen, an denen auch mehrere Eltern teilnahmen. Sie begrüßte die anwesenden Schüler:innen mit der Frage, welche muslimischen Kinder in den vergangenen vier Wochen einen Ramadankalender und wer von den anderen Kindern einen Adventskalender in der Weihnachtszeit gehabt hätte. So gut wie alle Finger gingen hoch, so dass eine schöne Gemeinsamkeit die Schulgemeinschaft von Anfang an verband. Ein ein 9-jähriges Mädchen fasste treffend zusammen: „So wie die anderen Kinder sich auf Weihnachten freuen und jeden Tag ein Türchen im Adventskalender aufmachen, so haben wir einen Ramadankalender mit kleinen Säckchen, die wir jeden Abend aufmachen dürfen. Und die Vorfreude ist gleich!“.

Dass das „Fest des Fastenbrechens“ für Muslime viele Gemeinsamkeiten mit dem christlichen Weihnachtsfest hat, wurde im Interview einiger Kinder deutlich: Salimato, Ilhan, Mahir, Alisya, Malek, Aybike, Medina, Mohammed und Ada erzählten von schicken Kleidern, dem leckeren Essen, Besuchen bei Verwandten, den Geschenken, dem Besuch in der Moschee und der fröhlichen Stimmung.

Bülent Seker, Leiter der Moscheegemeinde Schnelsen/Eidelstedt, erklärte den Zuhörenden den Fastenmonat Ramadan, Mehmet Ünver trug den Gebetsruf auf Arabisch vor und Hilal Yilman beschrieb den Sinn des Fastens. Nach einem Theaterstück „Der verschwundene Iftar“ wurden alle Klassen herzlich verabschiedet und mit einem Bonbon sowie einem Stück Zucker entlassen.
Fast alle Nationen bezeichnen das muslimische Fest mittlerweile als „Zuckerfest“, weil die Kinder Süßigkeiten geschenkt bekommen und an den Feiertagen leckere Süßspeisen zubereitet werden.

Bei der Veranstaltung lernten die Schüler und Schülerinnen sowie ihre Lehrkräfte viele Traditionen eines muslimischen Festes kennen. Es war schön, die Begeisterung der muslimischen Mitschüler:innen zu spüren und sich mit ihnen zu freuen, so wie sie es zu Weihnachten mit den christlichen Kindern tun. Und auch Jungen und Mädchen ohne religiösen Bezug fanden sich in der Veranstaltung wieder, weil bewusst auch von säkularen Festen und ihren Traditionen gesprochen wurde. Fazit aller 650 Kinder der Fridtjof-Nansen-Schule: „Die Vorfreude ist gleich!“
Maren Schamp-Wiebe

Hamburg räumt auf – und die FNS macht mit!

Auch 2026 haben die Schülerinnen und Schüler der Fridtjof-Nansen-Schule kräftig mitgeholfen, Lurups Straßen zu säubern. Im Rahmen der Aktion „Hamburg räumt auf“ wurden Ende Februar bereits einige Straßen, Grünstreifen und Plätze rund um den Fahrenort von allerlei Müll befreit. Dazu gehörten neben viel Plastik, leeren Glasflaschen und Zigarettenresten auch einzelne Schuhe oder achtlos weggeworfener Hausrat. Aufgrund der besonderen Wetterbedingungen – immerhin lag bis 19.2. Schnee – und der tollen Aktion „Trommelzauber“, an der die ganze Schule teilgenommen hat (Extra Artikel) blieb allerdings nicht genug Zeit innerhalb des Aktionszeitraums, um mit jeder Klasse sammeln zu gehen.

Die Kinder der Klima AG haben daher geplant, die Aktion an der Schule nach den Frühjahrsferien zu verlängern. „Wir haben ja noch Handschuhe und Müllsäcke in der Schule. Die verteilen wir nach den Ferien an alle Klassen – und können im März noch einmal Müll sammeln gehen“, meinen die Drittklässler dazu. Und „wenn man einmal anfängt, sauberzumachen, macht es richtig Spaß – und danach sieht es in Lurup noch schöner aus!“

DH

 

Trommelapplaus für die Fridtjof-Nansen-Schule im Swatten Weg

Wer in der vergangenen Woche im Swatten Weg an der Grundschule vorbeiging, konnte es hören: rhytmischer Trommelschlag und fröhlicher Gesang klang bis zum Bürgersteig und brachte den einen oder anderen Vorbeigehenden zum Lächeln. Vom 16. bis zum 20. Februar fand im Standort Swatten Weg der Luruper Fridtjof-Nansen-Schule der TROMMELAPPLAUS statt. Im Anschluss daran erleben die 400 Kinder im Fahrenort die inspirierende Projektwoche.

Jeden Tag begannen alle 200 Schüler:innen mit ihren Klassenlehrer:innen mit einer gemeinsamen Trommeleinheit. Schon ab Tag 2 nahm sich jedes Kind beim Eintreten in die Aula eine Djembe und setzte sich im Schneidersitz auf den Boden, um nach Herzenslust zu trommeln. Der Trommellehrer Jonas nahm die Kinder mit auf eine Reise nach Afrika, ließ sie wilden Tieren begegnen, Kanu fahren und vom Sternenhimmel träumen. Mühelos wechselte er von Trommel zu Gitarre, Gesang und Choreographie.

Im Laufe des Tages durften alle Vorschulkinder sowie die Jahrgänge 1 – 4 unter sich noch eine knappe halbe Stunde trommeln und sich auf ihren Einsatz vorbereiten. Jeder Altersstufe war nämlich vorher eine Rolle zugewiesen worden und so bastelten die Klassen kreative Masken und Verkleidungen.

Nach zwei Generalproben am Donnerstag hatte die Schule alle Eltern und Verwandten zu zwei großen Aufführungen am Freitagnachmittag eingeladen und sehr viele Menschen kamen! Mit explosiver Energie begeisterte Jonas die trommelnden Kinder und Zuschauenden gleichermaßen und zog alle in seinen Bann. Mit Leichtigkeit kletterte er die Bühne rauf und runter und schauspielerte, tanzte, trommelte und sang hinreißend. Das Publikum klatschte freudig und honorierte, dass ihre Kinder in nur fünf Tagen eine so großartige Gemeinschaftsaufführung einstudiert hatten.

Finanziert wurde der Trommelapplaus durch einen Sponsorenlauf der ganzen Schule im Herbst 2025. Manche Eltern mussten damals tief in die Tasche greifen, weil ihr Kind so viele Runden gelaufen war. Während der Trommelwoche erlebten die meisten aber zu Hause singende und gut gelaunte Kinder und spätestens bei der Aufführung war ihnen klar, dass dieses Erlebnis jeden Cent wert gewesen war.

Die Organisatoren, Abteilungsleiterin Gabriele Sauer und Schulleiter Klaus Lemitz, waren am Freitag sehr zufrieden und beendeten die Woche genauso beschwingt wie die Kinder und ihre Eltern.

MSW

In Lurup snackt man Platt

Die Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule waren in den letzten Wochen im Plattdeutsch-Fieber. Sowohl im Swatten Weg als auch im Fahrenort durften Kinder unter der Anleitung der ehemaligen Polizistin Lilian Kielhorn Plattdeutsch lernen. Sprachbegabte Jungen und Mädchen, die sich für das Niederdeutsche interessierten, übten seit den Herbstferien plattdeutsche Redewendungen, Sketche und Texte.

Der Nansen-Klub, ein Kurs für leistungsstarke und begabte Kinder, nimmt bereits zum fünften Mal am Wettbewerb „Hamburger Jungs und Deerns leest Platt“ teil. Dabei treten Schüler:innen von der Klassenstufe 3 bis 13 jeweils innerhalb ihrer Altersstufe gegeneinander an. Sie lesen einen der vorgegebenen Texte und müssen diesen so lebendig und betont präsentieren, dass das Zuhören eine Freude ist.

Schon zwei Mal sind Schüler:innen der Fridtjof-Nansen-Schule ins Finale gekommen und durften im Ohnsorgtheater auftreten.

Am 19. Februar veranstaltete der Fahrenort eine Plattdeutsch-Matinee, an der alle Klassen der Vorlesenden sowie zahlreiche Eltern teilnahmen. Die Jury bestand aus dem „Schoolbaas“ Klaus Lemitz, Lilian Kielhorn, der Lehrerin Nicole Rathjen und Henner Heinsohn. Letzterer hatte vorher mit einigen Kindern zwei kleine plattdeutsche Sketche eingeübt, die zwischen den Texten für viel Heiterkeit sorgten.

Maren Schamp-Wiebe moderierte die Matinee und führte jeden plattdeutschen Text und Sketch kindgerecht und humorvoll ein. Trotzdem war es mitunter nicht leicht, den Texten über gebrochene Beine, Ufos aus dem Weltall, Freundschaftsbücher und tierischen Streit mit dem Herrgott zu folgen. Die kleinen und großen Zuschauer:innen waren jedoch die ganze Zeit über leise und aufmerksam und honorierten damit den Mut der Viertklässler, die ihre Texte souverän vortrugen.

Am Ende musste die Jury sich für zwei Kinder entscheiden, die besonders gut und betont gelesen und die plattdeutsche Sprache beherrscht hatten. Ihre Wahl fiel auf die Schülerinnen Luisa Strohmeier und Eslin Özdemir, die von ihren Klassen bejubelt wurden und sich zu Recht sehr freuten.

Am Standort Swatten Weg fand die standortinterne Ausscheidung bereits am 10. Februar statt. Mit tollen plattdeutschen Beiträgen begeisterten die Kinder das Publikum. Leyli Shami und Salih Erdogan konnten sich hier durchsetzen und werden den Standort Swatten Weg in der nächsten Runde vertreten.

Nun werden sich alle auf den Zwischenentscheid der Schulen in Hamburg-West vorbereiten. Dass dieser wahrscheinlich wieder in der Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup ausgetragen werden wird, überrascht so manche Schule aus Finkenwerder und Blankenese, aber so ist es nun mal: In Lurup snackt man Platt!

MSW

Sternsinger gegen Kinderarbeit unterwegs

Trotz Eis und Schnee machten sich 33 Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule am 6. und 7. Januar 2026 auf, um den königlichen Segen in die Klassenzimmer zu bringen und Freude im Stadtteil zu verbreiten. Wie seit vielen Jahren Tradition hatten die beiden Fachleiterinnen für Religion, Natalie Bade und Maren Schamp-Wiebe, die Sternsingeraktion in Kooperation mit der St. Jakobusgemeinde wieder organisiert.

Marianne Glamann hatte mit ihrem Team wieder alles großartig vorbereitet. Von ihrer Kirchengemeinde durfte die Schule sich wieder die wunderschönen Gewänder und Requisiten leihen. Ferdinand Garschin, Tanja Mielke, Ole Trepel und Frau Gotthardt unterstützten die Sternsingeraktion an beiden Standorten mit großem Engagement. Auch einige Eltern halfen tatkräftig mit beim Einkleiden und Üben sowie der Begleitung der Gruppen, wofür die Schule sehr dankbar ist.

Anfang Dezember durften die von ihren Klassenlehrerinnen ausgesuchten Kinder sich das erste Mal in Königsgewänder hüllen und die Verse und Lieder für die Auftritte 2026 üben. Vor allem aber wurde der Film mit Willi Weitzel angeschaut. Der beliebte Fernsehmoderator hatte im vergangenen Jahr einige Orte in Bangladesch besucht und zwei Kinder interviewt, die Tag für Tag von morgens bis abends in Fabriken arbeiten mussten. Weil ihre Eltern nicht arbeitsfähig waren, mussten beide die Schule verlassen, um für ihre Familie das Geld zu verdienen. Die Arbeitsbedingungen für den Jungen Kazim und das Mädchen Nour erschütterten die Jungen und Mädchen der Fridtjof-Nansen-Schule, weil diese 10 Stunden am Tag gefährliche Arbeit unter Angst und Druck und für einen Lohn von 1,50 Euro pro Tag verrichten mussten. „Das ist unfair!“, meinte eine Schülerin, „Die Kinder sollen nicht so hart arbeiten und auch mal Zeit zum Spielen haben.“

Die Sternsinger-Stiftung setzt genau dort an. Mit den Spendengeldern sollen Kinder in Bangladesch aus den Fabriken in die Schulen gebracht werden. Ihre Eltern werden finanziell unterstützt, damit ihre Söhne und Töchter am Unterricht teilnehmen dürfen. „Bildung“ ist schließlich eins der 10 Kinderrechte der UN.

Das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion „Sternsingen gegen Kinderarbeit: Schule statt Fabrik!“ berührte nicht nur die Aktiven, sondern auch alle Lehrkräfte und die besuchten Mitschüler*innen. Am 6. Januar wurden alle Klassen im Fahrenort und am 7. Januar alle im Swatten Weg besucht. Beim Eintritt staunten die Kinder über die prachtvolle Verkleidung, rochen den Weihrauch und hörten gespannt den Versen und Liedern der Sternsingergruppe zu. Eindruck machte auch der jeweilige Sternträger, der in jeder der acht Gruppen den großen Holzstern mit einem geschriebenen Kinderrecht vor sich her trug. Ein Sternsinger zeichnete den Segen 20*C+M+B+26 an die Tafel und erklärte dessen Bedeutung, bevor der Segen über die Eingangstür des Klassenraums geklebt wurde. Ein anderer Sternsinger erzählte anschließend die Lebensgeschichten von Nour und Kazim und bat anschließend um Spenden.

Eine Gruppe von Sternsingern besuchte außerdem mehrere Kitas im Stadtteil und erfreute dort Kindergartenkinder und Erzieher*innen. Auch die Schulleitung, das Sekretariat und im Swatten Weg das ganze Lehrer*innenzimmer wurden mit dem Segen beschenkt und um Spenden gebeten.

Insgesamt kamen über 950,00 Euro an Spenden für Kinderhilfsprojekte in Bangladesch zusammen. Über das viele Geld freuten sich die Sternsingerkinder sehr. Noch viel wertvoller ist jedoch die Erkenntnis, wie glücklich sie sich schätzen können, zur Schule gehen und nachmittags spielen zu dürfen. Selten waren Kinder so dankbar, ein Schulkind zu sein.

Maren Schamp-Wiebe

Laternenumzüge mit viel Wärme

Die Fridtjof-Nansen-Schule veranstaltete rund um den Martinstag drei Laternenumzüge. Sowohl im Swatten Weg als auch im Fahrenort und in der Schnackenburgallee zogen die Schüler und Schülerinnen fröhlich singend mit ihren Laternen durch die Straßen. Die Temperaturen waren untypisch für November und fühlten sich spätsommerlich an. Doch nicht nur deswegen wurde den Menschen bei allen drei Laternenfesten warm (ums Herz). Die Geschichte von St. Martin erwärmte alle Zuschauenden, als sie am 11.11.26 in aufwändigen historischen Kostümen von Lehrern und Lehrerinnen aufgeführt wurde. Als St. Martin seinen roten Mantel mit dem Schwert teilte und die eine Hälfte dem armen Bettler gab, hätte man in der vollen Jakobuskirche eine Stecknadel fallen hören. Davor und danach wurden Laternenlieder gesungen, begleitet vom Lehrerorchester, und Brötchen geteilt. Das Abschlusslied „Lichterkinder“ mit Rapeinlage berührte alle Anwesenden sehr und ließ sie beschwingt zurück in die Schule laufen.

Am 11.11. strömten dann nachmittags Hunderte von Eltern auf den Schulhof im Fahrenort, am Tag darauf in den Swatten Weg. Jede Klasse hatte einen Stand aufgebaut, an dem ein Spiel angeboten oder Essen und Trinken verkauft wurden. Der Elternrat verkaufte Punsch an und hatte am Abend keinen Tropfen mehr im Topf. Das Feuer der freiwilligen Feuerwehr Lurup brachte zusätzliche Hitze und faszinierte das Publikum.

Als es ganz dunkel geworden war, zogen Eltern und Kinder los. Durch die gesperrten Straßen liefen die Kinder mit ihren wunderschönen selbstgebastelten Laternen und sangen die im Musikunterricht erlernten Lieder. 700 Lichterkinder der Fridtjof-Nansen-Schule mit ihren Eltern und Kindern brachten Licht und Wärme in den Stadtteil.

MSW