World Ocean Day 2026 – mit den Klima – Detektiven der FNS

Am 08. Juni 2026 wurden die Deichtorhallen Hamburg zum Klassenzimmer für über 3000 Kinder aus ganz Deutschland. Die Klima – Detektive des 3. und 4. Jahrgangs der FNS waren live mit dabei – mit etwa 80 anderen Kindern aus 3.- 6. Klassen aus Hamburg und Umgebung. Viele weitere Kinder waren aus ihren Klassenzimmern aus ganz Deutschland zugeschaltet.

Anlässlich des World Ocean Day drehte sich in dieser Bildungsveranstaltung alles um die Zukunft der Meere, den Klimawandel und die Rechte von Kindern. Das Projekt wurde zum wiederholten Male gemeinsam mit UNICEF und dem Team Malizia umgesetzt und von den Deichtorhallen Hamburg ausgerichtet. Team Malizia ist die Bezeichnung für das internationale Segelprojekt um Boris Herrmann. Es verbindet Hochseesegeln mit Umweltbildung und engagiert sich mit der My Ocean Challenge für den Klimaschutz.

waagerecht

Innerhalb des bildgewaltigen Vortrags am Vormittag des 8. Juni wurde den Kindern vermittelt, welche Bedeutung der Ozean für das Klima hat und warum der Schutz unserer Meere so wichtig ist. Das Segelteam berichtete den Kindern von Forschungsreisen auf hoher See, zuletzt entlang der Antarktis Ende 2025. Eine Teilnehmerin der Reise zeigte beeindruckende Bilder von der Arbeit auf dem Schiff umgeben von riesigen Eisbergen. Dabei erklärte sie den Kindern anschaulich, wie eng Klimafragen mit dem Alltag auf See verbunden sind. Anschließend kam Meeresbiologe und Forschungstaucher Uli Kunz auf die Bühne und erzählte eindrucksvoll von den besonderen Momenten der Reise, vielen Pinguinen und den bunten Korallen im eiskalten Eismeer (die Temperatur des Wassers beträgt dort nur 1 Grad!) – die Kinder lauschten gebannt.

Anschließend gaben einige Akteurinnen von UNICEF Deutschland Impulse, wie Kinderrechte untrennbar mit dem Thema Klimaschutz verbunden sind.

Nach einer kurzen Fragerunde – digital und live vor Ort – gab es eine gemeinsame künstlerische Performance auf dem Hof der Deichtorhallen zum Thema „Das Meer ist in Bewegung“, bevor wir uns auf den Rückweg zur Schule machten.

Die Klima Detektive hätten gerne mehr Zeit gehabt, um die Crew der Malizia über ihre Erfahrungen auf hoher See zu befragen und noch mehr spannende Bilder zu sehen. Zuvor hatten sie sich im Unterricht über das Forschungsschiff und die My Ocean Challenge informiert und Fragen gesammelt. Ideen, wie der Ozean weiter geschützt werden kann und warum dies so wichtig ist, haben wir aber auf jeden Fall mit nach Hause genommen.                                                              DH

senkrecht

Luruper Plattschnacker gewinnt Zwischenentscheid!

Wie bereits Tradition, richtete die Fridtjof-Nansen-Schule wieder den Zwischenentscheid für den Hamburger Wettbewerb „Jungs un Deerns leest Platt“ für Grundschulen aus dem Westen aus. Am 20. Mai versammelten sich insgesamt 14 Schüler und Schülerinnen aus sechs verschiedenen Grundschulen Hamburgs in der schön geschmückten und eingedeckten Aula im Swatten Weg. Der Chor stimmte mit einem Kanon und dem plattdeutschen Tanzlied „Danz up de Deel“ fröhlich in die Veranstaltung ein.

Anschließend führte die Organisatorin des Wettbewerbs, Anke Hoyer, durch das Programm und bat die Kinder nacheinander ans Lesepult. Dort lasen diese ca. drei Minuten lang einen geübten Text auf Plattdeutsch vor großem Publikum vor. Zur Unterstützung waren nämlich viele Eltern, Geschwister und Großeltern, aber auch Lehrerinnen und Lehrer, angereist.

Vier Kinder der Fridtjof-Nansen-Schule waren im Vorentscheid nominiert worden. Sie präsentierten ihre Texte allesamt überzeugend und sehr lebendig. Am Ende stachen aber ein Junge und ein Mädchen besonders hervor und erhielten „das Ticket“ für den Endausscheid im Ohnsorgtheater. Am 28. Juni werden Lilli Steller von der Schule Curslack-Neuengamme und Salih Erdogan von der Fridtjof-Nansen-Schule im Swatten Weg sich gegen Grundschüler aus dem Hamburger Osten beweisen.

Salih freute sich riesig über seinen Erfolg mit der Geschichte „Emil hett dat Been broken“. Genauso glücklich waren Lilian Kielhorn und Sabine Hinrichs. Beide Rentnerinnen hatten wochenlang mit ihm und den anderen drei Kandidaten geübt und sie mit dem Plattdeutschen vertraut gemacht.

Auch Schulleiter Klaus Lemitz äußerte sich stolz: „Ich gratuliere Salih ganz herzlich zu seinem 1. Platz und ich bin sehr dankbar, dass es das Projekt „Plattdeutsch“ im Bereich Begabtenförderung an meiner Schule gibt!“

MSW

Am Samstag kam das (Mathe-)Sams

Am Samstag, den 11. April, strömten wieder 240 Schüler und Schülerinnen in die Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort. Freiwillig wollten sie am Wochenende lernen und sich den Kopf heiß rechnen: Das Mathesams lud in die Schule ein und zog bereits im 15. Jahr zahlreiche Familien Lurups an.

Um 10.00 Uhr standen alle Teams bereit, ausgerüstet mit Stationszettel und guter Laune. Bei schönstem Frühlingswetter liefen die Kinder in ihren vorher festgelegten Gruppen über den Schulhof und suchten nacheinander 12 Klassenräume auf. In jedem erwartete sie eine andere Mathe-Aufgabe, jeweils in verschiedenen Niveaustufen, damit jedes Kind auf seinem Level gefordert werden konnte.

Zahlreiche Eltern und ältere Geschwister hatten sich wieder zum Helfen bereit erklärt. So saß an jedem Tisch eine Mutter oder ein Vater und erklärte freundlich die Aufgabe, die es zu lösen galt. Helfen war nicht erlaubt, aber Tipps geben schon und vor allem die Kinder zu motivieren, was viele Eltern liebevoll taten.

Es galt Somawürfel nach Vorlage zu bauen, Figuren zu spiegeln und zeichnerisch festzuhalten, geometrische Aufgaben zu lösen oder Zauberzahlen zu errechnen. Die Initiatorinnen des Mathesams, Christine und Ulrike Ritter, hatten sich wieder originelle und ansprechende Aufgaben ausgedacht und alles aufwändig vorbereitet. Tatkräftig wurden sie von Kolleginnen aus dem Swatten Weg unterstützt, die bei der Durchführung, beim Auf- und Abbau halfen und ein wunderbares Kuchenbuffet für helfende Eltern zur Verfügung stellten. Natalie Bade, Anja Hummel und Merle Prahl freuten sich über die große Beteiligung von Kindern aus ihrem Standort und genossen wie alle das fröhliche Miteinander auf dem Schulgelände und zum Abschluss in der Pausenhalle.

Bei der Siegerehrung herrschte gespannte Stille. Bevor einzelne Gruppen geehrt wurden, lösten die beiden Fachleiterinnen das leckerste Rätsel: Die Kinder hatten in einem Klassenraum die Anzahl der Fruchtgummi-Schlümpfe in einem Glas schätzen müssen. Das ließ dem einen oder andern Kind das Wasser im Mund zusammenlaufen: 157 Stück war die richtige Lösung, die niemand ganz, aber viele fast richtig geschätzt hatten.

Die Gewinnergruppen der jeweiligen Jahrgänge erhielten kleine Geschenke und ganz viel Applaus. Das Team „Mathefüchse“ überzeugte mit 30 von 30 Punkten. Wie schon in den Vorjahren hatten sie jeweils die schwierigsten Aufgaben gewählt und alle richtig gelöst. Dafür bekamen Jermain, Jonne, Jarla und Novak aus der Klasse 4 f verdient einen großen Preis und applaudierte Anerkennung.

Auch die Schulleitung, vertreten durch Marco Gerritsen und Abteilungsleiterin Marianna Sionta, genoss den Samstagvormittag in der Schule im Kontakt mit engagierten Eltern und viele Mathe-begeisterten Kindern. Rechnen macht Spaß!

Maren Schamp-Wiebe

In Lurup snackt man Platt

Die Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule waren in den letzten Wochen im Plattdeutsch-Fieber. Sowohl im Swatten Weg als auch im Fahrenort durften Kinder unter der Anleitung der ehemaligen Polizistin Lilian Kielhorn Plattdeutsch lernen. Sprachbegabte Jungen und Mädchen, die sich für das Niederdeutsche interessierten, übten seit den Herbstferien plattdeutsche Redewendungen, Sketche und Texte.

Der Nansen-Klub, ein Kurs für leistungsstarke und begabte Kinder, nimmt bereits zum fünften Mal am Wettbewerb „Hamburger Jungs und Deerns leest Platt“ teil. Dabei treten Schüler:innen von der Klassenstufe 3 bis 13 jeweils innerhalb ihrer Altersstufe gegeneinander an. Sie lesen einen der vorgegebenen Texte und müssen diesen so lebendig und betont präsentieren, dass das Zuhören eine Freude ist.

Schon zwei Mal sind Schüler:innen der Fridtjof-Nansen-Schule ins Finale gekommen und durften im Ohnsorgtheater auftreten.

Am 19. Februar veranstaltete der Fahrenort eine Plattdeutsch-Matinee, an der alle Klassen der Vorlesenden sowie zahlreiche Eltern teilnahmen. Die Jury bestand aus dem „Schoolbaas“ Klaus Lemitz, Lilian Kielhorn, der Lehrerin Nicole Rathjen und Henner Heinsohn. Letzterer hatte vorher mit einigen Kindern zwei kleine plattdeutsche Sketche eingeübt, die zwischen den Texten für viel Heiterkeit sorgten.

Maren Schamp-Wiebe moderierte die Matinee und führte jeden plattdeutschen Text und Sketch kindgerecht und humorvoll ein. Trotzdem war es mitunter nicht leicht, den Texten über gebrochene Beine, Ufos aus dem Weltall, Freundschaftsbücher und tierischen Streit mit dem Herrgott zu folgen. Die kleinen und großen Zuschauer:innen waren jedoch die ganze Zeit über leise und aufmerksam und honorierten damit den Mut der Viertklässler, die ihre Texte souverän vortrugen.

Am Ende musste die Jury sich für zwei Kinder entscheiden, die besonders gut und betont gelesen und die plattdeutsche Sprache beherrscht hatten. Ihre Wahl fiel auf die Schülerinnen Luisa Strohmeier und Eslin Özdemir, die von ihren Klassen bejubelt wurden und sich zu Recht sehr freuten.

Am Standort Swatten Weg fand die standortinterne Ausscheidung bereits am 10. Februar statt. Mit tollen plattdeutschen Beiträgen begeisterten die Kinder das Publikum. Leyli Shami und Salih Erdogan konnten sich hier durchsetzen und werden den Standort Swatten Weg in der nächsten Runde vertreten.

Nun werden sich alle auf den Zwischenentscheid der Schulen in Hamburg-West vorbereiten. Dass dieser wahrscheinlich wieder in der Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup ausgetragen werden wird, überrascht so manche Schule aus Finkenwerder und Blankenese, aber so ist es nun mal: In Lurup snackt man Platt!

MSW

Begabtenförderung an der FNS

Begabtenförderung an der FNS

Jedes Kind an der Fridtjof-Nansen-Schule hat vielfältige Begabungen. Diese können im:

  • naturwissenschaftlich-technischen,
  • mathematisch-räumlichen,
  • sportlich-motorischen,
  • musischen,
  • sprachlichen oder
  • sozialen Bereich

liegen.

Die Fridtjof-Nansen-Schule fördert und fordert jedes Kind nach seinen Möglichkeiten und Bedürfnissen. 

Etwa 3 % aller Schüler und Schülerinnen weisen statistischen Angaben zufolge eine besondere Begabung oder Hochbegabung auf. Diese Jungen und Mädchen müssen nicht immer die Klassenbesten sein.

Sie fallen jedoch durch eine schnelle Auffassungsgabe, besondere Freude am selbstständigen Lernen und Forschen oder eine Teilleistungsbegabung auf. Diese Kinder brauchen oft über den Unterricht im Klassenverband hinaus Herausforderungen und komplexe Aufgaben, die sie fordern. 

Einige Kurse im Ganztag wenden sich gezielt an leistungsstarke, begabte oder hochbegabte Kinder, wie z.B. der Mathe-Zirkel, das Sprachkarussell, der Lichtwark-Kunstkurs, das Musik-Ensemble, die Streitschlichter-Ausbildung oder die digitale Schülerzeitung (Nansen-News).

Zum anderen können begabte Schülerinnen und Schülern von ihren Lehrkräften für den NANSEN-KLUB vorgeschlagen werden. Dieser Kurs wird im Swatten Weg von Kristin Rebekka Gödel, im Fahrenort von Ulrike Ritter, Christine Ritter und Maren Schamp-Wiebe geleitet und ist als Drehtürmodell konzipiert (d.h. parallel zum Fachunterricht).

Am NANSEN-KLUB nehmen im Swatten Weg 15, im Fahrenort max. 30 Schüler und Schülerinnen aus den Jahrgängen 2 – 4 an beiden Standorten teil.

Inhalte sind forschendes Lernen, die Teilnahme an Wettbewerben sowie die Entwicklung und Durchführung von Projekten und Aktionen. Die Kursteilnehmenden stellen sich digitalen und naturwissenschaftlichen Herausforderungen, führen eigenständig Experimente durch und/oder erlernen die plattdeutsche Sprache.

Beratung und Informationen:

Kristin Rebekka Gödel

Fachkraft für Begabtenförderung im SW

Maren Schamp-Wiebe

Fachkraft für Begabtenförderung im FO

Kontaktanfrage über Sdui oder maren.schamp-wiebe@fns.hamburg.de

 

 

 

Luruper Jung siegt bei Plattdeutsch-Wettbewerb

In der Fridtjof-Nansen-Schule im Swatten Weg brandete Jubel auf, als die beiden Gewinner des Zwischenentscheids „Hamburger Jungs un Deerns leest Platt“ bekannt gegeben wurden: Ioannis Chrissostomidis hatte sich gemeinsam mit einer Schülerin der St. Joseph-Schule gegen zwölf Konkurrenten durchgesetzt und im Bezirk Hamburg-West die meisten Punkte erhalten. Der Schüler der Klasse 4 c im Fahrenort überzeugte mit einem lustigen Text über einen Streit zwischen Mutter und Kind: „Ümmer op de Lütten“, den er souverän, gut betont und ausdrucksstark präsentierte.

Bereits zum zweiten Male richtete die Fridtjof-Nansen-Schule im Auftrag der Hamburger Schulbehörde den plattdeutschen Vorlese-Wettbewerb aus und hieß die aufgeregten Vorleser und Vorleserinnen mit ihren Familien und begleitenden Lehrerinnen herzlich willkommen. Die Gäste saßen an hübsch eingedeckten Tischen, labten sich an einem reichhaltigem Kuchenbuffet und fühlten sich in der Schulaula sehr wohl. Der Auftritt des Fridtjof-Nansen-Chors unter der Leitung von Gabriele Sauer und Kristin Rebekka Gödel erfreute das Publikum mit plattdeutschen Liedern und trug zur feierlichen Stimmung der Veranstaltung bei.

Die anderen Jungen und Mädchen aus verschiedenen Schulen von Blankenese bis Altona waren eine starke Konkurrenz. Auch diese Dritt- und Viertklässler trugen ihre Lesetexte überzeugend vor und erhielten zu Recht viel Applaus. Nora Sellmann aus der 4 f und Emilia aus der 4 a standen ebenfalls am Lesepult und präsentierten sehr gut ihre Textstellen aus „Pippi geiht na School“. Sie waren als beste Vorlesende in ihren Standorten beim Schulentscheid nominiert worden.

Die ehemalige Verkehrspolizistin Lilian Kielhorn hatte zusammen mit einem Schauspieler der Volksbühne Rissen, Henner Heinsohn, 20 Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule monatelang in Plattdeutsch unterrichtet, mit ihnen geschnackt und Theaterstücke eingeübt.

Die Jury, bestehend aus der Organisatorin des Hamburger Plattdeutschwettbewerbs, Anke Hoyer, Schulleiter Klaus Lemitz, Lehrerin Nicole Rathjen, Lilian Kielhorn und Henner Heinsohn, betonte am Ende der feierlichen Veranstaltung, wie schwer ihnen die Entscheidung gefallen sei, sich für zwei von dreizehn Kindern entscheiden zu müssen, weil alle hervorragende Leistungen gezeigt hätten.

Da aber noch in weiteren Schulbezirken Zwischenentscheide stattfinden und auch die älteren Klassenstufen (bis zur Oberstufe) gegeneinander antreten, gibt es nur wenige Plätze für den Hauptentscheid am 29. Juni im Ohnsorgtheater. Dann wird Ioannis auf der Bühne des Plattdeutsch-Theaters auftreten und von seiner Familie, Klassenlehrerin Christine Ritter und seiner Förderin Lilian Kielhorn begleitet werden. Die ganze Schulgemeinschaft wird ihm fest die Daumen drücken!

MSW

Mathesams 2025: Sonne und Somawürfel satt

Bei strahlendem Sonnenschein strömten fast 200 Kinder und über 50 Erwachsene zum Mathesams in die Fridtjof-Nansen-Schule. Seit 12 Jahren zieht es Schüler und Schülerinnen an einem schulfreien Samstag in die Klassenräume, weil die Veranstaltung jedes Mal wieder Denksport und viel Spaß verspricht.

Die Fachleiterinnen für Mathematik, Christine und Ulrike Ritter, hatten sich wieder viele neue Aufgaben ausgedacht und zusammen mit den Mathefachkräften Natalie Bade und Anja Hummel die gesamte Schulgemeinschaft eingeladen. Der Einladung folgten Kinder aus dem Swatten Weg und dem Fahrenort, viele Mütter und Väter sowie ehemalige Schüler und Schülerinnen.

Nach dem gemeinsamen Beginn in der Pausenhalle zogen die Jungen und Mädchen in vorher festgelegten Teams durch die Klassenräume, wo sie mit Unterstützung der Helfer und Helferinnen Aufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu lösen hatten.

Welcher der drei Schwierigkeitsstufen sich das Team stellen wollte, wurde vor Ort diskutiert. Manche Gruppen fingen lieber mit leichten Aufgaben an und arbeiteten sich hoch, andere starteten selbstbewusst mit dem höchsten Level und kamen dann ordentlich ins Schwitzen. Auch viele Erstklässler nahmen teil und legten Quadrate, bauten Würfelkippen oder errechneten Zauberbuchstaben.

Es wurde gerechnet, geschätzt, mit Somawürfeln gebaut, mit Streichhölzern geknobelt und mit verschiedensten Teilen vorgegebene Formen ausgelegt.

Besonders kniffelig war die Aufgabe, aus vier Teilen ein T zu legen, was nur eine einzige Gruppe schaffte.

Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich. In den Klassenräumen herrschte teilweise angestrengte Ruhe, aber auf dem Schulhof oder in den Treppenhäusern begegneten dem stellvertretenden Schulleiter Marco Gerritsen überall lachende Gesichter. Auf dem Schulhof wurde gefrühstückt und oder einfach geplaudert. Für die helfenden Jugendlichen und Erwachsenen gab es natürlich ein Kuchenbuffet und Kaffee satt.

Nach 90 Minuten mussten alle Ergebnisse abgegeben sein, die das Lehrkräfteteam mit Unterstützung einiger Eltern in Windeseile auswertete. Um kurz nach 12 Uhr versammelten sich noch einmal alle Großen und Kleinen zur Siegerehrung. Alle Teams erhielten eine Urkunde, einen Mathe-Hausaufgaben-Gutschein und einen Preis (Bleistift, Lineal, Geodreieck, Tintenroller). Die erfolgreichsten Rechner und Rechnerinnen wurden zusätzlich mit einem Textmarker belohnt, alles versehen mit einem Erinnerungsaufkleber. Besonders viel Applaus erhielten die Mathe-Tiger aus der 3. Klasse, die mit 28 von 30 Punkten die höchste Punktzahl erreichten.

Fröhlich verließen die Familien anschließend das Schulgelände. Dass Mathe Spaß machen und Anstrengung sich lohnen kann, hatten alle Teilnehmenden an diesem Samstag gelernt. Dem Sams sei Dank – diese lustige Figur des Kinderbuch-Autoren Paul Maar ist Namensgeber für die beliebte Mathessams-Veranstaltung, die mittlerweile weit über Lurup hinaus bekannt ist.

MSW

Grundsteinlegung mit Nansen-Klub der Fridtjof-Nansen-Schule

Am 26. März versammelten sich ca. 200 Menschen aus Wissenschaft, Forschung und Politik sowie geladene Gäste aus dem Stadtteil auf der Baustelle Luruper Hauptstraße 94/Elbgaustraße, um die Grundsteinlegung für die „Desy Innovation Factory“ gebührend zu feiern.

Der Nansen-Klub der Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort war mit 32 Schülern und Schülerinnen ebenfalls vor Ort und wirkte aktiv am Programm mit. Nach den Eröffnungsreden und Grußworten verlasen sechs Kinder des Nansen-Klubs einen Brief an die Menschen der Zukunft, in dem sie die aktuelle Situation im Stadtteil aus Kindersicht beschrieben. Dieses Dokument wurde anschließend von Katharina Fegebank, der Wissenschaftssenatorin und zweiten Bürgermeisterin, feierlich in die Zeitkapsel gelegt.

Anschließend stellten die mutigen Jungen und Mädchen vor großem Publikum drei Ideen für Erfindungen vor, die vielleicht einmal in diesem neuen Haus der Wissenschaft realisiert werden können. Nach Ansicht der Kinder sollten unbedingt folgende Maschinen erfunden werden:

ALR = Anti-Läuse-Roboter,

AEVM = Anti-Essen-Verschwende-Maschine,

FS = Freundlichkeitsstrahler

Die Präsentationen wurden sehr wertschätzend von Dr. Arik Willner anmoderiert und mit viel Heiterkeit und Applaus vom Publikum im Festzelt honoriert.

Als die Zeitkapsel anschließend einzementiert und im Betonblock per Kran in das tiefe Fundament versenkt wurde, war es andächtig still auf der Riesen-Baustelle: Diesen Moment werden die Nansen-Klub-Kinder sicherlich noch lange in Erinnerung behalten.

Die zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank nahm sich anschließend Zeit, mit den Schülern und Schülerinnen zu sprechen und ihnen Autogramme zu geben. Ein Foto von ihr und dem Nansen-Klub veröffentlichte sie noch am selben Abend mit folgendem Kommentar: „Ein neues Gebäude für die Science City Hamburg Bahrenfeld, ein weiterer Ort, der den Hamburg Spirit verkörpert: Heute fiel der Startschuss für die DESY Innovation Factory. Das Gebäude wird ab 2027 Start-ups und jungen Unternehmen aus den Bereichen Photonik, Sensorik, Elektronik und Quantencomputing auf gut 3.000 Quadratmetern eine erstklassige Infrastruktur für Labor- und Büroflächen bieten… Besonders schön: Vor Ort waren auch Schülerinnen und Schüler der benachbarten Fridtjof-Nansen-Schule, die ihre Erfindungen für die Zukunft vorstellen konnten und deren Zeichnungen und Briefe gemeinsam mit anderen Gegenständen in einer Zeitkapsel versenkt wurden. Und nun heißt es einmal mehr: Wissenschaft für die Zukunft!“

Hansjoerg Wiese und Nina Martens von der Projektleitung Desy hatten die Schulkinder schon Monate vorher eingeladen und bei einem Baustellenbesuch auf das kommende Ereignis eingestellt. Ihnen liegt die Einbeziehung des Stadtteils Lurup am Herzen. Ganz nebenbei betrieben sie jedoch wirksame Nachwuchsförderung, was sich in den Kindergesprächen nach dem Festakt offenbarte. So meinte Nora, 9, nachdenklich: „Nun muss ich mich doch entscheiden, ob ich später in einer Tierklinik oder bei Desy arbeiten will!“.

Christine Ritter, Ulrike Ritter und Maren Schamp-Wiebe, die Leiterinnen des Kurses für leistungsstarke und begabte Kinder, sehen genau diese Heranführung an Wissenschaft und Technik als eine ihrer Aufgaben in der Begabtenförderung. Insbesondere Mädchen sollen schon von klein auf für Mint-Fächer begeistert werden.

Schulleiter Klaus Lemitz, der ebenfalls an der gelungenen Feier teilgenommen hatte, fasste am Ende zusammen: „Die Kinder und die ganze Schule sind sehr stolz, einen kleinen Teil zur Grundsteinlegung dieses innovativen Projektes beigetragen zu haben! Wir sind sehr gespannt auf die weitere Entwicklung und möglicherweise wird tatsächlich eines der heute anwesenden Kinder oder ein anderes Kind der Fridtjof-Nansen-Schule bald selbst in dem Gebäude aktiv.“

Maren Schamp-Wiebe

„Jungs un Deerns leest Platt“ am Swatten Weg

(von links nach rechts: Finn, Younes, Emilia, Damon, Fanta und Amelie)

Am Dienstag, 25. Februar, fand am Standort Swatten Weg der Fridtjof-Nansen-Schule der interne Schulentscheid des plattdeutschen Vorlesewettbewerbs „Jungs un Deerns leest Platt“ statt.

Alle dritten und vierten Klassen waren eingeladen, den 6 aufgeregten Kindern aus ihren Reihen zuzuhören, die sich unter Anleitung von Lilian Kielhorn und Kristin Rebekka Gödel wochenlang auf diesen Tag vorbereitet hatten – und dies mit großem Erfolg! Die Jury – bestehend aus Lilian Kielhorn und Nicole Rathjen, beide mit Plattdeutsch aufgewachsen – hatte es nicht leicht. Alle Lesetexte wurden souverän und ausdrucksstark vorgetragen. Dabei bewertete die Jury Lesefluss, Betonung und Aussprache des Plattdeutschen.

Ümmer op de Lütten!“ schimpften einige Kinder in ihrem Text. „Wasch die de Hannen! Hest du keen Kamm?“, zitierten sie die Großen – so dass jedes Kind im Publikum genau wusste, um was es geht.

Am Ende konnte Emilia Rauschenbach aus der Klasse 4a die Jury am meisten überzeugen. Sie stellte sich in ihrem Text vor mit „Ik heet Pippilotta Rullgardina Pepermint Efraimsdochter Langstrump, Dochter vun Efraim Langstrump.“ und erzählte von Pippi Langstrumpfs Tag in der Schule. Als die Lehrerin Pippi eine Rechenaufgabe stellte, antwortete Emilia als Pippi dreist: „Ja wenn du dat sülven nich weten deist, glööv nich, dat ik di dat verraden do.“

Beschenkt wurde aber nicht nur Emilia mit der Qualifizierung zum Zwischenentscheid Hamburg-West, der am 6. Mai 2025 für sie ein Heimspiel wird, da die Fritdtjof-Nansen-Schule ihn in ihrer schönen Aula am Swatten Weg ausrichten wird. Jedes teilnehmende Kind bekam das handsignierte Buch „Hanna und de Hummel“ der Autorin Benita Brunnert geschenkt, welche die Kinder kürzlich live erleben durften. Und als Extra-Bonbon bot Frau Kielhorn an, das Buch bis zum Schuljahresende mit diesen Kindern parallel zum Unterricht zu lesen und so ihren Plattdeutschkurs fortzusetzen!

Für die jetzigen Drittklässler und auch neue interessierte Kinder besteht zudem im kommenden Jahr wieder die Möglichkeit, an diesem besonderen Wettbewerb teilzunehmen.

Kristin Rebekka Gödel

Plattdeutsch-Matinee begeistert nicht nur die Lütten

Am 11. Februar folgten neun Klassen der Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort der Einladung des Nansen-Klubs zu einer Plattdeutsch-Matinee. 12 Kinder des Kurses für leistungsstarke und begabte Kinder wollten auf der Bühne zeigen, was sie in den letzten Monaten gelernt hatten – und das war ziemlich beeindruckend!

Dank zweier Senioren, die mit der plattdeutschen Sprache aufgewachsen sind und diese begeistert sprechen, übten die Kinder des Nansen-Klubs plattdeutsche Redewendungen, Sketche und Lieder. Henner Heinsohn und Lilian Kielhorn vermittelten den Jungen und Mädchen Spaß an der ungewohnten Sprache und motivierten sie stetig zum Sprechen und Wiederholen. Die Kursleiterinnen Christine und Ulrike Ritter sowie Maren Schamp-Wiebe unterstützten den Plattdeutsch-Unterricht mit eigenen Plattdeutsch-Einheiten, so dass sich jedes Nansen-Klub-Kind mittlerweile auf Plattdeutsch vorstellen und kurze Texte verstehen kann.

Zwölf Schüler und Schülerinnen meldeten sich anschließend für kleine Theaterstücke, die mit Herrn Heinsohn von November letzten Jahres an geübt, oder für Lesetexte, die in zahlreichen Stunden mit Frau Kielhorn erarbeitet wurden.

Am 11. Februar war es endlich so weit. Die Pausenhalle war brechend voll, die Erwartungen hoch, die Anspannung groß. Souverän führten die Kinder Theaterstücke wie „An de Nordsee“ oder „Lüss heb ick zwar keene“ vor und ernteten viele Lacher und Applaus. Der Publikumsrenner war der Sketch „Immer op de Lütten“, bei dem Vadder meckert und meckert, bis das Kind den Entschluss fasst: „Ick gah nach Amerika!“. Der dazu gehörende Text wurde von Amelie, Nora, Mika, Ionnis, Luisa und Eslin flüssig und betont vorgetragen. Jasper gab zusätzlich eine Passage aus „Pippi geiht to School“ zum Besten und erntete wie allen anderen Vorlesenden großen Beifall.

Bevor die Jury ihre Entscheidung preisgab, sangen alle Klassen den plattdeutschen Schlager „An de Eck steht en Jung mit en Tüddelband“. Lehrerin Nicole Rathjen, Lilian Kielhorn und Henner Heinsohn als Juryteam lobten alle Kinder für ihren Mut und die gute Präsentation, ernannten dann aber Nora Sellmann aus der 4 f und Ionnis Chrissostomidis aus der 4 c zu überzeugenden Siegern. Diese beiden Viertklässler werden die Fridtjof-Nansen-Schule – gemeinsam mit einem weiteren Kind aus dem Swatten Weg – beim Zwischenentscheid des Plattdeutsch-Wettbewerbes vertreten.

Nicht nur die „Lütten“ gingen begeistert zurück in ihre Klassen. Auch die „Groten“ waren beeindruckt und stolz auf die Nansen-Klub-Kinder, die eine alte Sprache zum Leben erweckt hatten.

Maren Schamp-Wiebe