Ein Hoch auf den Hausmeister

Hoch oben auf dem Dach der Mensa stand der ehemalige Hausmeister Klaus Feyerabend, als die Schulgemeinschaft der Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort sich noch einmal von ihm verabschiedete. Die offizielle Feier, die für den April 2020 aufwändig geplant worden war, musste wegen Corona ausfallen. Stattdessen gab es im Frühjahr nur einen kleinen Empfang in einem liebevoll geschmückten Raum.
Die Schüler und Schülerinnen der Klassen 2 bis 4 hatten aber ebenfalls das Bedürfnis, sich „richtig“ von ihrem Hausmeister zu verabschieden. Um alle Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, standen aus jeder Klasse fünf Schüler und Schülerinnen in ihren jeweiligen Kohorten auf dem Schulhof, während die Hauptperson das Geschehen bei strahlendem Sonnenschein vom Dach beobachten konnte.
Dass Klaus Feyerabend 25 Jahre lang weitaus mehr gemacht hat, als das Gebäude zu verwalten und pflegen, wurde bei dieser Freiluftveranstaltung sichtbar und hörbar. Auf großen Transparenten, die der Nansen-Klub hergestellt hatte, standen Aussagen wie „Danke für alles!“, „Grillmeister“, „Tischtennisprofi“ oder „Herzlichen Dank!“. Der Chor unter der Leitung von Regina Scharff sang unter dem Laubengang beherzt und lautstark die „Feyerabend-Melodie“, die bei dem einen oder der anderen feuchte Augen verursachte.

Als Schulleiter Klaus Lemitz nach einer kurzen Begrüßung das erste Geschenk des Kollegiums hereintrug, wurde von unten gejubelt und von oben gestaunt. Eine wunderschöne Holzbank, die an der Rückenlehne ein Emailleschild mit dem Aufdruck „Feyerabend-Bank“ trägt, soll fortan im Eingangsbereich der Fridtjof-Nansen-Schule stehen und eine schöne Sitzgelegenheit und Erinnerung an einen beliebten Hausmeister darstellen. Maren Schamp-Wiebe, die gemeinsam mit dem Schulleiter Klaus Lemitz durchs Programm führte, verwies in einer kleinen Rede auf die Heliumballons, die mehrere Kinder an den Händen hielten: „Diese Ballons zeigen, dass du ein Hausmeister mit Hand und Herz warst. Du hast dich um alles gekümmert, gebaut, repariert, organisiert, geschmückt und gemäht, aber am Wichtigsten waren dir immer die Kinder. Und dafür wollen wir dir heute danken!“

Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung vieler kleiner Geschenke. Mehrere Klassen hatten sich Gedanken über ein persönliches Abschiedsgeschenk gemacht, die die Klassensprecher oder Klassensprecherinnen mit einem kurzen Satz des Dankes überreichten. Klaus Feyerabend bekam  einen kleinen Bauwagen, einen Regenschirm („Weil du uns nie im Regen stehen lässt!“), eine Schokoladen-Computer-Maus („Danke, dass du immer unsere Smartboards repariert hast!“), Hausschuhe („Danke für den Teppich im Klassenraum, den du mit Hausschuhen gern betreten darfst!“) einen Massageball „Danke, dass du die Bälle immer von den Bäumen geholt hast!“) und vieles mehr.

Da der neue, ebenfalls sehr beliebte Hausmeister Timo Hansmann alles gut vorbereitet hatte, konnten zum Abschluss die Boxen aufgedreht werden und das Lied „Ein Hoch auf uns…“ erfüllte den Pausenhof. Gedanklich sangen die meisten „Ein Hoch auf dich!“ und ließen die Hände in den Himmel steigen. Es war ein schöner Abschied für einen besonderen Hausmeister.
 Maren Schamp-Wiebe

Autoren fördern Leselust

Die 150 Jungen und Mädchen, die erst seit August zur Fridtjof-Nansen-Schule gehen, haben wie alle Erstklässler großen Lesehunger. Die jungen Schulkinder wollen so schnell wie möglich das Geheimnis der Schrift kennen und selbstständig lesen lernen. Das unterstützen ihre Deutschlehrerinnen natürlich nach Kräften und denken sich immer wieder motivierende Aufgaben und Veranstaltungen aus.

Ende Oktober luden die Lehrerinnen Sabine Hinrichs und Maren Schamp-Wiebe zwei „Elb-Autoren“ ein, die insbesondere für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter schreiben. Finanziert wurden diese Veranstaltungen durch die Bödecker-Stiftung und einen Zuschuss des Schulvereins der FNS.

Im Swatten Weg las die Autorin Yvonne Hergane den beiden ersten Klassen in der Aula vor. Mit ihren Büchern „Später, sagt Peter“ und „Die Fünferbande“ verstand sie es, die Kinder humorvoll und spannend zu fesseln.

 

Im Fahrenort saß der Autor und Trickfilmkünstler Till Penzek auf der Bühne und las allen fünf ersten Klassen die Abenteuer aus „Tokkis Reise“ vor. Besonders die computeranimierten Zeichnungen gefielen den Erstklässlern sehr und brachten sie immer wieder zum Lachen.

Am Ende beider Lesungen verabschiedeten sich Yvonne Hergange und Till Penzek mit persönlichen Widmungen in den Büchern, die natürlich für die Schulbibliotheken angeschafft wurden, und ermunterten alle Erstklässler und Erstklässlerinnen ihre Ideen aufzuschreiben und ihre Leselust beizubehalten.

Das Geheimnis um die blauen Koffer

Schüler*innen trotz Corona auf Reisen

Jeden Donnerstag zieht morgens eine Karawane von Erstklässlern der Fridtjof-Nansen-Schule mit auffallend blauen Koffern in den Fahrenort. Immer wieder werden sie erstaunt gefragt: „Fahrt ihr auf Klassenreise?“. Lachend verneinen die vermeintlich Reisenden die Frage und lüften dann freudig das Geheimnis um die blauen Koffer. Es handelt sich um Bücherkoffer, die jedes Kind zwei Mal im Schuljahr für eine Woche mit nach Hause nehmen darf. Dann ist Gelegenheit, sich sieben Tage lang mit 12 ansprechenden Bilder- und Erstlesebüchern zu beschäftigen. Die Bücher sind mehrsprachig und sprechen deshalb auch Familien mit einer anderen Muttersprache an.

Den Initiatorinnen der Aktion „Hamburger Bücherkoffer“ geht es hauptsächlich um die Förderung der Lesekompetenz, aber auch um einen wirkungsvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration von Eltern und Kindern mit Migrationsgeschichte. Damit Väter und Mütter Freude daran haben, ihren Kindern vorzulesen und echte Vorleserituale zu schaffen, wird es einen Workshop für Eltern geben, den Sprachförderkoordinatorin Anke Kelpe für beide Standorte der Fridtjof-Nansen-Schule organisiert.
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Endlich ist die Ampel da!


„Wir sind laut, bis ihr die Ampel baut!“
riefen Hunderte von Schülern und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule bei den beiden Kundgebungen im Jahr 2018. Die „Ampel-AG“, in der die Lehrerinnen Sabine Hinrichs und Maren Schamp-Wiebe von Beginn an aktiv mitwirkten, schaffte es, viele Menschen zu mobilisieren. Um den gefährlichen Knotenpunkt Luruper Hauptstraße/ Fahrenort sicherer zu machen, setzten sie sich auf vielfältige Art und Weise für den Bau einer Ampelanlage an dieser Stelle ein.
Mehrere Bewohner und Bewohnerinnen sowie Mitarbeitende aus dem Seniorenheim „Fama“, Geschäftseigentümer an der Kreuzung, die Luruper Verkehrs-AG sowie die Schulgemeinschaft der Fridtjof-Nansen-Schule unterstützten dieses wichtige Anliegen. Der Elternrat stand genauso hinter der Forderung nach einer sicheren Überquerung wie Schulleitung und Kollegium. Vor allem die Kinder aus dem Ganztag im Swattenweg beteiligten sich mit selbstgebastelten Girlanden und Plakaten, ohrenbetäubendem Trillerpeifenkonzert und plakativen Ampeln, die sie mit Kreide groß auf die Kreuzung malten. Lebendiger kann Demokratieunterricht kaum sein: Die Kinder lernten, dass es sich lohnt, für eine gute Sache zu kämpfen, und dass man auch mal laut sein darf, wenn alte Menschen und Kinder im Straßenverkehr gefährdet sind!

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Mal-Wettbewerb „Corona“

Die Nansen-Klub-Kinder wurden aufgefordert, das Corona-Virus zu malen:
Gestalte das Virus!
Wie sieht es aus?
Was treibt es so und wie wirkt es?
Wie können wir uns schützen?

Aus 11 Einsendungen hat die Jury (Ulrike Ritter und Maren Schamp-Wiebe) drei Bilder für einen Preis nominiert.
Folgende Kinder dürfen sich über ein kleines Geschenk freuen:

  1. Platz: Aenne
  2. Platz Paulena
  3. Platz Lisa 

 

Projekt „Saubere Luft“

An der Fridtjof-Nansen-Schule wurde am 04.06.2020 die erste von insgesamt fünf gestifteten Luftmessstationen installiert. Nur fünf Schulen in ganz Hamburg dürfen an diesem Projekt teilnehmen und die FNS ist dabei!

Dr. Dirk Janssen und sein Sohn Malte Janssen als Gründer der Stiftung
RÜM Hart“ waren anwesend, als Techniker des Start-UP-Unternehmens „Breeze“ den kleinen Sensor mit Hilfe des Hausmeisters Timo Hansmann an die Außenwand des Lehrerzimmers anbrachten.

Malte Janssen: „Wir freuen uns, dass in diesen gerade auch für die Schulen schwierigen Corona-Zeiten der Klimaschutz weiterhin eine hohe Priorität hat. Die Auswahl ist uns aber angesichts der tollen Bewerbungen schwergefallen.“

Dieses Gerät wird ein Jahr lang die Luftqualität prüfen und die wichtigsten Werte Ozon, Kohlendioxid, Feinstaub und Schwefeldioxid messen. Die ermittelten Daten sollen in den Unterricht eingebunden und für die gesamte Schulgemeinschaft erfahrbar werden. So wird der jahrgangs- und standortübergreifende Nansen-Klub unter der Leitung von Ulrike Ritter und Maren Schamp-Wiebe regelmäßig alle Messungen auswerten, Experimente durchführen und Ergebnisse präsentieren.


Fünf Kinder dieses Kurses gestalteten die feierliche Übergabe aktiv mit, indem sie selbstgestaltete Plakate hochhielten, für Interviews zur Verfügung standen und den Stiftern ihre Ideen und Fragen vortrugen. Beispielsweise wollen die Nansen-Klub-Kinder herausfinden, zu welcher Tages- oder Nachtzeit die Luft am besten sei. Andere wollten wissen, ob Feuer sich negativ auf die Luftqualität auswirkt. Das wurde dann gleich vor Ort überprüft, indem Holz in einem Feuerkorb angezündet wurde und für den erhöhten Ausstoß von Kohlendioxid sorgte.
Den Kindern war auch wichtig, dass sie andere Menschen für den Klimaschutz begeistern können. So möchten sie die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ stärken und vielleicht mal Pflanzen an die Nachbarschaft verschenken oder verkaufen.

Martin Kelpe und Kirsten Tittel werden als Verantwortliche für die Klimadetektive neue Aufgaben für die Dritt- und Viertklässler entwickeln und die Luftmessungen aktiv in ihre Arbeit einbeziehen.

Vor laufenden Kameras wurde die Messstation offiziell an den Schulleiter übergeben. Klaus Lemitz: „Wir sind dankbar und stolz, als erste Hamburger Schule eine Luftmessanlage der Rüm-Hart-Stiftung installiert zu bekommen. Die Schulgemeinschaft wird sicherlich profitieren und das Thema „Umweltschutz“ im Unterrichtsalltag verankern“.

An dem Projekt beteiligt sind zwei Stadtteilschulen, ein Gymnasium, eine Grundschule und eine Berufsschule in breiter Verteilung über das gesamte Stadtgebiet:
Fridtjof-Nansen-Schule (Lurup)
Julius-Leber-Schule (Schnelsen)
Otto-Hahn-Schule (Jenfeld)
Gymnasium Hochrad (Othmarschen)
Berufliche Schule BS28 (City Nord)

Die Messwerte aller fünf Standorte lassen sich ab Mitte Juni tagesaktuell auf der Luftqualitäts-Karte https://map.breeze-technologies.de/ abrufen.

Das Hamburg Journal des NDR berichtete in seiner Sendung um 19.30 Uhr.
Dank an die RÜM HART -Stiftung für die Bereitstellung der Verlinkung zum Video „Pressespiegel SaubereLuft?!“ 
Außerdem ist eine Reportage auf NDR 90,3 nachzuhören.
Maren Schamp-Wiebe

Neue Übungslöscher für Schulkurs

Der Nachmittagskurs „Feuerwehr“, den die Fridtjof-Nansen-Schule seit September 2019 anbietet, kann sich über gestiftete Feuerlöscher freuen. Aufgrund der Corona-Beschränkungen durften nur Fiete, Angel, Kalle und Nicolas stellverstretend für alle 12 Kurskinder die neuen Geräte und Materialien entgegennehmen. In Anwesenheit der Filialleiterin der Haspa in der Luruper Haupstraße, Elske Reimers-Booms, und dem Schulleiter der Fridtjof-Nansen-Schule, Klaus Lemitz, durften die vier Jungen die Geschenke auspacken und testen.
Die Peter-Mählmann-Stiftung der Hamburger Sparkasse hatte den Antrag  auf Anschaffung kindgerechter Ausrüstung der Vorsitzenden des Schulvereins, Maren Schamp-Wiebe, bewilligt. So durfte der Jugendwart der Luruper Feuerwehr für insgesamt 850 Euro Übungslöscher, Feuerdecken und Helme einkaufen.  „Wenn die Grundschulkinder nach einem langen Schultag hierher kommen zur Wache, sind sie meistens müde und wollen nicht mehr lange sitzen. Sie müssen dann  was Praktisches machen, aber  sie haben keine Schutzkleidung und können die schweren Schläuche noch nicht heben. Deshalb brauchten wir Geräte, die für Kinder geeignet sind. “, erklärt Heiko Blockhus.
Mit den neuen Übungslöschern konnten die Jungen tatsächlich gleich loslegen. Sie befüllten die roten Behälter mit jeweils sechs Litern Wasser. Dann wurde Druckluft aus dem ebenfalls  von der HASPA finanzierten Kompressor hinzugefügt und der kleine Spritzschlauch angeschlossen.
Voller Freude machten sich die Kurskinder an die Arbeit und löschten das auf dem Hof entfachte Feuer. Auch bei der Wiederholung schafften sie es, innerhalb von 40 Sekunden, die Flammen zu ersticken. Heiko Blockhus und Wehrführer Michael Groth zeigten sich zufrieden mit den kleinen Feuerwehrmännern, die fachmännisch Windrichtung und Sicherheit im Blick gehabt hatten. Die beiden engagierten Feuerwehrmänner freuen sich auf den nächsten Schulkurs, der hoffentlich nach den Sommerferien starten wird. Schulleiter Klaus Lemitz schloss sich diesem Wunsch an, da er die Kooperation mit der Feuerwehr sehr schätzt und um die Beliebtheit des Kurses weiß. Für Frau Reimers-Booms stellte dieser Außentermin eine wunderschöne Abwechslung dar, die zeigte, wie  sinnvoll und konstruktiv Stiftungsgelder verwendet werden können. Wenn es nach Nicolas, Fiete, Kalle und Angel gegangen wäre, hätte das Feuer immer wieder angehen können.
Maren Schamp-Wiebe

Frühlingsgrüße für Fama-Bewohner

Am Mittwoch, den 13. Mai überreichten Nives vom Standort Fahrenort und Orhan vom Standort Swatten Weg ca. 60 liebevoll gestaltete Grußkarten an Frau Hühn vom Wohnbeirat FAMA.
Mit dieser Aktion wollen die Kinder den älteren Menschen, die genauso wie sie selbst zuhause bleiben müssen, eine kleine Freude bereiten.

Die Idee für diese Aktion hatte die Lehrerin Sabine Hinrichs, die schon seit einigen Jahren mit ihrer Klasse Kontakt zum Fama hält. Da das für den Mai geplante Frühlingssingen für Alt und Jung nicht stattfinden kann, sollte eine andere Möglichkeit gefunden werden, den Bewohnern des Wohnparks FAMA eine Freude zu bereiten. Also bekamen die Kinder der Klasse 3a eine besondere Hausaufgabe: Jedes Kind sollte sich aus einem kleinen Heftchen mit Frühlingsgedichten, das ihre Lehrerin zusammengestellt hatte, sein Lieblingsgedicht aussuchen, es auf eine Karte abschreiben und diese bunt gestalten.

Kurz nach Ostern konnten die ersten wunderschönen Frühlings-Karten zur großen Freude der Bewohner auf den beiden Pflegestationen des FAMA verteilt werden.
Da die Aktion so gut ankam, sollten auch weitere Bewohner in den Genuss der Frühlingsgrüße kommen. Schnell fand Sabine Hinrichs unter ihren Kollegen weitere Mitstreiter, die ihre Schüler ermunterten Frühlings-Karten zu gestalten. Dabei sind weitere prächtige Frühlings-Karten entstanden. Christine Ritter, die Lehrerin der Klasse 3c (FO), überreichte die liebevoll gestalteten Karten ihrer Klasse mit den Worten: „Einige der Karten würde ich am liebsten selber behalten.“
Frau Hühn, die die ersten 60 Karten entgegennahm  bedankte sich bei den Überbringern mit selbstgebackenen Muffins und  versprach, die Karten gleich in die Briefkästen der Bewohner zu stecken.
Da zurzeit noch etliche fleißige Kinder schreiben und malen, können wohl nach den Maiferien noch weitere Bewohner beschenkt werden. Dann, so hoffen alle Beteiligten, wird sich jeder Bewohner über eine Grußkarte freuen können.
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Liebe Bewohner(in)  der FAMA-Wohnanlage,
die Kinder der nahegelegenen
Fridtjof-Nansen-Schule möchten Ihnen
eine Freude machen und schicken Ihnen
einen kleinen Frühlingsgruß.
Die Kinder freuen sich bestimmt über eine Antwort von Ihnen. Wenn Ihnen die Grußkarte gefallen hat, schreiben Sie gern an das Kind zurück.
Mit freundlichen Grüßen

Hausmeister in den „Feyerabend“ verabschiedet

Wir wünschen einen schönen „Feyerabend“!

Wenn es keine Corona-Krise geben würde, hätte gestern in der Fridtjof-Nansen-Schule eine große Abschiedsfeier für Klaus Feyerabend stattgefunden. Die ganze Schulgemeinschaft wollte sich bei ihrem „Mann für Alles“ aufs Herzlichste bedanken und seinen Eintritt in den Ruhestand feiern. Dies wird natürlich nachgeholt und gebührend gefeiert, wenn die Schulen wieder öffnen dürfen.
Sein letzter Arbeitstag sollte trotz leerer Schule und dem fehlenden Publikum besonders verlaufen. Deshalb wurde über Nacht der Eingangstrakt im Fahrenort geschmückt und mit bunten Plakaten beklebt. Auf einer langen Wäscheleine waren Dankesworte und Erinnerungen an die gemeinsame Zeit aneinandergereiht.
Klaus Feyerabend war 25 Jahre lang ein Hausmeister, der seinen Beruf mit Leib und Seele ausfüllte. 1994 bewarb er sich zusammen mit seiner Frau Bärbel auf die Hausmeisterstelle. Damals wurde die Ehefrau automatisch als Betriebshelferin beschäftigt. Das Ehepaar Feyerabend wurde genommen und zog in den Bungalow direkt neben der Schule. Beide Kinder besuchten zu dieser Zeit Klassen der Fridtjof-Nansen-Schule und genossen die kurzen Wege in der Woche und das traumhafte Schulgelände an Wochenenden und Ferientagen.
KIaus Feyerabend startete von Anfang an voller Elan durch. Viele Ideen und Projekte wurden angepackt und vor allem technisch hohe Standards eingerichtet. So erhielt die Fridtjof-Nansen-Schule schon lange vor der Forderung nach „Digitalisierung“ der Schulen in fast allen Klassenräumen Smart-und Whiteboards. Seine berufliche Qualifikation als Elektriker kam der Schulgemeinschaft auch bei der Wartung der Computer oder der Beleuchtung von Treppenhäusern und des Schulhofes zugute.
Gleich vorn im Eingangsbereich saß Klaus Feyerabend tagaus, tagein hinter einer Fensterscheibe an seinem Schreibtisch und hatte alle kommenden und gehenden Menschen im Blick. In diesem eigentlich viel zu kleinem Raum fanden Besprechungen mit anderen Hausmeistern und Handwerkern statt, Frühstücksrunden und so manche Beratung oder Aufmunterung verzweifelter Kollegen und Kolleginnen. Für jeden und jede hatte Klaus Feyerabend ein Ohr und es machte ihm sichtlich Spaß, für Probleme eine Lösung zu finden. Besonders kreativ vermochte er aus alten Restbeständen oder entsorgten Gegenständen funktionale Möbel zu bauen.

Dass ein Hausmeister laut Vertrag feste Arbeitszeiten hat und abends oder am Wochenende nicht arbeiten sollte, hinderte ihn nicht daran, bei Projekten, Veranstaltungen und Festen tatkräftig zu unterstützen und anzupacken. Mit Freude und oft in Begleitung der ganzen Familie baute er beim Stadtteilfest mit auf und ab, spielte den Grillmeister bei Kollegiumsfesten oder den Leuchtmeister beim Laternenfest. Klaus Feyerabend fühlte sich wohl in der Schule und war ein beliebter Teil der Schulgemeinschaft.

Herr Hansmann tritt in große Fußstapfen!

Die Schulleitung, die Lehrerinnen und Lehrer, die Erzieherinnen und Erzieher, die Reinigungs- und Küchenkräfte, der Mitarbeiter und die Mitarbeiterinnen im Büro, die Handwerker, die Eltern und vor allem auch die Schulkinder lassen diesen geschätzten Hausmeister nur ungern gehen, wünschen ihm aber alles Gute für die Zukunft und seinen persönlichen „Feyerabend“.
Maren Schamp-Wiebe

Rollende Inklusion

Wie fühlt es sich an, eine Zeit lang auf die Beine zu verzichten und auf Rollen unterwegs zu sein? Diese Erfahrung durften alle Viertklässler der Fridtjof-Nansen-Schule am letzten Tag vor den Zeugnisferien machen. Während die anderen Schüler und Schülerinnen Lernentwicklungsgespräche und ansonsten frei hatten, stand für den Jahrgang 4 Unterricht an. Diese Kinder hatten ja schon im November ihre Gespräche geführt und über die weiterführenden Schulen gesprochen. Sportlehrerin Ulrike Ritter wollte den Tag zu einem besonderen machen und lud spontan die Rollstuhlbasketballer des HSV in den Fahrenort ein. Diese kamen mit zwei aktiven Sportlern und 20 Sportrollstühlen in die Schule und ließen die über 130 Jungen und Mädchen jeweils eine Stunde nachempfinden, wie dieser relativ unbekannte Sport funktioniert. Nach Begrüßung und kurzer technischer Einführung konnte jedes Kind sich in einen Sportrollstuhl setzen und erste Übungen machen. Was vorher kinderleicht aussah, erwies sich in der Praxis als gar nicht so einfach. Es brauchte Kraft, um die Räder ins Rollen zu bringen, Drehung und Lenkung hinzubekommen oder den Rollstuhl zu bremsen.


Als die Trainer spielerische Wettfahrten ankündigten, waren alle Kinder motiviert dabei. Die gut gelaunten Basketballtrainer verstanden es, den Kindern sowohl Spaß als auch technisches Knowhow zu vermitteln. Dieses brauchten alle Schülerinnen und Schüler, als sie begannen, auf die Basketballkörbe zu werfen. Der polnische Nationalspieler Marcin Balcerowski mischte sich unter die Kinder und beeindruckte durch zielsichere Würfe. Dass dieser seit einem Autounfall im Alter von 21 Jahren querschnittsgelähmt ist und schon viele Jahre für den HSV spielt, berührte die Kinder sehr. Viele Kinder meinten nach der Trainingseinheit: „Das ist super cool, was diese Sportler können.“ Sie zollten den Rollstuhlbasketballern und vor allem dieser Sportart Respekt und äußerten sich dankbar für diese ganz besondere Erfahrung.
Maren Schamp-Wiebe