Am Samstag, den 11. April, strömten wieder 240 Schüler und Schülerinnen in die Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort. Freiwillig wollten sie am Wochenende lernen und sich den Kopf heiß rechnen: Das Mathesams lud in die Schule ein und zog bereits im 15. Jahr zahlreiche Familien Lurups an.
Um 10.00 Uhr standen alle Teams bereit, ausgerüstet mit Stationszettel und guter Laune. Bei schönstem Frühlingswetter liefen die Kinder in ihren vorher festgelegten Gruppen über den Schulhof und suchten nacheinander 12 Klassenräume auf. In jedem erwartete sie eine andere Mathe-Aufgabe, jeweils in verschiedenen Niveaustufen, damit jedes Kind auf seinem Level gefordert werden konnte.
Zahlreiche Eltern und ältere Geschwister hatten sich wieder zum Helfen bereit erklärt. So saß an jedem Tisch eine Mutter oder ein Vater und erklärte freundlich die Aufgabe, die es zu lösen galt. Helfen war nicht erlaubt, aber Tipps geben schon und vor allem die Kinder zu motivieren, was viele Eltern liebevoll taten.
Es galt Somawürfel nach Vorlage zu bauen, Figuren zu spiegeln und zeichnerisch festzuhalten, geometrische Aufgaben zu lösen oder Zauberzahlen zu errechnen. Die Initiatorinnen des Mathesams, Christine und Ulrike Ritter, hatten sich wieder originelle und ansprechende Aufgaben ausgedacht und alles aufwändig vorbereitet. Tatkräftig wurden sie von Kolleginnen aus dem Swatten Weg unterstützt, die bei der Durchführung, beim Auf- und Abbau halfen und ein wunderbares Kuchenbuffet für helfende Eltern zur Verfügung stellten. Natalie Bade, Anja Hummel und Merle Prahl freuten sich über die große Beteiligung von Kindern aus ihrem Standort und genossen wie alle das fröhliche Miteinander auf dem Schulgelände und zum Abschluss in der Pausenhalle.
Bei der Siegerehrung herrschte gespannte Stille. Bevor einzelne Gruppen geehrt wurden, lösten die beiden Fachleiterinnen das leckerste Rätsel: Die Kinder hatten in einem Klassenraum die Anzahl der Fruchtgummi-Schlümpfe in einem Glas schätzen müssen. Das ließ dem einen oder andern Kind das Wasser im Mund zusammenlaufen: 157 Stück war die richtige Lösung, die niemand ganz, aber viele fast richtig geschätzt hatten.
Die Gewinnergruppen der jeweiligen Jahrgänge erhielten kleine Geschenke und ganz viel Applaus. Das Team „Mathefüchse“ überzeugte mit 30 von 30 Punkten. Wie schon in den Vorjahren hatten sie jeweils die schwierigsten Aufgaben gewählt und alle richtig gelöst. Dafür bekamen Jermain, Jonne, Jarla und Novak aus der Klasse 4 f verdient einen großen Preis und applaudierte Anerkennung.
Auch die Schulleitung, vertreten durch Marco Gerritsen und Abteilungsleiterin Marianna Sionta, genoss den Samstagvormittag in der Schule im Kontakt mit engagierten Eltern und viele Mathe-begeisterten Kindern. Rechnen macht Spaß!
Maren Schamp-Wiebe
















In der Schreibstube übersetzten sie einen Bibelvers vom Hebräischen ins Deutsche und versuchten, diesen mit Feder und Tinte leserlich zu notieren. Im Keller lauschten sie der spannenden Geschichte vom Gewitter, in dem Martin Luther im Falle des Überlebens Gott geschworen hatte, ins Kloster zu gehen. In der Dunkelheit bei Kerzenschein dachten die Schüler und Schülerinnen über eigene Grenzerfahrungen und die Kraft des Gebets nach. An der dritten Station wartete schon Johann Tetzel (Anne Appel-Bielefeldt) und versuchte, sie zum Kauf eines Ablassbriefes zu überreden. Hanne jedoch zeigte ihnen auf, wofür sie ihre Taler eigentlich dringend benötigten (Holz, Essen, Trinken, Medizin, Schulgeld). Die Jungen und Mädchen wogen ab und entschieden sich dann für oder gegen den Kauf eines Ablassbriefes, der ihnen angeblich einen Platz im Himmel zusichern würde.
An der vierten Station schrieben alle Schülerinnen und Schüler eigene Thesen auf, die sie anschließend an die Holztür hämmerten und damit sichtbar machten. Welche Probleme gab und gibt es und was brauchen Kinder? „Jedes Kind soll Essen und Trinken haben und ein sicheres Zuhause!“ forderte das eine Kind. Ein anderes schrieb: „Kein Mensch kommt ins Fegefeuer. Gott hat jeden lieb!“. Und ein Schüler machte sich Gedanken über die Ungerechtigkeit in der Welt heute: „Es ist unfair, dass Menschen gezwungen werden, dass sie in den Krieg müssen, dass Kinder arbeiten müssen, und dass manche Kinder geschlagen werden!“.

Bereits zum sechsten Mal erlebten die Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort am letzten richtigen Schultag eine süße Überraschung: Pünktlich um 11.Uhr ertönte die Glocke des Eiswagens Livotto und schon wenige Minuten später stand eine lange Schlange von Kindern an, um sich eine Kugel Eis zu bestellen.
Auf die Idee war Ulrike Ritter vor vielen Jahren gekommen und das Kollegium bestärkte sie, diese auch umzusetzen. Die engagierte Lehrerin erstellte Listen mit den Eissorten und teilte den Jahrgängen Zeitfenster zu, damit nicht alle gleichzeitig für ihre Kugel anstehen mussten. Die Klassenlehrer*innen hatten vorher im Unterricht das Angebot vorgestellt und die Kinder sich für Schokolade, Vanille, Nuss, Joghurt-Kirsch, Stracciatella,
Zitrone, Erdbeere, Cookieeis oder Waldmeister bzw. Bubblegum entscheiden lassen. Dadurch konnte der einzige Mitarbeiter über 400 Schüler*innen und das Kollegium innerhalb einer Stunde bedienen. Vor und hinter dem Wagen waren ausnahmslos fröhliche Gesichter zu sehen und das leckere Eis versüßte allen den Start in die ersehnten Sommerferien.








Seit zwei Jahren nimmt die Fridtjof-Nansen-Schule an allen drei Standorten (Fahrenort, Swatten Weg und Schnackenburgallee) am kostenlosen EU-Schulobstprogramm teil. Ziel des Programms ist die Versorgung junger Menschen mit frischem Obst und Gemüse. Insbesondere Kindern, die sich ungesund und durch viel Fast Food ernähren, soll die gesunde Ernährung schmackhaft gemacht und im günstigsten Fall in ihren Familien ein gewohntes Verhaltensmuster aufgebrochen werden. Die wöchentliche Obstkiste enthält so viele Früchte, dass die Klasse eine ganze Woche lang naschen kann und dabei noch unbekannte Gemüse wie Pastinaken kennenlernt. Für die Kinder in der Erstaufnahme Schnackenburgallee dient die Schulobstkiste nebenbei zur Wortschatzarbeit und löst jede Woche wieder große Freude aus.






Am 28. und 29. April fanden die traditionellen Vorlesetage an der Fridtjof-Nansen-Schule statt und alle 700 Kinder durften auf eine literarische Weltreise gehen. Am Montag lasen 20 Lehrer und Lehrerinnen, Menschen aus Politik, Kirche und Moschee, dem Bürgerverein, ehemalige und aktuell tätige Polizisten und Polizistinnen und viele andere im Swatten Weg vor. Die Fachleiterinnen für Deutsch, Funda Capan und Sabine Hinrichs, hatten alle Räume vorbereitet und freuten sich, dass alle Vorlesenden die gemütliche Atmosphäre und die vor allem die kleine Gruppe von Kindern genossen. Die Kinder hatten sich vorher für zwei Bücher entschieden und sich in Listen für die Lesezeiten eingetragen, so dass jeder und jede nach seinem/Interesse Abenteuer erlebte, in fremde Länder reiste, Fantasiegeschichten hörte oder lustige Bilder anschaute. Es wurden bekannte Bücher wie „Pippi Langstrumpf“ oder „Die ???“ vorgelesen, aber auch Neuentdeckungen, die von Tieren, Familie, Streit, Monstern und Klima handelten.
Insgesamt 40 Gruppen versammelten sich zu je einer Lesezeit und genossen die gemütliche Atmosphäre beim Vorlesen. Alle Schüler und Schülerinnen hörten gebannt zu, stellten Fragen, erzählten eigene Erlebnisse oder lachten gemeinsam über lustige Inhalte. Währenddessen durften einige Kinder im Bauwagen zwischen Kissen liegen, andere auf der der weichen Turnmatte oder dem Teppichboden im Klassenraum. Anschließend war manchmal noch Zeit fürs Malen oder kleine Theaterszenen, so dass sowohl die Kleinen als auch die Großen fröhlich und erfüllt in ihre Klassen zurückkehrten.

















Die Fachleiterinnen für Mathematik, Christine und Ulrike Ritter, 






Auch in diesem Jahr fanden wieder unsere Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“ statt. 







