Fröhliche Einschulungen ohne Kontaktverbot!

Am 25. und 26. August herrschte in ganz Lurup eine fröhliche Stimmung. Überall liefen Familien mit stolzen Kindern samt Schultüten durch die Straßen. Die Polizei und viele Plakate ermahnten Autofahrer zur Vorsicht und die vielen Lehrer*innen und Erzieher*innen, die die Einschulungsfeiern wochenlang vorbereitet hatten, warteten mit Herzklopfen auf ihre neuen Schützlinge.

Im Swatten Weg begrüßten der Stellvertretende Schulleiter Marco Gerritsen und Abteilungsleiterin Gabriele Sauer die zwei neuen 1. Klassen am Dienstag und zwei Vorschulklassen am Mittwoch in der schönen Aula. Das Theaterspiel mit fröhlichem Gesang der Klasse 3a begeisterte die neuen Schulkinder sowie ihre Eltern und Verwandten gleichermaßen.

Im Fahrenort fand die Veranstaltung in der neuen Sporthalle statt. Dort wurden fünf 1. Klassen und zwei Vorschulklassen von Schulleiter Klaus Lemitz und Ganztagsleiterin Anke Sloksnat willkommen geheißen. Mehrere dritte Klassen hatten lustige Theaterstücke für die Einschulungen eingeübt, die sie vor großem Publikum spielten und dafür viel Applaus erhielten.

Dass die Familien mitsamt Omas und Opas, Geschwistern und Patenonkel oder- tante kommen durften, erfreute viele Familien ganz besonders. Als die 220 neu eingeschulten Jungen und Mädchen in den Jahren 2019 – 2021 geboren wurden, war die Welt nämlich vor bzw. mitten in der Corona-Pandemie. Covid 19 beherrschte das Leben der Familien und führte zu vielen Einschränkungen, Kontaktverboten und Begrenzungen.
Diese schwere Anfangszeit der Vorschulkinder und Erstklässler*innen war am Einschulungstag komplett vergessen. Überall sah man glückliche Gesichter und Eltern untereinander oder mit dem Kollegium im Gespräch. Die Fröhlichkeit auf dem Schulhof war anschließend ansteckend – im gesunden Sinne!

Maren Schamp-Wiebe

 

Bruder Jakob begrüßt ukrainische Schulkinder

Am Montag, den 24.08.26, wurden 12 Jungen und Mädchen in der Unterkunft für geflüchtete Menschen aus der Ukraine eingeschult. Die kleine Schule auf dem großen Containergelände in der Schnackenburgallee zwischen Autobahn und Volkspark gehört als dritter Standort zur Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup und wird vom stellvertretenden Schulleiter Marco Gerritsen geleitet. Lehrerin Verena Klein, die den Standort managt, und Lehrer Joel Gransow hatten zusammen mit ihren Kolleginnen die Feier liebevoll vorbereitet und inmitten von Containern auf einer brachliegenden Fläche Bänke für die einzuschulenden Kinder, die Schüler*innen der älteren Jahrgänge und einige Mütter aufgestellt. Rundherum war alles schön geschmückt und die selbst gefüllten Schultüten standen bereit.

Nach einer kurzen Begrüßung, die von Dolmetscherin Katyrina übersetzt wurde, spielte die Klasse 3 f aus dem Fahrenort ein Theaterstück über den faulen Jakob, der nicht arbeiten, sondern immer nur schlafen wollte. Schön verkleidet und sehr lebendig stellten die Drittklässler die lustige Geschichte dar. Das Publikum der Schnackenburgallee schaute gespannt zu und lachte herzhaft, als die Kinder den schlafenden Jakob mit ihren in vielen Sprachen (Englisch, Türkisch, Polnisch, Arabisch, Russisch, Albanisch) vorgetragenem Lied zu wecken versuchten. Erst nach der sechsten Strophe des bekannten Kinderliedes „Bruder Jakob, Bruder Jakob, schläfst du noch? Schläfst du noch? Hörst du nicht die Glocken? Ding, dang, dong…“ wachte dieser endlich auf und läutete die goldene Glocke. Nach dem Applaus für die Schauspielkinder sangen alle gemeinsam die russisch/ukrainische Variante des Liedes: „Brat Ivan“.

Zum Abschluss erhielten die 5 bis 7-jährigen ukrainischen Kinder eine Sonnenblume und eine Schultüte von ihrem neuen Lehrerteam. Jeweils ein älteres Schulkind überreichte dem neuen Vorschulkind oder Erstklässler einen selbst gebastelten Schmetterling, so dass alle anschließend reich beschenkt und fröhlich in ihre erste Unterrichtsstunde gingen. Diese war so aufregend, dass keiner auf die Idee kam, diese wie Bruder Jakob zu verschlafen.

Text: Maren Schamp-Wiebe

Bilder: Ulrike Ritter

Mit Good News in die Ferien

Die Jungen und Mädchen der beiden Kinderkonferenzen strahlten bei ihrem letzten Treffen gegen das Regenwetter an. So viele gute Nachrichten hatten sie bei der Gesamt-Kinderkonferenz, die traditionell am Ende eines Schuljahres in der Fridtjof-Nansen-Schule stattfindet, gesammelt und sich gegenseitig vorgestellt. Stolz berichteten die Schüler und Schülerinnen der Abteilungsleiterin Gabriele Sauer von ihren kleinen und großen Erfolgen.

Im Swatten Weg wurde beispielsweise mit Hilfe des Schulsprecherteams, das immer wieder nachfragte und für Inklusion eintrat, der Fahrstuhl gebaut und feierlich eingeweiht. Zur Freude aller Kinder, die ihre Pause nicht generell auf dem Fußballplatz verbringen und manchmal einen Spielpartner suchen, wurde jüngst eine Bank mit Erzieherin Vasfiye Serifoglou schön bemalt und als „Spiel-mit-mir-Bank“ eingeweiht.

Im Fahrenort wurde das Klettergerüst zum absoluten Highlight gekürt. Zwei Jahre lang hatte die Kinderkonferenz geplant, nachgefragt, mit Hausmeister, Schulleitung und Bauteam gesprochen, bis es im Mai endlich fertiggestellt wurde.

Der Mensa-Rat arbeitete wieder sehr konstruktiv mit Küchenchefin Tanja und Lehrerin Maren Schamp-Wiebe zusammen, durfte bei der Essensauswahl mitbestimmen, erfand den „Mega-Lecker-Tag“ (jeden Mittwoch) und überlegte gemeinsam mit allen, wie man die Essensverschwendung wieder mehr eindämmen könnte. Ebenso erfolgreich setzte sich die Kinderkonferenz mit Streitereien in der Pause auseinander. Um die Situation zu entspannen, öffnete Sozialpädagogin Anne Hellmer die Insel (eine Ruheraum in der Schule) jeden Freitag in der 2. Pause für alle Viertklässler.

Gabriele Sauer dankte den Kindern herzlich für ihr Engagement, das der ganzen Schulgemeinschaft zugutekommt. Dass es Freude macht, sich einzumischen und für wichtige Projekte und Veränderungen einzusetzen, war in allen Gesichtern deutlich zu sehen. Fröhlich starten diese Kinder mit ihren Good News in die Sommerferien.

MSW

Schule als Ausdauersport

Lehrerin Barbara Früchtnicht in den Ruhestand verabschiedet

Dass Schule und Sport für Barbara Früchtnicht zusammen gehören, wurde bei einer feierlichen Verabschiedung der beliebten Lehrerin am 03. Juli 2026 mehr als deutlich. Die studierte Mathe- und Sportlehrerin stand während ihrer Lehrerlaufban Hunderte von Stunden in der Sporthalle, um Kindern und Jugendlichen die Freude an der Bewegung zu vermitteln. Und weil Barbara Früchtnicht selbst so gern Sport treibt und auf fröhliche und humorvolle Art Schüler und Schülerinnen motivieren kann, werden die allermeisten auch gute Erinnerungen an ihren Sportunterricht haben.

Barbara Früchtnicht studierte sowohl das – wie es damals noch hieß – höhere als auch das Grundschul-Lehramt und absolvierte ihr Referendariat an der Fridtjof-Nansen-Schule und der Geschwister-Scholl-Schule in Lurup. Nach zwei Jahren als Junglehrerin an der Fridtjof-Nansen-Schule im Swatten Weg wechselte sie für eine kurze Zeit an eine Grund- und Hauptschule nach Barmstedt.

Da sie den Kontakt zu ihren Kollegen in Lurup gehalten und schöne Erinnerungen an die Arbeit an der Grundschule hatte, ließ Früchtnicht sich 2002 noch einmal versetzen: zurück an die Fridtjof-Nansen-Schule, allerdings den Standort Fahrenort.

Dort blieb sie dann die letzten 24 Jahren ihres Berufslebens und nahm ihre beruflichen Aufgaben sportlich. Der schulische Alltag verlangte Ausdauer und die bewies Früchtnicht vielfach: So begleitete sie fast sechs Durchgänge von Klasse 1 bis 4 als Klassenlehrerin. Erst mit Erzieherin Heidi Franken, dann mit Doris Möller als Sonderpädagogin brachte sie den Schülern und Schülerinnen in ihren Integrations-Klassen Lesen, Schreiben, Rechnen, Tanzen, Turnen, Fairness und Schauspiel bei. Mit ganz viel Herz und Liebe förderte und forderte sie jedes ihr anvertraute Kind, organisierte zahlreiche Ausflüge und Feste, übte mit den Kindern niveauvolle Theaterstücke und Tanzaufführungen ein und bescherte den Klassen unvergessliche Klassenfahrten.

Als Fachleitung für Sport organisierte sie jeden Sommer das Spiel- und Sportfest, führte das Geräteturnen für die Bundesjugendspiele ein und räumte so manche Stunde den Geräteraum der Sporthalle auf. Wenn dieser mal wieder chaotisch aussah, weil nicht richtig weggeräumt worden war, konnte Barbara Früchtnicht lautstark ihrem Ärger Luft machen, wie bei der Feier von Kollegen als Sketch dargeboten wurde. Dieses lebhafte Temperament kam dem Personalrat der Schule zugute, dem sie 15 Jahre lang angehörte und den sie zuletzt auch leitete. Sachlich, aber unnachgiebig stritt sie für bessere Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte und des pädagogischen Personals.

Mit Barbara Früchtnicht verlässt eine überaus engagierte Kollegin die Fridtjof-Nansen-Schule. Sie hinterlässt viele Spuren und hat die Schulgemeinschaft in vielem geprägt. Nun werden viele von ihr initiierte Projekte wie die Ausbildung der Streitschlichter oder die Schuldisco von jüngeren Kolleginnen weitergeführt. Schulleitung und Kollegium dankten Barbara Früchtnicht zum Abschied für ihre großartige Arbeit und wünschen ihr einen sportlichen Ruhestand.

MSW

Schülerkonzerte der JeKi-Kinder 2026 begeisterten das Publikum

Musik lag in der Luft in dieser Sommerwoche an der Fridtjof-Nansen-Schule:

Bei den diesjährigen Schülerkonzerten des JeKi-Programms (Jedem Kind ein Instrument) präsentierten die Kinder aus den 3. und 4. Klassen mit viel Freude und Engagement, was sie im vergangenen Schuljahr gelernt hatten.

Am Montag erklangen die Beiträge der 3. Klässlerinnen und 3. Klässler in der Pausenhalle am Fahrenort. Donnerstag und Freitag ging es dann weiter mit den Abschlusskonzerten der 4. Klassen.

In der großen Aula am Swatten Weg bewiesen die Schülerinnen und Schüler mit ihren abwechslungsreichen Instrumentalbeiträgen, wie viel Fleiß und Arbeit sie unter Anleitung ihrer JeKI-Lehrkräfte in den vergangenen Monaten in den Instrumentalunterricht investiert haben. Das Publikum belohnte alle Auftritte mit anhaltendem Applaus.
Den krönenden Abschluss bildete bei beiden Konzerten ein gemeinsames Orchesterstück. Am Donnerstag wurden die Eltern von „Set fire to the rain“ (Adele) verzaubert- alle Jeki Lehrerinnen und Lehrer spielten zusammen mit den Kindern des Standort-Ensembles vom Swatten Weg. Das Publikum war sichtlich beeindruckt und begeistert.


Am Freitag musizierten die knapp 100 Schülerinnen und Schüler des Fahrenorts gemeinsam die Melodie „It’s raining Tacos“. Sie sorgten mit ihrer mitreißenden Darbietung für einen besonderen Höhepunkt des Konzerts, der dem Publikum Gänsehaut bescherte.

Die Freude am gemeinsamen Musizieren war bei allen Konzerten deutlich zu spüren und begeisterte Eltern, Familien und das Kollegium gleichermaßen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen beteiligten Kindern, den JeKi-Lehrkräften sowie Frau Sauer und Frau Helmboldt mit allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieser gelungenen musikalischen Auftritte beigetragen haben. Wir freuen uns schon auf die nächsten Schülerkonzerte.                                            DH

World Ocean Day 2026 – mit den Klima – Detektiven der FNS

Am 08. Juni 2026 wurden die Deichtorhallen Hamburg zum Klassenzimmer für über 3000 Kinder aus ganz Deutschland. Die Klima – Detektive des 3. und 4. Jahrgangs der FNS waren live mit dabei – mit etwa 80 anderen Kindern aus 3.- 6. Klassen aus Hamburg und Umgebung. Viele weitere Kinder waren aus ihren Klassenzimmern aus ganz Deutschland zugeschaltet.

Anlässlich des World Ocean Day drehte sich in dieser Bildungsveranstaltung alles um die Zukunft der Meere, den Klimawandel und die Rechte von Kindern. Das Projekt wurde zum wiederholten Male gemeinsam mit UNICEF und dem Team Malizia umgesetzt und von den Deichtorhallen Hamburg ausgerichtet. Team Malizia ist die Bezeichnung für das internationale Segelprojekt um Boris Herrmann. Es verbindet Hochseesegeln mit Umweltbildung und engagiert sich mit der My Ocean Challenge für den Klimaschutz.

waagerecht

Innerhalb des bildgewaltigen Vortrags am Vormittag des 8. Juni wurde den Kindern vermittelt, welche Bedeutung der Ozean für das Klima hat und warum der Schutz unserer Meere so wichtig ist. Das Segelteam berichtete den Kindern von Forschungsreisen auf hoher See, zuletzt entlang der Antarktis Ende 2025. Eine Teilnehmerin der Reise zeigte beeindruckende Bilder von der Arbeit auf dem Schiff umgeben von riesigen Eisbergen. Dabei erklärte sie den Kindern anschaulich, wie eng Klimafragen mit dem Alltag auf See verbunden sind. Anschließend kam Meeresbiologe und Forschungstaucher Uli Kunz auf die Bühne und erzählte eindrucksvoll von den besonderen Momenten der Reise, vielen Pinguinen und den bunten Korallen im eiskalten Eismeer (die Temperatur des Wassers beträgt dort nur 1 Grad!) – die Kinder lauschten gebannt.

Anschließend gaben einige Akteurinnen von UNICEF Deutschland Impulse, wie Kinderrechte untrennbar mit dem Thema Klimaschutz verbunden sind.

Nach einer kurzen Fragerunde – digital und live vor Ort – gab es eine gemeinsame künstlerische Performance auf dem Hof der Deichtorhallen zum Thema „Das Meer ist in Bewegung“, bevor wir uns auf den Rückweg zur Schule machten.

Die Klima Detektive hätten gerne mehr Zeit gehabt, um die Crew der Malizia über ihre Erfahrungen auf hoher See zu befragen und noch mehr spannende Bilder zu sehen. Zuvor hatten sie sich im Unterricht über das Forschungsschiff und die My Ocean Challenge informiert und Fragen gesammelt. Ideen, wie der Ozean weiter geschützt werden kann und warum dies so wichtig ist, haben wir aber auf jeden Fall mit nach Hause genommen.                                                              DH

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JeKi Konzert „SpielZeit“ – mit 3 Kindern der FNS

Am letzten Mai- Wochenende fand in der Hamburger Carl-Cohn-Schule die JeKi SpielZeit 2026 statt. Diese bot musikalisch besonders motivierten Schülerinnen und Schülern aus den Hamburger Schulen die Gelegenheit, gemeinsam zu musizieren und das Zusammenspiel in einem großen Ensemble zu erleben. 

Aus der FNS waren in diesem Jahr drei motivierte Schüler und Schülerinnen dabei, die sich extra das Wochenende freigehalten haben, um gemeinsam zu musizieren. An den Percussion Instrumenten, auf dem Kornett und der Geige unterstützten Laureen, Louisa und Daniel das große Orchester.

Die Veranstaltung wurde von Iris Paiska und Katharina Katze geleitet. Sie begleiteten mit sieben weiteren Instrumentallehrkräften und einem engagierten Helferteam die 60 Kinder aus 21 JeKi-Schulen durch das Wochenende. Für die meisten Kinder war es eine neue Erfahrung, in einem großen Symphonieorchester mitzuspielen. Die Proben für die drei Stücke aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns fanden drinnen und draußen statt – sowohl in Kleingruppen als auch im großen Orchester. Zwischendurch blieb Zeit für eine leckere Pizza-Pause und zum gemeinsamen Spielen.

Neben dem Instrumentalspiel wurde auch getanzt: eine Choreografin unterstützte die Kinder dabei, die Musik in Tanzbewegungen umzusetzen.

Den feierlichen Abschluss des ereignisreichen Wochenendes bildete ein Konzert für die Familien. Sie konnten bei schönstem Wetter miterleben, wie ihre Kinder den „Marsch des Löwen“, die „Schildkröten“ und den „Elefanten präsentierten.

So endete ein Wochenende voller Musik, gemeinsamer Erlebnisse und vieler neuer Eindrücke, das sicherlich allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Organisationsteam hofft, dass die JeKi SpielZeit allen teilnehmenden Kindern viel Freude am Musizieren bereitet hat – und ihnen vielleicht auch neue Impulse für ihre musikalische Zukunft geben konnte. JeKiHH/ DH

Luruper Fotoarbeiten in Deichtorhallen

Die Fotografien mehrerer Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule sind aktuell in den Deichtorhallen zu bewundern. Der Nansen-Klub, ein Kurs für leistungsstarke und begabte Kinder, hatte am Fotowettbewerb für Hamburger Schulen teilgenommen. Dieser Wettbewerb fand bereits zum 10. Mal statt und lud alle Klassenstufen von 1 – 13 ein, sich mit dem Thema „Anders und doch gleich“ auseinander zu setzen.

Aus 233 eingesandten Bildern wählte die Jury 20 Fotos aus, die am 9. Juni in der Halle für aktuelle Kunst in den Deichtorhallen prämiert wurden. Eine Gruppe aus Eltern und Kindern des Nansen-Klubs nahm an der offiziellen Feier mit ihren Lehrerinnen Ulrike Ritter und Maren Schamp-Wiebe teil. Die dritte Leiterin Christine Ritter hatte den Wettbewerb mit initiiert und zusammen mit dem Fotografen Olaf Tamm die Schüler*innen beraten, bei der technischen Bearbeitung unterstützt und an Untertiteln gefeilt.

Alle Fotografien der Nansen-Klub-Kinder sind in Form einer Wand-Collage präsentiert. Groß ausgestellt und mit Urkunde und viel Applaus belohnt wurde das Foto von Samuel Davis aus der Klasse 4 e. Sein Bild trägt den Titel „Zwei Schlitten“ und spiegelt auf humorvolle Weise die Impressionen eines 10-jährigen Jungen zum Thema „Anders und doch gleich“ wider.

MSW

Luruper Plattschnacker gewinnt Zwischenentscheid!

Wie bereits Tradition, richtete die Fridtjof-Nansen-Schule wieder den Zwischenentscheid für den Hamburger Wettbewerb „Jungs un Deerns leest Platt“ für Grundschulen aus dem Westen aus. Am 20. Mai versammelten sich insgesamt 14 Schüler und Schülerinnen aus sechs verschiedenen Grundschulen Hamburgs in der schön geschmückten und eingedeckten Aula im Swatten Weg. Der Chor stimmte mit einem Kanon und dem plattdeutschen Tanzlied „Danz up de Deel“ fröhlich in die Veranstaltung ein.

Anschließend führte die Organisatorin des Wettbewerbs, Anke Hoyer, durch das Programm und bat die Kinder nacheinander ans Lesepult. Dort lasen diese ca. drei Minuten lang einen geübten Text auf Plattdeutsch vor großem Publikum vor. Zur Unterstützung waren nämlich viele Eltern, Geschwister und Großeltern, aber auch Lehrerinnen und Lehrer, angereist.

Vier Kinder der Fridtjof-Nansen-Schule waren im Vorentscheid nominiert worden. Sie präsentierten ihre Texte allesamt überzeugend und sehr lebendig. Am Ende stachen aber ein Junge und ein Mädchen besonders hervor und erhielten „das Ticket“ für den Endausscheid im Ohnsorgtheater. Am 28. Juni werden Lilli Steller von der Schule Curslack-Neuengamme und Salih Erdogan von der Fridtjof-Nansen-Schule im Swatten Weg sich gegen Grundschüler aus dem Hamburger Osten beweisen.

Salih freute sich riesig über seinen Erfolg mit der Geschichte „Emil hett dat Been broken“. Genauso glücklich waren Lilian Kielhorn und Sabine Hinrichs. Beide Rentnerinnen hatten wochenlang mit ihm und den anderen drei Kandidaten geübt und sie mit dem Plattdeutschen vertraut gemacht.

Auch Schulleiter Klaus Lemitz äußerte sich stolz: „Ich gratuliere Salih ganz herzlich zu seinem 1. Platz und ich bin sehr dankbar, dass es das Projekt „Plattdeutsch“ im Bereich Begabtenförderung an meiner Schule gibt!“

MSW

OlympiJAAAAA ! Abstimmung in der Fridtjof-Nansen-Schule

Die Bewerbung um die Ausrichtung von Olympia in 10, 14 oder 18 Jahren ist gerade ein großes Thema in der Stadt Hamburg. Auf Diskussionsveranstaltungen und Plakaten werden verschiedenste Argumente gegen oder für die Bewerbung ausgetauscht.

Da die Schüler und Schülerinnen zum Zeitpunkt einer eventuellen Ausrichtung von Olympia in Hamburg junge Erwachsene sein und als Luruper BürgerInnen durch die Nähe zu den Austragungsstätten und dem olympischen Dorf „mittendrin“ sein würden, beschlossen die Leiterinnen des Nansen-Klubs, das Thema in den Unterricht zu holen.

Von März an beschäftigten sich die teilnehmenden Kinder intensiv mit der Geschichte von Olympia, erarbeiteten in Kleingruppen wichtige Informationen zu den Austragungsorten, Sportdisziplinen, den Kosten, der Organisation, den Medaillen u.v.m.

Im Anschluss daran wurden Pro- und Contra-Argumente gesammelt. Hilfreich war dafür eine Fragestunde mit dem Politiker und Bürgerschaftsabgeordneten Oktay Özdemir. Die Schüler und Schülerinnen löcherten ihn zwei Stunden mit vorher vorbereiteten und zum Teil sehr kritischen Fragen, die er alle geduldig beantwortete.

Die willkürliche Einteilung per Los in Olympiabefürworter und -gegner war für viele Kinder zunächst eine große Herausforderung. Obwohl sie die Bewerbung ablehnten, sollten sie Argumente für Olympia finden? Letztendlich gelang es aber allen Schülern und Schülerinnen, ihre zugeteilte Rolle anzunehmen und sowohl mündlich als auch schriftlich in Form von Wahlplakaten gegen oder für zu argumentieren.

Die erstellten Plakate wurden Ende April für die Schulöffentlichkeit ausgestellt. An zwei Donnerstagen zogen die Nansen-Klub-Kinder anschließend in Teams durch die Klassen. Souverän berichteten sie über das Projekt, erklärten den meist unwissenden Klassen, was eigentlich Olympia ist und für unsere Stadt bedeuten würde.

Anschließend brachten Gegner und Befürworter ihre Argumente vor und baten nach Klärung aller Fragen um die Abstimmung per Wahlzettel.

Insgesamt 294 Kinder nahmen an der schulinternen Wahl teil. Alle Wahlzettel lagen bis zuletzt gefaltet in der selbstgebastelten Wahlurne und durften nicht angeschaut werden. Das steigerte die Spannung auf die Auszählung, die dann am 21. Mai erfolgte.

Die Schülerschaft der Fridtjof-Nansen-Schule stimmte mehrheitlich für eine Bewerbung der Stadt Hamburg. Zwar wurden 101 Nein-Stimmen abgegeben, aber die 193 Ja-Stimmen überwogen am Ende: Die Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort sagt: „OlympiJAAA! “.

Christine und Ulrike Ritter sowie Maren Schamp-Wiebe als Organisatorinnen des Projekts waren sehr stolz auf ihren Nansen-Klub, der in diesen Unterrichtswochen auf spielerische Art und Weise Demokratie gelernt und vor allem umgesetzt hat. Die Streitkultur wurde geübt, der Austausch von sachlichen Pro- und Contra-Argumenten abgewogen und am Ende ein Ergebnis akzeptiert, das nur die Meinung der Mehrheit, aber nicht der gesamten Schülerschaft widerspiegelt.

Mit Spannung werden die Kinder nun verfolgen, wie die erwachsenen Wähler in Hamburg bei der Wahl entscheiden.

Maren Schamp-Wiebe

Fotos: Rike Ritter