Am 25. und 26. August herrschte in ganz Lurup eine fröhliche Stimmung. Überall liefen Familien mit stolzen Kindern samt Schultüten durch die Straßen. Die Polizei und viele Plakate ermahnten Autofahrer zur Vorsicht und die vielen Lehrer*innen und Erzieher*innen, die die Einschulungsfeiern wochenlang vorbereitet hatten, warteten mit Herzklopfen auf ihre neuen Schützlinge.
Im Swatten Weg begrüßten der Stellvertretende Schulleiter Marco Gerritsen und Abteilungsleiterin Gabriele Sauer die zwei neuen 1. Klassen am Dienstag und zwei Vorschulklassen am Mittwoch in der schönen Aula. Das Theaterspiel mit fröhlichem Gesang der Klasse 3a begeisterte die neuen Schulkinder sowie ihre Eltern und Verwandten gleichermaßen.
Im Fahrenort fand die Veranstaltung in der neuen Sporthalle statt. Dort wurden fünf 1. Klassen und zwei Vorschulklassen von Schulleiter Klaus Lemitz und Ganztagsleiterin Anke Sloksnat willkommen geheißen. Mehrere dritte Klassen hatten lustige Theaterstücke für die Einschulungen eingeübt, die sie vor großem Publikum spielten und dafür viel Applaus erhielten.
Dass die Familien mitsamt Omas und Opas, Geschwistern und Patenonkel oder- tante kommen durften, erfreute viele Familien ganz besonders. Als die 220 neu eingeschulten Jungen und Mädchen in den Jahren 2019 – 2021 geboren wurden, war die Welt nämlich vor bzw. mitten in der Corona-Pandemie. Covid 19 beherrschte das Leben der Familien und führte zu vielen Einschränkungen, Kontaktverboten und Begrenzungen.
Diese schwere Anfangszeit der Vorschulkinder und Erstklässler*innen war am Einschulungstag komplett vergessen. Überall sah man glückliche Gesichter und Eltern untereinander oder mit dem Kollegium im Gespräch. Die Fröhlichkeit auf dem Schulhof war anschließend ansteckend – im gesunden Sinne!
Maren Schamp-Wiebe















Am Montag, den 24.08.26, wurden 12 Jungen und Mädchen in der Unterkunft für geflüchtete Menschen aus der Ukraine eingeschult. Die kleine Schule auf dem großen Containergelände in der Schnackenburgallee zwischen Autobahn und Volkspark gehört als dritter Standort zur Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup und wird vom stellvertretenden Schulleiter Marco Gerritsen geleitet. Lehrerin Verena Klein, die den Standort managt, und Lehrer Joel Gransow hatten zusammen mit ihren Kolleginnen die Feier liebevoll vorbereitet und inmitten von Containern auf einer brachliegenden Fläche Bänke für die einzuschulenden Kinder, die Schüler*innen der älteren Jahrgänge und einige Mütter aufgestellt. Rundherum war alles schön geschmückt und die selbst gefüllten Schultüten standen bereit.
Nach einer kurzen Begrüßung, die von Dolmetscherin Katyrina übersetzt wurde, spielte die Klasse 3 f aus dem Fahrenort ein Theaterstück über den faulen Jakob, der nicht arbeiten, sondern immer nur schlafen wollte. Schön verkleidet und sehr lebendig stellten die Drittklässler die lustige Geschichte dar. Das Publikum der Schnackenburgallee schaute gespannt zu und lachte herzhaft, als die Kinder den schlafenden Jakob mit ihren in vielen Sprachen (Englisch, Türkisch, Polnisch, Arabisch, Russisch, Albanisch) vorgetragenem Lied zu wecken versuchten. Erst nach der sechsten Strophe des bekannten Kinderliedes „Bruder Jakob, Bruder Jakob, schläfst du noch? Schläfst du noch? Hörst du nicht die Glocken? Ding, dang, dong…“ wachte dieser endlich auf und läutete die goldene Glocke. Nach dem Applaus für die Schauspielkinder sangen alle gemeinsam die russisch/ukrainische Variante des Liedes: „Brat Ivan“.
Zum Abschluss erhielten die 5 bis 7-jährigen ukrainischen Kinder eine Sonnenblume und eine Schultüte von ihrem neuen Lehrerteam. Jeweils ein älteres Schulkind überreichte dem neuen Vorschulkind oder Erstklässler einen selbst gebastelten Schmetterling, so dass alle anschließend reich beschenkt und fröhlich in ihre erste Unterrichtsstunde gingen. Diese war so aufregend, dass keiner auf die Idee kam, diese wie Bruder Jakob zu verschlafen.






































