Fast zwei Jahre mussten die Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort auf die Eröffnung ihres Klettergerüstes warten – eine Geduldsprobe für alle Kinder, die tagtäglich das ersehnte Spielgerät hinter Bauzäunen sahen, aber nicht erobern durften.
Am 18. Mai wurde das Klettergerüst nun mit der ganzen Schulgemeinschaft feierlich eingeweiht. Ein Lehrerteam hatte zusammen mit der Kinderkonferenz eine Feier vorbereitet und das Spielgerät mit Luftballons und bunten Bändern geschmückt.

Als alle 400 Jungen und Mädchen mit ihren Klassenteams um das mit Absperrband fest umwickelte Klettergerüst standen, war die Spannung zum Greifen nah. Zu gern hätten 800 Beine Anlauf genommen und sich beim Klettern erprobt. Zunächst fand jedoch ein kleines Programm statt, das Maren Schamp-Wiebe moderierte. Marco Gerritsen, stellvertretender Schulleiter der FNS, bedankte sich bei allen Schülern für ihre Geduld und den Einsatz beim Sponsorenlauf. Dieser hatte schon im Herbst 2024 stattgefunden und eine Summe von ca. 12.000 Euro eingebracht. Mit Hilfe weiterer Spenden vom Schulverein, einem großen Zuschuss aus dem Schulbudget und der Unterstützung durch Kollegium und Elternrat konnte ein großes Klettergerüst bestellt werden.
„Wir hatten so viel Geld gesammelt und dachten, das Klettergerüst würde nach Weihnachten stehen! Aber dann hieß es warten, warten und warten….“ fasste die Schulsprecherin Lena ihren Frust zusammen. Und die anderen beiden Schulsprecher Henk und Seynep ergänzten: „Es hat fast ein Jahr gedauert, bis endlich die Bauarbeiten begannen und der Kran mit dem Gestell kam. Wir haben 20 Monate gewartet auf diesen Moment. Aber jetzt ist er endlich da – HURRA!“
Dass Schulleitung und Hausmeister immer dran blieben und die Bauarbeiten vorantrieben, lag auch an der Hartnäckigkeit der Kinder aus der Klasse 4 g. Diese hatten mit ihrer Lehrerin Kira Nehring mehrere Zeichnungen von Klettergerüsten angefertigt und diese immer wieder der Schulleitung präsentiert. Auch die Kinderkonferenz befasste sich in mehreren Sitzungen mit dem Projekt Klettergerüst, traf sich mit dem Hausmeister und der Schulleitung sowie den Bauleuten.
Bevor Marco Gerritsen mit dem Schulsprecherteam in zehn Metern Höhe das Band feierlich durchschnitt, sangen alle Kinder und Erwachsenen unter Anleitung von Daniela Helmboldt noch fröhlich das Schullied mit einer neuen Strophe:
Ganz neu ist unser Kletterpark,
das Klettern macht uns alle stark.
Wir wollen hoch hinaus –
Dafür gibt es Applaus.
Den Applaus gab es lang und kräftig, als endlich der Jahrgang 4 das Klettergerüst erobern konnte. In den nächsten Wochen werden alle Kinder der Schule in die Höhe klettern. Vielleicht wird der eine oder andere dabei den Applaus der fröhlichen Einweihungsfeier im Ohr haben.
MSW














Insgesamt 100 Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule nahmen am Samstag, den 25. April, am Hamburger Haspa-Marathon für Kinder teil. Viele Kinder waren besonders motiviert, da die Schule im letzten Jahr einmal ausgesetzt hatte. Nun konnten alle laufbegeisterten Jungen und Mädchen endlich wieder zeigen, was in ihnen steckt. Andere hatten sich vor allem wegen der guten Stimmung des Events angemeldet, von dem ältere Geschwister oder Freunde begeistert erzählt hatten.
Während die großen Marathonläufer eine Distanz von 42 km absolvieren, laufen die Kinder traditionell einen Zehntel der Strecke. Für ein Grundschulkind sind 4,2 km aber eine lange Distanz, die auch längst nicht alle durch liefen. Das Ziel im Blick und die fröhliche Stimmung genießend schafften aber alle Kinder die Strecke und wurden schließlich mit einem Getränk und kleinen Leckereien, vor allem aber mit einer Medaille, belohnt.
Der jüngste Läufer war Matti aus der 1 c und die schnellste Läuferin Nike. Sie schaffte die Zehntelstrecke in nur 20,09 Minuten und erhielt großen Applaus. Die Eltern nahmen ihre verschwitzten, aber glücklichen Kinder, stolz in die Arme und beglückwünschten sie für ihre Leistung. Der stellvertretende Schulleiter Marco Gerrittsen war sehr zufrieden und meinte: „Es war eine großartige Veranstaltung mit bester Stimmung. Es hat alles geklappt und im nächsten Jahr wollen wir auf jeden Fall wieder starten!“ 












Zahlreiche Eltern und ältere Geschwister hatten sich wieder zum Helfen bereit erklärt. So saß an jedem Tisch eine Mutter oder ein Vater und erklärte freundlich die Aufgabe, die es zu lösen galt. Helfen war nicht erlaubt, aber Tipps geben schon und vor allem die Kinder zu motivieren, was viele Eltern liebevoll taten.
Bei der Siegerehrung herrschte gespannte Stille. Bevor einzelne Gruppen geehrt wurden, lösten die beiden Fachleiterinnen das leckerste Rätsel: Die Kinder hatten in einem Klassenraum die Anzahl der Fruchtgummi-Schlümpfe in einem Glas schätzen müssen. Das ließ dem einen oder andern Kind das Wasser im Mund zusammenlaufen: 157 Stück war die richtige Lösung, die niemand ganz, aber viele fast richtig geschätzt hatten.









Wochenlang hatten die Schüler:innen im Sportunterricht vorher mit ihren Sportlehrkräften geübt. Die Aufregung stieg, je näher der Termin für die Bundesjugendspiele rückte. Als die beiden Fachleiter:innen für Sport, Janine Beck und Torsten Schöwing, endlich den Start der Bundesjugendspiele verkündeten, wich der Aufregung vor allem die Freude an der Bewegung.
Je nach Altersstufe variierten die Anforderungen an den fünf Stationen Reck, Barren, Kasten, Schwebebalken und Boden. Alle Kinder zeigten motiviert ihr Können und wurden von helfenden Eltern freundlich angeleitet und motiviert.
Die besten drei Ergebnisse und die Punte der Miteinanderübung wurden anschließend von den Sportlehrkräften addiert. Für besonders hohe Punktzahlen gab es anschließend eine Ehrenurkunde, für alle anderen eine ebenso schöne Teilnehmerurkunde.



Wenn 500 Menschen auf einmal trommeln, ist das mit dem ganzen Körper zu spüren. Als die Schulgemeinschaft der Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort jeden Morgen in der neuen Sporthalle zusammenkam, um mit Trommelapplauschef Bernhard Heitsch zu trommeln, machten fast alle Menschen voller Begeisterung mit: Die Vorschulkinder genauso wie alle anderen Jahrgänge von Klasse 1 – 4, die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung, das Erzieher:innenteam sowie die vielen Schulbegleitungen, die sich um Kinder mit Förderbedarf kümmern.
Am späten Freitagvormittag strömten dann Hunderte von Eltern und Großeltern in die Kirche, um an den beiden Aufführungen teilzunehmen. In jeweils 45 Minuten reiste die trommelnde Schulgemeinschaft zu Djembes Familie nach Afrika und begegnete unterwegs den unterschiedlichsten Tieren. Sowohl Schüler und Schülerinnen als auch die Zuschauenden staunten über die Verwandlungsfähigkeit ihres Trommellehrers, der scheinbar mühelos vom Trommeln zu Gesang, von Gitarrenbegleitung zu Choreographie wechselte und dabei feinste Stimmungswechsel wahrnahm. Das Publikum klatschte begeistert und honorierte die Aufführungen mit lächelnden Gesichtern.












Maren Schamp-Wiebe moderierte die Matinee und führte jeden plattdeutschen Text und Sketch kindgerecht und humorvoll ein. Trotzdem war es mitunter nicht leicht, den Texten über gebrochene Beine, Ufos aus dem Weltall, Freundschaftsbücher und tierischen Streit mit dem Herrgott zu folgen. Die kleinen und großen Zuschauer:innen waren jedoch die ganze Zeit über leise und aufmerksam und honorierten damit den Mut der Viertklässler, die ihre Texte souverän vortrugen.

