Wer in der vergangenen Woche im Swatten Weg an der Grundschule vorbeiging, konnte es hören: rhytmischer Trommelschlag und fröhlicher Gesang klang bis zum Bürgersteig und brachte den einen oder anderen Vorbeigehenden zum Lächeln. Vom 16. bis zum 20. Februar fand im Standort Swatten Weg der Luruper Fridtjof-Nansen-Schule der TROMMELAPPLAUS statt. Im Anschluss daran erleben die 400 Kinder im Fahrenort die inspirierende Projektwoche.
Jeden Tag begannen alle 200 Schüler:innen mit ihren Klassenlehrer:innen mit einer gemeinsamen Trommeleinheit. Schon ab Tag 2 nahm sich jedes Kind beim Eintreten in die Aula eine Djembe und setzte sich im Schneidersitz auf den Boden, um nach Herzenslust zu trommeln. Der Trommellehrer Jonas nahm die Kinder mit auf eine Reise nach Afrika, ließ sie wilden Tieren begegnen, Kanu fahren und vom Sternenhimmel träumen. Mühelos wechselte er von Trommel zu Gitarre, Gesang und Choreographie.
Im Laufe des Tages durften alle Vorschulkinder sowie die Jahrgänge 1 – 4 unter sich noch eine knappe halbe Stunde trommeln und sich auf ihren Einsatz vorbereiten. Jeder Altersstufe war nämlich vorher eine Rolle zugewiesen worden und so bastelten die Klassen kreative Masken und Verkleidungen.
Nach zwei Generalproben am Donnerstag hatte die Schule alle Eltern und Verwandten zu zwei großen Aufführungen am Freitagnachmittag eingeladen und sehr viele Menschen kamen! Mit explosiver Energie begeisterte Jonas die trommelnden Kinder und Zuschauenden gleichermaßen und zog alle in seinen Bann. Mit Leichtigkeit kletterte er die Bühne rauf und runter und schauspielerte, tanzte, trommelte und sang hinreißend. Das Publikum klatschte freudig und honorierte, dass ihre Kinder in nur fünf Tagen eine so großartige Gemeinschaftsaufführung einstudiert hatten.
Finanziert wurde der Trommelapplaus durch einen Sponsorenlauf der ganzen Schule im Herbst 2025. Manche Eltern mussten damals tief in die Tasche greifen, weil ihr Kind so viele Runden gelaufen war. Während der Trommelwoche erlebten die meisten aber zu Hause singende und gut gelaunte Kinder und spätestens bei der Aufführung war ihnen klar, dass dieses Erlebnis jeden Cent wert gewesen war.
Die Organisatoren, Abteilungsleiterin Gabriele Sauer und Schulleiter Klaus Lemitz, waren am Freitag sehr zufrieden und beendeten die Woche genauso beschwingt wie die Kinder und ihre Eltern.
MSW













Maren Schamp-Wiebe moderierte die Matinee und führte jeden plattdeutschen Text und Sketch kindgerecht und humorvoll ein. Trotzdem war es mitunter nicht leicht, den Texten über gebrochene Beine, Ufos aus dem Weltall, Freundschaftsbücher und tierischen Streit mit dem Herrgott zu folgen. Die kleinen und großen Zuschauer:innen waren jedoch die ganze Zeit über leise und aufmerksam und honorierten damit den Mut der Viertklässler, die ihre Texte souverän vortrugen.


Trotz Eis und Schnee machten sich 33 Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule am 6. und 7. Januar 2026 auf, um den königlichen Segen in die Klassenzimmer zu bringen und Freude im Stadtteil zu verbreiten. Wie seit vielen Jahren Tradition hatten die beiden Fachleiterinnen für Religion, Natalie Bade und Maren Schamp-Wiebe, die Sternsingeraktion in Kooperation mit der St. Jakobusgemeinde wieder organisiert.





Passend zur Aktion wollten sich die „Klima-Detektive“ der Schule die Verkehrssituation auf dem Fahrenort genauer anschauen. Werden überhaupt Kinder mit dem Auto gebracht? Steigen viele SchülerInnen aus dem Bus? Nutzen alle FußgängerInnen die Ampel, um sicher zum Eingang der FNS zu kommen? Diesen und weiteren Fragen gingen die motivierten DrittklässlerInnen bei ihren Verkehrserzählungen nach und machten teilweise erschreckende Erfahrungen.
Einige Kinder haben gezählt, wie viele Personen – vor allem Eltern mit ihren Kindern – über die Straße gelaufen sind, statt die naheliegende Ampel zu nutzen. Das waren 24 Kinder – an einem Morgen! „Das ist extrem gefährlich, vor allem in diesem Durcheinander kurz vor 8 Uhr morgens“, meinen die Schüler dazu. „Bitte geht über die Ampel“, schreibt ein Junge auf ein Plakat für den Schaukasten der Schule.



Die Fridtjof-Nansen-Schule veranstaltete rund um den Martinstag drei Laternenumzüge. Sowohl im Swatten Weg als auch im Fahrenort und in der Schnackenburgallee zogen die Schüler und Schülerinnen fröhlich singend mit ihren Laternen durch die Straßen. Die Temperaturen waren untypisch für November und fühlten sich spätsommerlich an. Doch nicht nur deswegen wurde den Menschen bei allen drei Laternenfesten warm (ums Herz). Die Geschichte von St. Martin erwärmte alle Zuschauenden, als sie am 11.11.26 in aufwändigen historischen Kostümen von Lehrern und Lehrerinnen aufgeführt wurde. Als St. Martin seinen roten Mantel mit dem Schwert teilte und die eine Hälfte dem armen Bettler gab, hätte man
in der vollen Jakobuskirche eine Stecknadel fallen hören. Davor und danach wurden Laternenlieder gesungen, begleitet vom Lehrerorchester, und Brötchen geteilt. Das Abschlusslied „Lichterkinder“ mit Rapeinlage berührte alle Anwesenden sehr und ließ sie beschwingt zurück in die Schule laufen.





In der Schreibstube übersetzten sie einen Bibelvers vom Hebräischen ins Deutsche und versuchten, diesen mit Feder und Tinte leserlich zu notieren. Im Keller lauschten sie der spannenden Geschichte vom Gewitter, in dem Martin Luther im Falle des Überlebens Gott geschworen hatte, ins Kloster zu gehen. In der Dunkelheit bei Kerzenschein dachten die Schüler und Schülerinnen über eigene Grenzerfahrungen und die Kraft des Gebets nach. An der dritten Station wartete schon Johann Tetzel (Anne Appel-Bielefeldt) und versuchte, sie zum Kauf eines Ablassbriefes zu überreden. Hanne jedoch zeigte ihnen auf, wofür sie ihre Taler eigentlich dringend benötigten (Holz, Essen, Trinken, Medizin, Schulgeld). Die Jungen und Mädchen wogen ab und entschieden sich dann für oder gegen den Kauf eines Ablassbriefes, der ihnen angeblich einen Platz im Himmel zusichern würde.
An der vierten Station schrieben alle Schülerinnen und Schüler eigene Thesen auf, die sie anschließend an die Holztür hämmerten und damit sichtbar machten. Welche Probleme gab und gibt es und was brauchen Kinder? „Jedes Kind soll Essen und Trinken haben und ein sicheres Zuhause!“ forderte das eine Kind. Ein anderes schrieb: „Kein Mensch kommt ins Fegefeuer. Gott hat jeden lieb!“. Und ein Schüler machte sich Gedanken über die Ungerechtigkeit in der Welt heute: „Es ist unfair, dass Menschen gezwungen werden, dass sie in den Krieg müssen, dass Kinder arbeiten müssen, und dass manche Kinder geschlagen werden!“.

In den Sommerferien sollten die teilnehmenden 1. Klassen aus Hamburg nämlich nicht erneut einen Turm der Stadt Hamburg erlesen, sondern eine bestimmte Schienenstrecke im Miniatur Wunderland. In den vergangenen Jahren lasen die Hamburger Schulkinder so viele Bücher, dass diese übereinander gestapelt die Höhe des Michels, des Fernsehturms, des Rathausturms, der Blauen Moschee usw. erreichten. Im Sommer rief der „Büchtertürme-Wettbewerb“ aber eine ganz neue Idee aus: Kinder, lest euch von Hamburg nach Knuffingen!
Als Siegerklasse gewannen sie einen kostenlosen Besuch des Miniatur Wunderlandes. Der Jubel über den Preis war gewaltig und der Ausflug in die Speicherstadt am 4. November wunderschön.
Recht schnell entdeckte ein Mädchen den Zug mit den Büchertürmen, was alle erfreute. Beim Fototermin mit dem Chef des Wunderlands strahlten die Kinder mit ihren Lehrerinnen Anke Kelpe, Ulrike Ritter und Maren Schamp-Wiebe um die Wette.