Schule als Ausdauersport

Lehrerin Barbara Früchtnicht in den Ruhestand verabschiedet

Dass Schule und Sport für Barbara Früchtnicht zusammen gehören, wurde bei einer feierlichen Verabschiedung der beliebten Lehrerin am 03. Juli 2026 mehr als deutlich. Die studierte Mathe- und Sportlehrerin stand während ihrer Lehrerlaufban Hunderte von Stunden in der Sporthalle, um Kindern und Jugendlichen die Freude an der Bewegung zu vermitteln. Und weil Barbara Früchtnicht selbst so gern Sport treibt und auf fröhliche und humorvolle Art Schüler und Schülerinnen motivieren kann, werden die allermeisten auch gute Erinnerungen an ihren Sportunterricht haben.

Barbara Früchtnicht studierte sowohl das – wie es damals noch hieß – höhere als auch das Grundschul-Lehramt und absolvierte ihr Referendariat an der Fridtjof-Nansen-Schule und der Geschwister-Scholl-Schule in Lurup. Nach zwei Jahren als Junglehrerin an der Fridtjof-Nansen-Schule im Swatten Weg wechselte sie für eine kurze Zeit an eine Grund- und Hauptschule nach Barmstedt.

Da sie den Kontakt zu ihren Kollegen in Lurup gehalten und schöne Erinnerungen an die Arbeit an der Grundschule hatte, ließ Früchtnicht sich 2002 noch einmal versetzen: zurück an die Fridtjof-Nansen-Schule, allerdings den Standort Fahrenort.

Dort blieb sie dann die letzten 24 Jahren ihres Berufslebens und nahm ihre beruflichen Aufgaben sportlich. Der schulische Alltag verlangte Ausdauer und die bewies Früchtnicht vielfach: So begleitete sie fast sechs Durchgänge von Klasse 1 bis 4 als Klassenlehrerin. Erst mit Erzieherin Heidi Franken, dann mit Doris Möller als Sonderpädagogin brachte sie den Schülern und Schülerinnen in ihren Integrations-Klassen Lesen, Schreiben, Rechnen, Tanzen, Turnen, Fairness und Schauspiel bei. Mit ganz viel Herz und Liebe förderte und forderte sie jedes ihr anvertraute Kind, organisierte zahlreiche Ausflüge und Feste, übte mit den Kindern niveauvolle Theaterstücke und Tanzaufführungen ein und bescherte den Klassen unvergessliche Klassenfahrten.

Als Fachleitung für Sport organisierte sie jeden Sommer das Spiel- und Sportfest, führte das Geräteturnen für die Bundesjugendspiele ein und räumte so manche Stunde den Geräteraum der Sporthalle auf. Wenn dieser mal wieder chaotisch aussah, weil nicht richtig weggeräumt worden war, konnte Barbara Früchtnicht lautstark ihrem Ärger Luft machen, wie bei der Feier von Kollegen als Sketch dargeboten wurde. Dieses lebhafte Temperament kam dem Personalrat der Schule zugute, dem sie 15 Jahre lang angehörte und den sie zuletzt auch leitete. Sachlich, aber unnachgiebig stritt sie für bessere Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte und des pädagogischen Personals.

Mit Barbara Früchtnicht verlässt eine überaus engagierte Kollegin die Fridtjof-Nansen-Schule. Sie hinterlässt viele Spuren und hat die Schulgemeinschaft in vielem geprägt. Nun werden viele von ihr initiierte Projekte wie die Ausbildung der Streitschlichter oder die Schuldisco von jüngeren Kolleginnen weitergeführt. Schulleitung und Kollegium dankten Barbara Früchtnicht zum Abschied für ihre großartige Arbeit und wünschen ihr einen sportlichen Ruhestand.

MSW

JeKi Konzert „SpielZeit“ – mit 3 Kindern der FNS

Am letzten Mai- Wochenende fand in der Hamburger Carl-Cohn-Schule die JeKi SpielZeit 2026 statt. Diese bot musikalisch besonders motivierten Schülerinnen und Schülern aus den Hamburger Schulen die Gelegenheit, gemeinsam zu musizieren und das Zusammenspiel in einem großen Ensemble zu erleben. 

Aus der FNS waren in diesem Jahr drei motivierte Schüler und Schülerinnen dabei, die sich extra das Wochenende freigehalten haben, um gemeinsam zu musizieren. An den Percussion Instrumenten, auf dem Kornett und der Geige unterstützten Laureen, Louisa und Daniel das große Orchester.

Die Veranstaltung wurde von Iris Paiska und Katharina Katze geleitet. Sie begleiteten mit sieben weiteren Instrumentallehrkräften und einem engagierten Helferteam die 60 Kinder aus 21 JeKi-Schulen durch das Wochenende. Für die meisten Kinder war es eine neue Erfahrung, in einem großen Symphonieorchester mitzuspielen. Die Proben für die drei Stücke aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns fanden drinnen und draußen statt – sowohl in Kleingruppen als auch im großen Orchester. Zwischendurch blieb Zeit für eine leckere Pizza-Pause und zum gemeinsamen Spielen.

Neben dem Instrumentalspiel wurde auch getanzt: eine Choreografin unterstützte die Kinder dabei, die Musik in Tanzbewegungen umzusetzen.

Den feierlichen Abschluss des ereignisreichen Wochenendes bildete ein Konzert für die Familien. Sie konnten bei schönstem Wetter miterleben, wie ihre Kinder den „Marsch des Löwen“, die „Schildkröten“ und den „Elefanten präsentierten.

So endete ein Wochenende voller Musik, gemeinsamer Erlebnisse und vieler neuer Eindrücke, das sicherlich allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Organisationsteam hofft, dass die JeKi SpielZeit allen teilnehmenden Kindern viel Freude am Musizieren bereitet hat – und ihnen vielleicht auch neue Impulse für ihre musikalische Zukunft geben konnte. JeKiHH/ DH

Aktuelle Infos

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Personal gesucht (ErzieherIn/SonderpädagogIn/FSJ/BFD)

Die Fridtjof-Nansen-Schule sucht für die Leitung einer Nachmittagsgruppe  eine Erzieherin.

Kontakt: Fridtjof-Nansen-Schule@bsb.hamburg.de
klaus.lemitz@bsb.hamburg.de

 

Die Fridtjof-Nansen-Schule sucht ab sofort eine Sonderpädagogin/einen Sonderpädagogen in Teil- oder Vollzeit.

Kontakt: klaus.lemitz@bsb.hamburg.de

Ihr könnt bei uns ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BFD)absolvieren.

Zu euren Aufgabenfeldern zählen unter anderem:

  • angeleitete Mitarbeit im Klassenunterricht
  • Betreuung und Unterstützung einzelner Schüler
  • Unterstützung bei pflegerischen Maßnahmen
  • Teilnahme an schulischen Aktivitäten (Exkursionen, Ausflüge, Schulfahrten, Feiern usw.)

Gern könnt ihr einen Tag an unserer Schule hospitieren, eure Aufgabenfelder näher kennen lernen und euch mit FSJlern, die derzeit bei uns arbeiten, austauschen.

Wir arbeiten mit dem Internationalen Bund (IB), der AWO sowie EOS-Erlebnispädagogik zusammen, die als Träger für euren Einsatz an unserer Schule fungieren:

Hier geht es zur Informationsseite des IB.

Hier geht es zur Seite der AWO.

Hier geht es zur Seite von EOS-Erlebnispädagogik.

Luruper Plattschnacker gewinnt Zwischenentscheid!

Wie bereits Tradition, richtete die Fridtjof-Nansen-Schule wieder den Zwischenentscheid für den Hamburger Wettbewerb „Jungs un Deerns leest Platt“ für Grundschulen aus dem Westen aus. Am 20. Mai versammelten sich insgesamt 14 Schüler und Schülerinnen aus sechs verschiedenen Grundschulen Hamburgs in der schön geschmückten und eingedeckten Aula im Swatten Weg. Der Chor stimmte mit einem Kanon und dem plattdeutschen Tanzlied „Danz up de Deel“ fröhlich in die Veranstaltung ein.

Anschließend führte die Organisatorin des Wettbewerbs, Anke Hoyer, durch das Programm und bat die Kinder nacheinander ans Lesepult. Dort lasen diese ca. drei Minuten lang einen geübten Text auf Plattdeutsch vor großem Publikum vor. Zur Unterstützung waren nämlich viele Eltern, Geschwister und Großeltern, aber auch Lehrerinnen und Lehrer, angereist.

Vier Kinder der Fridtjof-Nansen-Schule waren im Vorentscheid nominiert worden. Sie präsentierten ihre Texte allesamt überzeugend und sehr lebendig. Am Ende stachen aber ein Junge und ein Mädchen besonders hervor und erhielten „das Ticket“ für den Endausscheid im Ohnsorgtheater. Am 28. Juni werden Lilli Steller von der Schule Curslack-Neuengamme und Salih Erdogan von der Fridtjof-Nansen-Schule im Swatten Weg sich gegen Grundschüler aus dem Hamburger Osten beweisen.

Salih freute sich riesig über seinen Erfolg mit der Geschichte „Emil hett dat Been broken“. Genauso glücklich waren Lilian Kielhorn und Sabine Hinrichs. Beide Rentnerinnen hatten wochenlang mit ihm und den anderen drei Kandidaten geübt und sie mit dem Plattdeutschen vertraut gemacht.

Auch Schulleiter Klaus Lemitz äußerte sich stolz: „Ich gratuliere Salih ganz herzlich zu seinem 1. Platz und ich bin sehr dankbar, dass es das Projekt „Plattdeutsch“ im Bereich Begabtenförderung an meiner Schule gibt!“

MSW

OlympiJAAAAA ! Abstimmung in der Fridtjof-Nansen-Schule

Die Bewerbung um die Ausrichtung von Olympia in 10, 14 oder 18 Jahren ist gerade ein großes Thema in der Stadt Hamburg. Auf Diskussionsveranstaltungen und Plakaten werden verschiedenste Argumente gegen oder für die Bewerbung ausgetauscht.

Da die Schüler und Schülerinnen zum Zeitpunkt einer eventuellen Ausrichtung von Olympia in Hamburg junge Erwachsene sein und als Luruper BürgerInnen durch die Nähe zu den Austragungsstätten und dem olympischen Dorf „mittendrin“ sein würden, beschlossen die Leiterinnen des Nansen-Klubs, das Thema in den Unterricht zu holen.

Von März an beschäftigten sich die teilnehmenden Kinder intensiv mit der Geschichte von Olympia, erarbeiteten in Kleingruppen wichtige Informationen zu den Austragungsorten, Sportdisziplinen, den Kosten, der Organisation, den Medaillen u.v.m.

Im Anschluss daran wurden Pro- und Contra-Argumente gesammelt. Hilfreich war dafür eine Fragestunde mit dem Politiker und Bürgerschaftsabgeordneten Oktay Özdemir. Die Schüler und Schülerinnen löcherten ihn zwei Stunden mit vorher vorbereiteten und zum Teil sehr kritischen Fragen, die er alle geduldig beantwortete.

Die willkürliche Einteilung per Los in Olympiabefürworter und -gegner war für viele Kinder zunächst eine große Herausforderung. Obwohl sie die Bewerbung ablehnten, sollten sie Argumente für Olympia finden? Letztendlich gelang es aber allen Schülern und Schülerinnen, ihre zugeteilte Rolle anzunehmen und sowohl mündlich als auch schriftlich in Form von Wahlplakaten gegen oder für zu argumentieren.

Die erstellten Plakate wurden Ende April für die Schulöffentlichkeit ausgestellt. An zwei Donnerstagen zogen die Nansen-Klub-Kinder anschließend in Teams durch die Klassen. Souverän berichteten sie über das Projekt, erklärten den meist unwissenden Klassen, was eigentlich Olympia ist und für unsere Stadt bedeuten würde.

Anschließend brachten Gegner und Befürworter ihre Argumente vor und baten nach Klärung aller Fragen um die Abstimmung per Wahlzettel.

Insgesamt 294 Kinder nahmen an der schulinternen Wahl teil. Alle Wahlzettel lagen bis zuletzt gefaltet in der selbstgebastelten Wahlurne und durften nicht angeschaut werden. Das steigerte die Spannung auf die Auszählung, die dann am 21. Mai erfolgte.

Die Schülerschaft der Fridtjof-Nansen-Schule stimmte mehrheitlich für eine Bewerbung der Stadt Hamburg. Zwar wurden 101 Nein-Stimmen abgegeben, aber die 193 Ja-Stimmen überwogen am Ende: Die Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort sagt: „OlympiJAAA! “.

Christine und Ulrike Ritter sowie Maren Schamp-Wiebe als Organisatorinnen des Projekts waren sehr stolz auf ihren Nansen-Klub, der in diesen Unterrichtswochen auf spielerische Art und Weise Demokratie gelernt und vor allem umgesetzt hat. Die Streitkultur wurde geübt, der Austausch von sachlichen Pro- und Contra-Argumenten abgewogen und am Ende ein Ergebnis akzeptiert, das nur die Meinung der Mehrheit, aber nicht der gesamten Schülerschaft widerspiegelt.

Mit Spannung werden die Kinder nun verfolgen, wie die erwachsenen Wähler in Hamburg bei der Wahl entscheiden.

Maren Schamp-Wiebe

Fotos: Rike Ritter

Hurra – das Klettergerüst ist endlich da!

Fast zwei Jahre mussten die Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort auf die Eröffnung ihres Klettergerüstes warten – eine Geduldsprobe für alle Kinder, die tagtäglich das ersehnte Spielgerät hinter Bauzäunen sahen, aber nicht erobern durften.

Am 18. Mai wurde das Klettergerüst nun mit der ganzen Schulgemeinschaft feierlich eingeweiht. Ein Lehrerteam hatte zusammen mit der Kinderkonferenz eine Feier vorbereitet und das Spielgerät mit Luftballons und bunten Bändern geschmückt.

Als alle 400 Jungen und Mädchen mit ihren Klassenteams um das mit Absperrband fest umwickelte Klettergerüst standen, war die Spannung zum Greifen nah. Zu gern hätten 800 Beine Anlauf genommen und sich beim Klettern erprobt. Zunächst fand jedoch ein kleines Programm statt, das Maren Schamp-Wiebe moderierte. Marco Gerritsen, stellvertretender Schulleiter der FNS, bedankte sich bei allen Schülern für ihre Geduld und den Einsatz beim Sponsorenlauf. Dieser hatte schon im Herbst 2024 stattgefunden und eine Summe von ca. 12.000 Euro eingebracht. Mit Hilfe weiterer Spenden vom Schulverein, einem großen Zuschuss aus dem Schulbudget und der Unterstützung durch Kollegium und Elternrat konnte ein großes Klettergerüst bestellt werden.

Wir hatten so viel Geld gesammelt und dachten, das Klettergerüst würde nach Weihnachten stehen! Aber dann hieß es warten, warten und warten….“ fasste die Schulsprecherin Lena ihren Frust zusammen. Und die anderen beiden Schulsprecher Henk und Seynep ergänzten: „Es hat fast ein Jahr gedauert, bis endlich die Bauarbeiten begannen und der Kran mit dem Gestell kam. Wir haben 20 Monate gewartet auf diesen Moment. Aber jetzt ist er endlich da – HURRA!“

Dass Schulleitung und Hausmeister immer dran blieben und die Bauarbeiten vorantrieben, lag auch an der Hartnäckigkeit der Kinder aus der Klasse 4 g. Diese hatten mit ihrer Lehrerin Kira Nehring mehrere Zeichnungen von Klettergerüsten angefertigt und diese immer wieder der Schulleitung präsentiert. Auch die Kinderkonferenz befasste sich in mehreren Sitzungen mit dem Projekt Klettergerüst, traf sich mit dem Hausmeister und der Schulleitung sowie den Bauleuten.

Bevor Marco Gerritsen mit dem Schulsprecherteam in zehn Metern Höhe das Band feierlich durchschnitt, sangen alle Kinder und Erwachsenen unter Anleitung von Daniela Helmboldt noch fröhlich das Schullied mit einer neuen Strophe:

Ganz neu ist unser Kletterpark,

das Klettern macht uns alle stark.

Wir wollen hoch hinaus –

Dafür gibt es Applaus.

Den Applaus gab es lang und kräftig, als endlich der Jahrgang 4 das Klettergerüst erobern konnte. In den nächsten Wochen werden alle Kinder der Schule in die Höhe klettern. Vielleicht wird der eine oder andere dabei den Applaus der fröhlichen Einweihungsfeier im Ohr haben.

MSW

In Lurup snackt man Platt

Die Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule waren in den letzten Wochen im Plattdeutsch-Fieber. Sowohl im Swatten Weg als auch im Fahrenort durften Kinder unter der Anleitung der ehemaligen Polizistin Lilian Kielhorn Plattdeutsch lernen. Sprachbegabte Jungen und Mädchen, die sich für das Niederdeutsche interessierten, übten seit den Herbstferien plattdeutsche Redewendungen, Sketche und Texte.

Der Nansen-Klub, ein Kurs für leistungsstarke und begabte Kinder, nimmt bereits zum fünften Mal am Wettbewerb „Hamburger Jungs und Deerns leest Platt“ teil. Dabei treten Schüler:innen von der Klassenstufe 3 bis 13 jeweils innerhalb ihrer Altersstufe gegeneinander an. Sie lesen einen der vorgegebenen Texte und müssen diesen so lebendig und betont präsentieren, dass das Zuhören eine Freude ist.

Schon zwei Mal sind Schüler:innen der Fridtjof-Nansen-Schule ins Finale gekommen und durften im Ohnsorgtheater auftreten.

Am 19. Februar veranstaltete der Fahrenort eine Plattdeutsch-Matinee, an der alle Klassen der Vorlesenden sowie zahlreiche Eltern teilnahmen. Die Jury bestand aus dem „Schoolbaas“ Klaus Lemitz, Lilian Kielhorn, der Lehrerin Nicole Rathjen und Henner Heinsohn. Letzterer hatte vorher mit einigen Kindern zwei kleine plattdeutsche Sketche eingeübt, die zwischen den Texten für viel Heiterkeit sorgten.

Maren Schamp-Wiebe moderierte die Matinee und führte jeden plattdeutschen Text und Sketch kindgerecht und humorvoll ein. Trotzdem war es mitunter nicht leicht, den Texten über gebrochene Beine, Ufos aus dem Weltall, Freundschaftsbücher und tierischen Streit mit dem Herrgott zu folgen. Die kleinen und großen Zuschauer:innen waren jedoch die ganze Zeit über leise und aufmerksam und honorierten damit den Mut der Viertklässler, die ihre Texte souverän vortrugen.

Am Ende musste die Jury sich für zwei Kinder entscheiden, die besonders gut und betont gelesen und die plattdeutsche Sprache beherrscht hatten. Ihre Wahl fiel auf die Schülerinnen Luisa Strohmeier und Eslin Özdemir, die von ihren Klassen bejubelt wurden und sich zu Recht sehr freuten.

Am Standort Swatten Weg fand die standortinterne Ausscheidung bereits am 10. Februar statt. Mit tollen plattdeutschen Beiträgen begeisterten die Kinder das Publikum. Leyli Shami und Salih Erdogan konnten sich hier durchsetzen und werden den Standort Swatten Weg in der nächsten Runde vertreten.

Nun werden sich alle auf den Zwischenentscheid der Schulen in Hamburg-West vorbereiten. Dass dieser wahrscheinlich wieder in der Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup ausgetragen werden wird, überrascht so manche Schule aus Finkenwerder und Blankenese, aber so ist es nun mal: In Lurup snackt man Platt!

MSW

Begabtenförderung an der FNS

Begabtenförderung an der FNS

Jedes Kind an der Fridtjof-Nansen-Schule hat vielfältige Begabungen. Diese können im:

  • naturwissenschaftlich-technischen,
  • mathematisch-räumlichen,
  • sportlich-motorischen,
  • musischen,
  • sprachlichen oder
  • sozialen Bereich

liegen.

Die Fridtjof-Nansen-Schule fördert und fordert jedes Kind nach seinen Möglichkeiten und Bedürfnissen. 

Etwa 3 % aller Schüler und Schülerinnen weisen statistischen Angaben zufolge eine besondere Begabung oder Hochbegabung auf. Diese Jungen und Mädchen müssen nicht immer die Klassenbesten sein.

Sie fallen jedoch durch eine schnelle Auffassungsgabe, besondere Freude am selbstständigen Lernen und Forschen oder eine Teilleistungsbegabung auf. Diese Kinder brauchen oft über den Unterricht im Klassenverband hinaus Herausforderungen und komplexe Aufgaben, die sie fordern. 

Einige Kurse im Ganztag wenden sich gezielt an leistungsstarke, begabte oder hochbegabte Kinder, wie z.B. der Mathe-Zirkel, das Sprachkarussell, der Lichtwark-Kunstkurs, das Musik-Ensemble, die Streitschlichter-Ausbildung oder die digitale Schülerzeitung (Nansen-News).

Zum anderen können begabte Schülerinnen und Schülern von ihren Lehrkräften für den NANSEN-KLUB vorgeschlagen werden. Dieser Kurs wird im Swatten Weg von Kristin Rebekka Gödel, im Fahrenort von Ulrike Ritter, Christine Ritter und Maren Schamp-Wiebe geleitet und ist als Drehtürmodell konzipiert (d.h. parallel zum Fachunterricht).

Am NANSEN-KLUB nehmen im Swatten Weg 15, im Fahrenort max. 30 Schüler und Schülerinnen aus den Jahrgängen 2 – 4 an beiden Standorten teil.

Inhalte sind forschendes Lernen, die Teilnahme an Wettbewerben sowie die Entwicklung und Durchführung von Projekten und Aktionen. Die Kursteilnehmenden stellen sich digitalen und naturwissenschaftlichen Herausforderungen, führen eigenständig Experimente durch und/oder erlernen die plattdeutsche Sprache.

Beratung und Informationen:

Kristin Rebekka Gödel

Fachkraft für Begabtenförderung im SW

Maren Schamp-Wiebe

Fachkraft für Begabtenförderung im FO

Kontaktanfrage über Sdui oder maren.schamp-wiebe@fns.hamburg.de

 

 

 

Haltende Elterntaxis trotz Aktion „Zu Fuß zur Schule“ – Gefährliche Situationen am Fahrenort

Im Oktober fanden die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“ der Verkehrsbehörde statt, an denen die Fridtjof-Nansen-Schule jährlich teilnimmt. Mit der Aktion soll erreicht werden, dass möglichst alle Kinder autofrei in die Schule kommen.

Passend zur Aktion wollten sich die „Klima-Detektive“ der Schule die Verkehrssituation auf dem Fahrenort genauer anschauen. Werden überhaupt Kinder mit dem Auto gebracht? Steigen viele SchülerInnen aus dem Bus? Nutzen alle FußgängerInnen die Ampel, um sicher zum Eingang der FNS zu kommen? Diesen und weiteren Fragen gingen die motivierten DrittklässlerInnen bei ihren Verkehrserzählungen nach und machten teilweise erschreckende Erfahrungen.

„Wir haben gesehen, wie viele Autos direkt vor der Schule halten und Kinder aussteigen lassen. Das waren 14 Autos innerhalb von 16 Minuten“, berichten zwei Schüler. „Dabei hat es nicht geregnet oder gestürmt.“ Besonders erschreckend fanden die „Klima-Detektive“ diese gefährliche Situation. „Beinahe wäre ein Unfall passiert, weil ein Auto plötzlich hielt und die Tür aufgerissen wurde. Dabei ist fast ein Fahrradfahrer gestürzt.“

Einige Kinder haben gezählt, wie viele Personen – vor allem Eltern mit ihren Kindern – über die Straße gelaufen sind, statt die naheliegende Ampel zu nutzen. Das waren 24 Kinder – an einem Morgen! „Das ist extrem gefährlich, vor allem in diesem Durcheinander kurz vor 8 Uhr morgens“, meinen die Schüler dazu. „Bitte geht über die Ampel“, schreibt ein Junge auf ein Plakat für den Schaukasten der Schule.

Andere Kinder zählten, wie viele Autos von Eltern auf den Schulparkplatz fuhren. „Es gab ein richtiges Verkehrschaos und sogar hupende Autos, weil Elternautos auf den Mitarbeiterparkplatz gefahren sind. Die Kinder zu Fuß kamen kaum daran vorbei“, berichten die DrittklässlerInnen.

Alle „Klima-Detektive“ betonen noch einmal, worum es ihnen geht: „Wenn vor unserer Schule weniger Fahrzeuge fahren und halten, ist der Schulweg für all sicherer. Und zu Fuß kommen hält fit, ist gesund und macht Spaß!“

Die Kinder sind sich einig: Das Halten der Elterntaxis vor und neben der Schule ist eine Gefahr für alle VerkehrsteilnehmerInnen. Die „Klima-Detektive“ hoffen nun auf die Einsicht dieser Eltern. Zudem bitten die Kinder um Unterstützung der Schulleitung sowie der Polizei, um durch Präsenz die teilweise gefährliche Straßensituation auf dem Fahrenort zu verbessern.

Denn alle sollten das ganze Jahr über „zu Fuß zur Schule“ kommen – aber sicher!

DH