OlympiJAAAAA ! Abstimmung in der Fridtjof-Nansen-Schule

Die Bewerbung um die Ausrichtung von Olympia in 10, 14 oder 18 Jahren ist gerade ein großes Thema in der Stadt Hamburg. Auf Diskussionsveranstaltungen und Plakaten werden verschiedenste Argumente gegen oder für die Bewerbung ausgetauscht.

Da die Schüler und Schülerinnen zum Zeitpunkt einer eventuellen Ausrichtung von Olympia in Hamburg junge Erwachsene sein und als Luruper BürgerInnen durch die Nähe zu den Austragungsstätten und dem olympischen Dorf „mittendrin“ sein würden, beschlossen die Leiterinnen des Nansen-Klubs, das Thema in den Unterricht zu holen.

Von März an beschäftigten sich die teilnehmenden Kinder intensiv mit der Geschichte von Olympia, erarbeiteten in Kleingruppen wichtige Informationen zu den Austragungsorten, Sportdisziplinen, den Kosten, der Organisation, den Medaillen u.v.m.

Im Anschluss daran wurden Pro- und Contra-Argumente gesammelt. Hilfreich war dafür eine Fragestunde mit dem Politiker und Bürgerschaftsabgeordneten Oktay Özdemir. Die Schüler und Schülerinnen löcherten ihn zwei Stunden mit vorher vorbereiteten und zum Teil sehr kritischen Fragen, die er alle geduldig beantwortete.

Die willkürliche Einteilung per Los in Olympiabefürworter und -gegner war für viele Kinder zunächst eine große Herausforderung. Obwohl sie die Bewerbung ablehnten, sollten sie Argumente für Olympia finden? Letztendlich gelang es aber allen Schülern und Schülerinnen, ihre zugeteilte Rolle anzunehmen und sowohl mündlich als auch schriftlich in Form von Wahlplakaten gegen oder für zu argumentieren.

Die erstellten Plakate wurden Ende April für die Schulöffentlichkeit ausgestellt. An zwei Donnerstagen zogen die Nansen-Klub-Kinder anschließend in Teams durch die Klassen. Souverän berichteten sie über das Projekt, erklärten den meist unwissenden Klassen, was eigentlich Olympia ist und für unsere Stadt bedeuten würde.

Anschließend brachten Gegner und Befürworter ihre Argumente vor und baten nach Klärung aller Fragen um die Abstimmung per Wahlzettel.

Insgesamt 294 Kinder nahmen an der schulinternen Wahl teil. Alle Wahlzettel lagen bis zuletzt gefaltet in der selbstgebastelten Wahlurne und durften nicht angeschaut werden. Das steigerte die Spannung auf die Auszählung, die dann am 21. Mai erfolgte.

Die Schülerschaft der Fridtjof-Nansen-Schule stimmte mehrheitlich für eine Bewerbung der Stadt Hamburg. Zwar wurden 101 Nein-Stimmen abgegeben, aber die 193 Ja-Stimmen überwogen am Ende: Die Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort sagt: „OlympiJAAA! “.

Christine und Ulrike Ritter sowie Maren Schamp-Wiebe als Organisatorinnen des Projekts waren sehr stolz auf ihren Nansen-Klub, der in diesen Unterrichtswochen auf spielerische Art und Weise Demokratie gelernt und vor allem umgesetzt hat. Die Streitkultur wurde geübt, der Austausch von sachlichen Pro- und Contra-Argumenten abgewogen und am Ende ein Ergebnis akzeptiert, das nur die Meinung der Mehrheit, aber nicht der gesamten Schülerschaft widerspiegelt.

Mit Spannung werden die Kinder nun verfolgen, wie die erwachsenen Wähler in Hamburg bei der Wahl entscheiden.

Maren Schamp-Wiebe

Fotos: Rike Ritter

Haltende Elterntaxis trotz Aktion „Zu Fuß zur Schule“ – Gefährliche Situationen am Fahrenort

Im Oktober fanden die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“ der Verkehrsbehörde statt, an denen die Fridtjof-Nansen-Schule jährlich teilnimmt. Mit der Aktion soll erreicht werden, dass möglichst alle Kinder autofrei in die Schule kommen.

Passend zur Aktion wollten sich die „Klima-Detektive“ der Schule die Verkehrssituation auf dem Fahrenort genauer anschauen. Werden überhaupt Kinder mit dem Auto gebracht? Steigen viele SchülerInnen aus dem Bus? Nutzen alle FußgängerInnen die Ampel, um sicher zum Eingang der FNS zu kommen? Diesen und weiteren Fragen gingen die motivierten DrittklässlerInnen bei ihren Verkehrserzählungen nach und machten teilweise erschreckende Erfahrungen.

„Wir haben gesehen, wie viele Autos direkt vor der Schule halten und Kinder aussteigen lassen. Das waren 14 Autos innerhalb von 16 Minuten“, berichten zwei Schüler. „Dabei hat es nicht geregnet oder gestürmt.“ Besonders erschreckend fanden die „Klima-Detektive“ diese gefährliche Situation. „Beinahe wäre ein Unfall passiert, weil ein Auto plötzlich hielt und die Tür aufgerissen wurde. Dabei ist fast ein Fahrradfahrer gestürzt.“

Einige Kinder haben gezählt, wie viele Personen – vor allem Eltern mit ihren Kindern – über die Straße gelaufen sind, statt die naheliegende Ampel zu nutzen. Das waren 24 Kinder – an einem Morgen! „Das ist extrem gefährlich, vor allem in diesem Durcheinander kurz vor 8 Uhr morgens“, meinen die Schüler dazu. „Bitte geht über die Ampel“, schreibt ein Junge auf ein Plakat für den Schaukasten der Schule.

Andere Kinder zählten, wie viele Autos von Eltern auf den Schulparkplatz fuhren. „Es gab ein richtiges Verkehrschaos und sogar hupende Autos, weil Elternautos auf den Mitarbeiterparkplatz gefahren sind. Die Kinder zu Fuß kamen kaum daran vorbei“, berichten die DrittklässlerInnen.

Alle „Klima-Detektive“ betonen noch einmal, worum es ihnen geht: „Wenn vor unserer Schule weniger Fahrzeuge fahren und halten, ist der Schulweg für all sicherer. Und zu Fuß kommen hält fit, ist gesund und macht Spaß!“

Die Kinder sind sich einig: Das Halten der Elterntaxis vor und neben der Schule ist eine Gefahr für alle VerkehrsteilnehmerInnen. Die „Klima-Detektive“ hoffen nun auf die Einsicht dieser Eltern. Zudem bitten die Kinder um Unterstützung der Schulleitung sowie der Polizei, um durch Präsenz die teilweise gefährliche Straßensituation auf dem Fahrenort zu verbessern.

Denn alle sollten das ganze Jahr über „zu Fuß zur Schule“ kommen – aber sicher!

DH

Besuch auf dem Milchbauernhof – Ein lehrreicher Vormittag auf dem Land

Im Rahmen des Sachunterrichts zum Thema „Nutztiere“ unternahm die Klasse 2a einen spannenden Ausflug zum Milchbauernhof Thießen in Borstel-Hohenrade. Dank der tatkräftigen Unterstützung einiger Eltern, die Fahrgemeinschaften mit Privat-PKWs organisierten, verlief die Anreise unkompliziert und entspannt.

Vor Ort wurden die Kinder herzlich empfangen und durften zunächst frische Milch direkt vom Hof probieren – ein echtes Geschmackserlebnis! Anschließend führte Frau Thießen die Klasse über den Familienbetrieb. Die Schülerinnen und Schüler waren durch den Unterricht gut vorbereitet und stellten viele interessierte Fragen. Besonders spannend waren die Gespräche über die Ernährung der Kühe mit Grassilage und Maissilage, also durch Konservierung haltbar gemachten Pflanzen.

Insgesamt leben rund 480 Kühe und Kälber auf dem Hof, die von den Kindern gefüttert und auch gestreichelt werden durften – ein echtes Highlight! Zum Abschluss konnten sich alle auf dem Heuspielplatz austoben und sich über Milchprodukte austauschen.

Die frische Landluft und der direkte Kontakt zu den Tieren machten den Vormittag zu einem besonderen Erlebnis. Begeistert und mit vielen neuen Eindrücken kehrte die Klasse zurück – und war sich einig: Diese drei Stunden vergingen wie im Flug!