Während des Konzertes am Mittwoch, den 24.01.2024, hielten viele Schüler und Schülerinnen phasenweise die Luft an. So spannend und mit ausdrucksvoller Stimme und körperlichem Einsatz erzählte Kay Philipp Fuhrmann von „Live Music Now Hamburg e.V.“ das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew.
Die Dritt- und Viertklässler verfolgten gespannt die Geschichte vom Jungen Peter, der im Garten seines Großvaters Vogel, Ente und Katze begegnet und leichtsinnigerweise die Gartenpforte auflässt, so dass der Wolf die Ente verschlingen und zur Gefahr für alle werden kann. Der Junge kommt auf die rettende Idee, den wütenden Wolf mit Hilfe des kleinen Vogels zu fangen und wird dafür am Ende musikalisch in einem Triumphzug gefeiert.
Die Musikerinnen der Yehudi Menuhin-Stiftung „Live music now“ mit ihrer Koordinatorin Catrin Gräfin zu Stolberg waren der Einladung von Lehrerin Daniela Helmboldt gefolgt und traten für alle Schülerinnen und Schüler auf, die an dem erfolgreichen Schulprojekt „ JeKI (Jedem Kind ein Instrument)“ teilnehmen.
Finanziert wurde das Konzert durch einen hohen Sponsorenbetrag der o.g. Stiftung sowie einem Anteil aus dem JeKI-Topf der Schule. Mercan Demirkanli an der Querflöte, Freya Linea Obijon an der Oboe, Chi Yun Chou an der Klarinette, Carolina Kühler am Horn und Yuka Takahashi am Fagott ließen die Figuren des Musikstücks lebendig werden und spielten direkt vor den Augen und Ohren der Kinder die passenden Passagen für Ente, Vogel, Wolf und Katze sowie Großvater, Peter und die Jäger.
Es war für viele Jungen und Mädchen ein beeindruckendes Erlebnis, die im Musikunterricht besprochenen Instrumente und die jungen, leidenschaftlich musizierenden Studentinnen live zu erleben.
MSW


























Der große und aufregende Auftritt vor Mitschülern und Mitschülerinnen folgte aber erst am 9. und 10. Januar. Mit Hilfe von Eltern wurden alle Kinder eingekleidet, das Lied geprobt und der Ablauf besprochen. Die Requisiten wurden verteilt: der Stern, das Weihrauchgefäß, die Spendendose, Bilder aus Amazonien, um den Spendenzweck vorzustellen. Dann ging es auch schon los: Die Fachleiterinnen Natalie Bade und Maren Schamp-Wiebe, die seit vielen Jahren diese Aktion organisieren, hatten vorher für jede Gruppe einen Besuchsplan erstellt: Jede der sechs Sternsingergruppen besuchte ungefähr fünf Klassen. Einige traten außerdem für die Schulleitung, den Hausmeister und die Mitarbeitenden im Sekretariat auf. Einzelne Gruppen zogen auch durch den Stadtteil und besuchten das Spielhaus im Fahrenort, die Kita Emmaus und die Kita St. Jakobus.





Die Hausmeister erhellen die Schulhöfe mit Lichterketten, die Innenräume werden festlich geschmückt. Im Fahrenort verwandelte Hausmeister Timo Hansmann die Pausenhalle in einen lichterhellen, stimmungsvollen Raum und erhielt dafür großen Applaus.
Am Montagmorgen versammelten sich dann alle Klassen zu stimmungsvollen Adventsfeiern. Während es draußen noch dunkel war und heftig schneite, leuchteten Lichter und Kerzen und viele Augen der erwartungsvollen Kinder. Gabi Sauer, Daniela Helmboldt und Maren Schamp-Wiebe leiteten den Gesang an und moderierten die Feier. Es wurden spannende Geschichten von Bischhof Nikolaus erzählt und der Adventskalender mit Rätselfotos vorgestellt, den die Lehrerinnen Ulrike und Christine Ritter traditionell für die ganze Schule organisieren.



Vor dem Start des gemeinsamen Laternenumzuges wurde ein kleines Programm dargeboten. So traten einige Kinder mit ihren Trompeten auf und zeigten, was sie im Jeki-Unterricht gelernt hatten. Der Chor sang herbstliche Lieder und animierte das Publikum, mit ihnen gemeinsam Laternenlieder zu singen. Viele Texte handelten von der Barmherzigkeit St. Martins. Dessen Geschichte hatten alle Fahrenort-Klassen am Vormittag in der Jakobuskirche erlebt, als Lehrer und Lehrerinnen sowie eine Erzieherin das Martinsspiel aufführten. In tollen Kostümen, die der kürzlich verstorbene Vater Holger Schaper Schule und Gemeinde geschenkt hatte, und eindrucksvollen Requisiten, wurde die Teilung des Mantels für den frierenden Bettler in Szene gesetzt. Die Aufführung begeisterte Alt und Jung zugleich. Im Anschluss daran wurden auf dem Kirchhof Brötchen, die von Harry Brot gespendet worden waren, miteinander geteilt.





Für knapp 2 Stunden tauchen die Schüler und Schülerinnen in die Welt des späten Mittelalters ein, erleben eine Tischszene im Hause Luther, kleiden sich in Umhänge und erhalten einen Backstein, den sie die ganze Zeit mit sich tragen müssen. Dabei spüren sie die Schwere der Zeit, die vielen Ängste der Menschen damals vor Krankheit, Tod und Hölle. Dass sich die Ablassprediger diese Furcht zunutze machten, empört die Kinder immer wieder aufs Neue. Sie gehen in die Diskussion mit Ablassprediger Tetzel und erklären ihm, was sie im Religionsunterricht gelernt haben: Gott liebt alle Menschen und er vergibt auch Schuld. Niemand muss Geld bezahlen, um in den Himmel zu kommen!


















Mit Beginn des Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022 gab es eine große Flüchtlingsbewegung, bei welcher auch in Hamburg viele Menschen Zuflucht suchten. In Zuge dessen entstand ein vergleichsweise großes Lager für diese geflüchteten Menschen in der Schnackenburgallee 81 (kurz SBA, ehemals HSV Parkplatz Braun), welches bis heute das Zuhause von aktuell ca. 780 ukrainischen Geflüchteten ist. D
In diesem einen Jahr konnten wir gemeinsam mit den Kindern ganz viele verschiedene Herausforderungen bewältigen und haben es geschafft, in dieser besonderen Situation ein schulisches Zuhause für die Kinder zu erschaffen. Gerade das ist dem Kollegium und der Schulleitung zu verdanken, die sich tagtäglich für die Kinder einsetzen und dadurch auch mehr als einfach nur Lehrkraft sind.