Trommeln, bis der Boden bebt

Auch der Fahrenort erlebte eine Woche Trommelapplaus

Wenn 500 Menschen auf einmal trommeln, ist das mit dem ganzen Körper zu spüren. Als die Schulgemeinschaft der Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort jeden Morgen in der neuen Sporthalle zusammenkam, um mit Trommelapplauschef Bernhard Heitsch zu trommeln, machten fast alle Menschen voller Begeisterung mit: Die Vorschulkinder genauso wie alle anderen Jahrgänge von Klasse 1 – 4, die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung, das Erzieher:innenteam sowie die vielen Schulbegleitungen, die sich um Kinder mit Förderbedarf kümmern.

Bei einigen Rhythmen bebte der Boden und brachte auch den letzten Zweifler dazu, sich auf die Geschichte von der kleinen Djembe einzulassen, die zurück zu ihren Eltern nach Afrika wollte.

Alle trommelten mit Händen und Fingern, klatschten, tanzten und sangen nach Herzenslust unter Anleitung eines einzelnen Mannes. Bernhard Heitsch war bereits zum dritten Mal zu Gast in der Fridtjof-Nansen-Schule und müsste langsam müde oder fahrig werden, weil er seit Jahrzehnten jede Woche neu mit Schulkindern in ganz Deutschland trommelt. Von Müdigkeit oder Alterserscheinungen aber keine Spur: Dieser Trommellehrer war von der ersten bis zur letzten Minute mit ganzem Herz und vollem Körpereinsatz bei der Sache. Er leitete die vielen Menschen kompetent und humorvoll an und ließ ein unvergleichliches Gemeinschaftsgefühl entstehen.

Damit Maren Schamp-Wiebe, die sich an der Fridtjof-Nansen-Schule um viele Projekte und Veranstaltungen kümmert, den Trommelapplaus wieder buchen konnte, hatte die Schule im Herbst 2025 einen Sponsorenlauf organisiert. Bei diesem waren die Kinder sehr viele Runden gelaufen und hatten damit eine große Summe an Sponsorengeldern „verdient“: genug Geld, um den Trommelapplaus für 2 Wochen zu engagieren und Material für die Tiermasken und Verkleidungen zu besorgen.

Drei Tage lang trommelten Kinder und Erwachsene in der Sporthalle auf dem Schulgelände, dann wurden die Djembes wieder abtransportiert. Am Donnerstag und Freitag traf sich jeweils die Hälfte aller Klassen in der St. Jakobuskirche, die ihren Kirchsaal freundlicherweise wieder zur Verfügung gestellt hatte. Im Altarraum saßen die verkleideten Affen, Löwen, Zebras, Vögel, Elefanten, Krokodile und Sterne. Jeweils eine Tiergruppe durfte für den eigenen Auftritt aufstehen und sich zur Trommelmusik bewegen, während die anderen den Backgroundchor darstellten.

Am späten Freitagvormittag strömten dann Hunderte von Eltern und Großeltern in die Kirche, um an den beiden Aufführungen teilzunehmen. In jeweils 45 Minuten reiste die trommelnde Schulgemeinschaft zu Djembes Familie nach Afrika und begegnete unterwegs den unterschiedlichsten Tieren. Sowohl Schüler und Schülerinnen als auch die Zuschauenden staunten über die Verwandlungsfähigkeit ihres Trommellehrers, der scheinbar mühelos vom Trommeln zu Gesang, von Gitarrenbegleitung zu Choreographie wechselte und dabei feinste Stimmungswechsel wahrnahm. Das Publikum klatschte begeistert und honorierte die Aufführungen mit lächelnden Gesichtern.

Anschließend verabschiedeten sich die Jungen und Mädchen nicht nur von „ihren“ Trommeln, sondern auch von den Lehrkräften und Klassenkameraden in die wohlverdienten Ferien. Gut gelaunt und fröhlich singend verließen die vielen Menschen den Kirchhof.

MSW

Hamburg räumt auf – und die FNS macht mit!

Auch 2026 haben die Schülerinnen und Schüler der Fridtjof-Nansen-Schule kräftig mitgeholfen, Lurups Straßen zu säubern. Im Rahmen der Aktion „Hamburg räumt auf“ wurden Ende Februar bereits einige Straßen, Grünstreifen und Plätze rund um den Fahrenort von allerlei Müll befreit. Dazu gehörten neben viel Plastik, leeren Glasflaschen und Zigarettenresten auch einzelne Schuhe oder achtlos weggeworfener Hausrat. Aufgrund der besonderen Wetterbedingungen – immerhin lag bis 19.2. Schnee – und der tollen Aktion „Trommelzauber“, an der die ganze Schule teilgenommen hat (Extra Artikel) blieb allerdings nicht genug Zeit innerhalb des Aktionszeitraums, um mit jeder Klasse sammeln zu gehen.

Die Kinder der Klima AG haben daher geplant, die Aktion an der Schule nach den Frühjahrsferien zu verlängern. „Wir haben ja noch Handschuhe und Müllsäcke in der Schule. Die verteilen wir nach den Ferien an alle Klassen – und können im März noch einmal Müll sammeln gehen“, meinen die Drittklässler dazu. Und „wenn man einmal anfängt, sauberzumachen, macht es richtig Spaß – und danach sieht es in Lurup noch schöner aus!“

DH

 

Trommelapplaus für die Fridtjof-Nansen-Schule im Swatten Weg

Wer in der vergangenen Woche im Swatten Weg an der Grundschule vorbeiging, konnte es hören: rhytmischer Trommelschlag und fröhlicher Gesang klang bis zum Bürgersteig und brachte den einen oder anderen Vorbeigehenden zum Lächeln. Vom 16. bis zum 20. Februar fand im Standort Swatten Weg der Luruper Fridtjof-Nansen-Schule der TROMMELAPPLAUS statt. Im Anschluss daran erleben die 400 Kinder im Fahrenort die inspirierende Projektwoche.

Jeden Tag begannen alle 200 Schüler:innen mit ihren Klassenlehrer:innen mit einer gemeinsamen Trommeleinheit. Schon ab Tag 2 nahm sich jedes Kind beim Eintreten in die Aula eine Djembe und setzte sich im Schneidersitz auf den Boden, um nach Herzenslust zu trommeln. Der Trommellehrer Jonas nahm die Kinder mit auf eine Reise nach Afrika, ließ sie wilden Tieren begegnen, Kanu fahren und vom Sternenhimmel träumen. Mühelos wechselte er von Trommel zu Gitarre, Gesang und Choreographie.

Im Laufe des Tages durften alle Vorschulkinder sowie die Jahrgänge 1 – 4 unter sich noch eine knappe halbe Stunde trommeln und sich auf ihren Einsatz vorbereiten. Jeder Altersstufe war nämlich vorher eine Rolle zugewiesen worden und so bastelten die Klassen kreative Masken und Verkleidungen.

Nach zwei Generalproben am Donnerstag hatte die Schule alle Eltern und Verwandten zu zwei großen Aufführungen am Freitagnachmittag eingeladen und sehr viele Menschen kamen! Mit explosiver Energie begeisterte Jonas die trommelnden Kinder und Zuschauenden gleichermaßen und zog alle in seinen Bann. Mit Leichtigkeit kletterte er die Bühne rauf und runter und schauspielerte, tanzte, trommelte und sang hinreißend. Das Publikum klatschte freudig und honorierte, dass ihre Kinder in nur fünf Tagen eine so großartige Gemeinschaftsaufführung einstudiert hatten.

Finanziert wurde der Trommelapplaus durch einen Sponsorenlauf der ganzen Schule im Herbst 2025. Manche Eltern mussten damals tief in die Tasche greifen, weil ihr Kind so viele Runden gelaufen war. Während der Trommelwoche erlebten die meisten aber zu Hause singende und gut gelaunte Kinder und spätestens bei der Aufführung war ihnen klar, dass dieses Erlebnis jeden Cent wert gewesen war.

Die Organisatoren, Abteilungsleiterin Gabriele Sauer und Schulleiter Klaus Lemitz, waren am Freitag sehr zufrieden und beendeten die Woche genauso beschwingt wie die Kinder und ihre Eltern.

MSW

Haltende Elterntaxis trotz Aktion „Zu Fuß zur Schule“ – Gefährliche Situationen am Fahrenort

Im Oktober fanden die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“ der Verkehrsbehörde statt, an denen die Fridtjof-Nansen-Schule jährlich teilnimmt. Mit der Aktion soll erreicht werden, dass möglichst alle Kinder autofrei in die Schule kommen.

Passend zur Aktion wollten sich die „Klima-Detektive“ der Schule die Verkehrssituation auf dem Fahrenort genauer anschauen. Werden überhaupt Kinder mit dem Auto gebracht? Steigen viele SchülerInnen aus dem Bus? Nutzen alle FußgängerInnen die Ampel, um sicher zum Eingang der FNS zu kommen? Diesen und weiteren Fragen gingen die motivierten DrittklässlerInnen bei ihren Verkehrserzählungen nach und machten teilweise erschreckende Erfahrungen.

„Wir haben gesehen, wie viele Autos direkt vor der Schule halten und Kinder aussteigen lassen. Das waren 14 Autos innerhalb von 16 Minuten“, berichten zwei Schüler. „Dabei hat es nicht geregnet oder gestürmt.“ Besonders erschreckend fanden die „Klima-Detektive“ diese gefährliche Situation. „Beinahe wäre ein Unfall passiert, weil ein Auto plötzlich hielt und die Tür aufgerissen wurde. Dabei ist fast ein Fahrradfahrer gestürzt.“

Einige Kinder haben gezählt, wie viele Personen – vor allem Eltern mit ihren Kindern – über die Straße gelaufen sind, statt die naheliegende Ampel zu nutzen. Das waren 24 Kinder – an einem Morgen! „Das ist extrem gefährlich, vor allem in diesem Durcheinander kurz vor 8 Uhr morgens“, meinen die Schüler dazu. „Bitte geht über die Ampel“, schreibt ein Junge auf ein Plakat für den Schaukasten der Schule.

Andere Kinder zählten, wie viele Autos von Eltern auf den Schulparkplatz fuhren. „Es gab ein richtiges Verkehrschaos und sogar hupende Autos, weil Elternautos auf den Mitarbeiterparkplatz gefahren sind. Die Kinder zu Fuß kamen kaum daran vorbei“, berichten die DrittklässlerInnen.

Alle „Klima-Detektive“ betonen noch einmal, worum es ihnen geht: „Wenn vor unserer Schule weniger Fahrzeuge fahren und halten, ist der Schulweg für all sicherer. Und zu Fuß kommen hält fit, ist gesund und macht Spaß!“

Die Kinder sind sich einig: Das Halten der Elterntaxis vor und neben der Schule ist eine Gefahr für alle VerkehrsteilnehmerInnen. Die „Klima-Detektive“ hoffen nun auf die Einsicht dieser Eltern. Zudem bitten die Kinder um Unterstützung der Schulleitung sowie der Polizei, um durch Präsenz die teilweise gefährliche Straßensituation auf dem Fahrenort zu verbessern.

Denn alle sollten das ganze Jahr über „zu Fuß zur Schule“ kommen – aber sicher!

DH

Kinderkonferenz kämpft gegen Essensverschwendung

Bei der Schul-Vollversammlung in der Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort wurde ein Problem thematisiert, das viele Mitarbeitende in Schulkantinen oder Mensen kennen: Am Ende des Tages wird sehr viel Essen weggeworfen.

Die Klassensprecher und -sprecherinnen der Kinderkonferenz hatten sich in mehreren Sitzungen mit dem Essen in der Mensa beschäftigt und Ideen entwickelt, wie man die Atmosphäre verbessern und die Lautstärke reduzieren könnte.

Besonders betroffen waren die engagierten Kinder aber von den vielen Essenresten, die täglich im Müll landen. Die Küchenfee Tanja hatte im März mehrmals die Müllsäcke fotografiert und dokumentiert, was alles entsorgt wird: Pommes, Nudeln, Reis, Soßen und Gemüse. Aber auch der beliebte Fisch und die leckeren Frikadellen, die manchmal schon ausgegangen sind, wenn die letzten Kinder zum Essen kommen, waren auf Bildern zu entdecken, die während der Vollversammlung auf der Leinwand zu sehen waren.

„Das wollen wir ändern!“ kündigten die Schulsprecher Fips und Alparslan sowie die beiden Schulsprecherinnen Dila und Maya an, nachdem sie sich mutig vorgestellt und über ihre Arbeit berichtet hatten. Sie treffen sich regelmäßig als Team mit einer der Leiterinnen der Kinderkonferenz, Kira Nehring und Maren Schamp-Wiebe, sind im Austausch mit dem Schulsprecherteam vom Swatten Weg oder führen Gespräche mit Schulleitung, Hausmeister und Küchenteam.

Die Theatergruppe der Kinderkonferenz spielte anschließend zwei Szenen vor. In der ersten richteten ein Junge und ein Mädchen ein „Essens-Battle“ aus: Wer kann die meisten Spaghettis mit Soße auf seinen Teller häufen? Die aus gelben Wollfäden hergestellten Nudeln, die beim pantomimischen Essen der Kinder auf Tisch und Boden fielen, sorgten für Heiterkeit im Publikum. Nicht zum Lachen aufgelegt war dagegen der Schüler, der zum Schluss ans Buffet trat und nur noch leere Schüsseln vorfand. Die beiden „Battlekinder“ kippten zeitgleich ihre Essensreste in den Müllsack. Die Küchenkraft hielt mahnend den vollen Müllsack hoch und meinte entrüstet: „Gemein ist, dass einige Kinder zum Schluss kein Essen mehr bekommen. Genauso schlimm ist aber, dass sie viel zu viel nehmen und am Ende ganz viel wegschmeißen!“

In der zweiten Szene wurde das Theaterstück wiederholt, allerdings mit einer Wendung. Als die beiden Kinder wieder ihre Teller übervoll beladen wollten, griff eine Mitschülerin ein und bat sie, nur so viel zu nehmen, wie sie auch wirklich essen könnten. Das führte dazu, dass am Ende alle genug Nudeln und leckere Soßen genießen konnten und der Müllsack fast leer blieb. Verdienter Applaus belohnte Mia, Alparslan, Mina und Sofyen für ihre eindrücklichen Theaterszenen.

Eine Kunstgruppe der Kinderkonferenz stellte zum Schluss noch Plakate vor, die sie erstellt hatte mit Botschaften wie „Cool ist, wer aufisst!“ oder „ Nimm nicht so viel – es soll für alle reichen!“. Lustige Comicbilder unterstreichen die Botschaften, die zukünftig als Aufsteller auf den Mensatischen stehen werden.

Am Ende der Vollversammlung fasste die Schulgemeinschaft einen gemeinsamen Beschluss. Alle wollen helfen, den Müllberg mit Essen zu verkleinern und weniger Lebensmittel zu verschwenden.

Die Küchenchefin Tanja und ihr Team berichteten zwei Tage später voller Freude: „Es ist tatsächlich weniger Essen in den Müll gewandert. Viele Kinder kamen jetzt an und sagten, sie hätten gerne erst einmal nur zwei Stück Fisch anstatt vier wie sonst und holen sich dann lieber noch mal nach. Wir sind total begeistert!“.

Genauso begeistert sind Schulleitung und Kollegium der Fridtjof-Nansen-Schule, die voll hinter dem Anliegen der Kinderkonferenz stehen und sich über das engagierte Schulsprecherteam freut.

MSW

Plattdeutsch-Matinee begeistert nicht nur die Lütten

Am 11. Februar folgten neun Klassen der Fridtjof-Nansen-Schule im Fahrenort der Einladung des Nansen-Klubs zu einer Plattdeutsch-Matinee. 12 Kinder des Kurses für leistungsstarke und begabte Kinder wollten auf der Bühne zeigen, was sie in den letzten Monaten gelernt hatten – und das war ziemlich beeindruckend!

Dank zweier Senioren, die mit der plattdeutschen Sprache aufgewachsen sind und diese begeistert sprechen, übten die Kinder des Nansen-Klubs plattdeutsche Redewendungen, Sketche und Lieder. Henner Heinsohn und Lilian Kielhorn vermittelten den Jungen und Mädchen Spaß an der ungewohnten Sprache und motivierten sie stetig zum Sprechen und Wiederholen. Die Kursleiterinnen Christine und Ulrike Ritter sowie Maren Schamp-Wiebe unterstützten den Plattdeutsch-Unterricht mit eigenen Plattdeutsch-Einheiten, so dass sich jedes Nansen-Klub-Kind mittlerweile auf Plattdeutsch vorstellen und kurze Texte verstehen kann.

Zwölf Schüler und Schülerinnen meldeten sich anschließend für kleine Theaterstücke, die mit Herrn Heinsohn von November letzten Jahres an geübt, oder für Lesetexte, die in zahlreichen Stunden mit Frau Kielhorn erarbeitet wurden.

Am 11. Februar war es endlich so weit. Die Pausenhalle war brechend voll, die Erwartungen hoch, die Anspannung groß. Souverän führten die Kinder Theaterstücke wie „An de Nordsee“ oder „Lüss heb ick zwar keene“ vor und ernteten viele Lacher und Applaus. Der Publikumsrenner war der Sketch „Immer op de Lütten“, bei dem Vadder meckert und meckert, bis das Kind den Entschluss fasst: „Ick gah nach Amerika!“. Der dazu gehörende Text wurde von Amelie, Nora, Mika, Ionnis, Luisa und Eslin flüssig und betont vorgetragen. Jasper gab zusätzlich eine Passage aus „Pippi geiht to School“ zum Besten und erntete wie allen anderen Vorlesenden großen Beifall.

Bevor die Jury ihre Entscheidung preisgab, sangen alle Klassen den plattdeutschen Schlager „An de Eck steht en Jung mit en Tüddelband“. Lehrerin Nicole Rathjen, Lilian Kielhorn und Henner Heinsohn als Juryteam lobten alle Kinder für ihren Mut und die gute Präsentation, ernannten dann aber Nora Sellmann aus der 4 f und Ionnis Chrissostomidis aus der 4 c zu überzeugenden Siegern. Diese beiden Viertklässler werden die Fridtjof-Nansen-Schule – gemeinsam mit einem weiteren Kind aus dem Swatten Weg – beim Zwischenentscheid des Plattdeutsch-Wettbewerbes vertreten.

Nicht nur die „Lütten“ gingen begeistert zurück in ihre Klassen. Auch die „Groten“ waren beeindruckt und stolz auf die Nansen-Klub-Kinder, die eine alte Sprache zum Leben erweckt hatten.

Maren Schamp-Wiebe

 

Erfolgreiche „Zu Fuß zur Schule“- Aktion an der FNS

Auch in diesem Jahr fanden wieder unsere Aktionstage „Zu Fuß zur Schule“ statt. Mit der Aktion der Verkehrsbehörde soll erreicht werden, dass mehr Kinder möglichst ohne Auto in die Schule kommen. In der Zeit vom 23. September bis zum 11. Oktober 2024 führten alle Kinder einen Schulweg-Pass, in dem sie für jeden Tag, an dem sie zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder dem Bus zur Schule kamen, einen Stempel bekommen konnten. Viele motivierte Schülerinnen und Schüler halfen täglich gleich am frühen Morgen bei der Vergabe der Stempel.

Die Kinder lernten aktiv die Vorteile ihres autofreien Schulwegs kennen: „Warum wir zu Fuß zur Schule kommen?“ Die Kinder überlegen nicht lange. „Weil unser Weg so kurz ist – und weil es Spaß macht!“

Und:

  • Wir können mit unseren Freundinnen und Freunden reden.

  • Wir tun etwas Gutes für unser Klima.

  • Wir bleiben fit und haben frische Luft.

  • Wir werden sicherer im Straßenverkehr.

  • Vor unserer Schule fahren dann weniger Autos.

Auch nach den drei Aktionswochen sind alle Kinder motiviert, weiterhin ihren Schulweg autofrei zu gestalten. Aufgrund dieses Erfolgs und der positiven Beteiligung vergab die Schule als Abschluss der Aktion „grüne Fußabdrücke“, die die Klima Detektive an die erfolgreichen Klassen 2024 verteilten.

Für die Vorschüler und Erstklässler gab es zusätzlich einen Reflektor für den Schulranzen, um auch in der dunklen Jahreszeit den Schulweg sicher zu Fuß zurückzulegen.

 

In der FNS sind auch Vögel willkommen!

Seit Ende Juni fühlen sich Gartenvögel noch mehr willkommen auf dem Schulhof der Fridtjof-Nansen-Vögel. Hausmeister Timo Hansmann hängte am 19. Juni die von den Jungen und Mädchen aus dem Nansen-Klub selbst gebauten Vogelhäuser auf. Alle Kinder des Kurses hatten sich vorher mit den fünf in Frage kommenden Vogelarten für diese Nistkästen beschäftigt und gelernt, dass die Blaumeise sehr gern in einem Kasten mit einem Lochdurchmesser von 27 mm wohnt, der Star dagegen Häuser mit großen Einfluglöchern (45 mm) bevorzugt. Die Vogelhäuser mit der mittleren Lochgröße von 32 mm werden von mehreren Vögeln angenommen, z.B. den Kohlmeisen, Spatzen und Kleibern.

Nachdem die Kriterien für die optimale Aufhängung von Nistkästen besprochen worden waren, erkundeten die Kinder den Schulhof und suchten nach geeigneten Plätzen. Schnell wurden sechs Bäume gefunden, an denen in mindestens 2 Meter Höhe und im Schutze des Blätterdachs Nistkästen aufgehängt werden konnten. Timo Hansmann stieg flink auf die Leiter und bohrte die Vogelhäuser nach Vorgaben der Schüler und Schülerinnen an: Ausrichtung Richtung Osten, leichte Kippneigung nach vorn, um Regeneinschlag zu verhindern.

Stolz standen die Kinder unter dem Baum und begutachteten die schönen Vogelhäuser, die hoffentlich schon bald fliegende Bewohner finden. Natürlich ist die Brutzeit gerade vorbei und die meisten Vögel werden erst im kommenden Frühjahr nach einer geeigneten Höhle für ihre Brut suchen. Die Aufhängung im Sommer macht jedoch ebenfalls Sinn, weil einige Vögel sich den Winter über schon mal nach geeigneten Behausungen umschauen oder dort Schutz vor der Kälte suchen.

Bis dahin erfreuen die hübschen Nistkästen die Schulgemeinschaft und animieren auch andere Gruppen, in der Werkstatt Insel e.V. Vogelhäuser zu bauen.

MSW

Feilen für die Vogelwelt

Drei Wochen lang haben einige Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule in der Werkstatt „Insel e.V.“ gefeilt, geschraubt und gebohrt. Sie wollten etwas Gutes für die Gartenvögel tun und Nistkästen bauen. Jeweils am Mittwoch durften 11 Kinder des Nansen-Klubs, einem Kurs für leistungsstarke und begabte Kinder, zur Werkstatt laufen und vor Ort unter der Anleitung von Oskar Lidtke, Peter Schütze und Bennet an einem UP-Cycling-Workshop teilnehmen. Dieser wird finanziert von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

Nach einem Bildervortrag und anschließendem Gespräch über die Gefährdung vieler Vögel durch Versiegelung und Schottergärten, die Abholzung der Wälder im Allgemeinen und die Zunahme an Lärm und Verkehr in den Städten, waren alle Jungen und Mädchen hoch motiviert, etwas dagegen zu unternehmen. Ein Nistkasten für eine bestimmte Vogelart, die es in der Umgebung gibt, ist dabei ein erster Schritt.

In Kleingruppen ging es an die Arbeit. Die Innenwände der vorher vorgesägten Holzplatten mussten mit der Feile angerauht werden (eine Hilfe für die kleinen Vogeljungen, die das erste Mal ins Freie klettern wollen). Dann wurde geschraubt und gebohrt und dabei ziemlich viel mit den jungen Anleitern gefachsimpelt. Das Dach des Nistkastens sowie die Aufhängung und kleinere andere Teile wurden aus recycelten Kunststoffplatten geschnitten und angepasst. Damit schloss sich ein Kreis für die Nansen-Klub-Kinder, die sich ein halbes Jahr mit der Vermeidung bzw. dem Recycling von Plastikmüll auseinandergesetzt hatten. Wochenlang brachten sie alte Joghurtbecher, PET-Flaschendeckel, altes Sandspielzeug u.v.m. mit in die Schule. Nun wurde das Sammelgut in der Werkstatt nach Farben sortiert und geschreddert. Aus dem entstandenen Granulat werden in der auch für den Stadtteil geöffneten Werkstatt Platten gepresst, aus denen Sitzmöbel, kleine Geschenke oder eben Nistkästen gebaut werden können.

Stolz kamen die Kinder mit ihren selbstgebauten Nistkästen in die Schule zurück, erzählten ihren Klassen von ihrer Arbeit und ließen die wirklich schönen Vogelhäuser bewundern. Demnächst wollen sie gemeinsam mit dem Hausmeister nach geeigneten Orten für die Aufhängung auf dem Schulhof suchen.

Initiatorin Maren Schamp-Wiebe freut sich sehr über die gute Kooperation mit der Offenen Recycling-Werkstatt von „Insel e.V.“ und kann die Workshops nur allen Gruppen oder Initiativen in Lurup empfehlen. Bei Interesse bitte melden unter werkstatt@insel-ev.de.

MSW

„Karneval der Tiere“: Eine große „JeKi SpielZeit“ für einige FNS Kinder

Am ersten Maiwochenende 2024 fand in der Hamburger Carl-Cohn-Schule die JeKi- SpielZeit statt.

Hier musizierten ein Wochenende lang ca. 50 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen JeKi-Schulen aus ganz Hamburg mit Engagement und großer Freude miteinander. Auch einige Schüler der FNS hatten sich im Vorhinein für das Wochenende beworben und wurden angenommen. Unsere Viertklässler Marlene, Isabel, Finn, Jonathan und Lisa haben mit ihren Saxophonen, Keyboards und einem Baritonhorn das bunte Orchester unterstützt.

Unter der Leitung von Iris Paiska und erfahrenen Instrumentallehrkräften wurden an 2 Tagen nun in Kleingruppen verschiedene Stücke aus dem „Karneval der Tiere“ einstudiert und zudem das Spielen in einem größeren Orchester kennengelernt. Mit Hilfe einer Choreografin wurde der musikalische Inhalt der Stücke auf kreative Weise in Bewegung umgesetzt.

Die SpielZeit endete am Sonntagnachmittag mit einem sehr schönen Abschlusskonzert, zu dem die Eltern eingeladen waren. Mit großem Applaus hat sich das Publikum beim JeKi-Orchester bedankt.

Vielen Dank für euer Engagement, liebe JeKis!