Trotz Eis und Schnee machten sich 33 Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule am 6. und 7. Januar 2026 auf, um den königlichen Segen in die Klassenzimmer zu bringen und Freude im Stadtteil zu verbreiten. Wie seit vielen Jahren Tradition hatten die beiden Fachleiterinnen für Religion, Natalie Bade und Maren Schamp-Wiebe, die Sternsingeraktion in Kooperation mit der St. Jakobusgemeinde wieder organisiert.
Marianne Glamann hatte mit ihrem Team wieder alles großartig vorbereitet. Von ihrer Kirchengemeinde durfte die Schule sich wieder die wunderschönen Gewänder und Requisiten leihen. Ferdinand Garschin, Tanja Mielke, Ole Trepel und Frau Gotthardt unterstützten die Sternsingeraktion an beiden Standorten mit großem Engagement. Auch einige Eltern halfen tatkräftig mit beim Einkleiden und Üben sowie der Begleitung der Gruppen, wofür die Schule sehr dankbar ist.
Anfang Dezember durften die von ihren Klassenlehrerinnen ausgesuchten Kinder sich das erste Mal in Königsgewänder hüllen und die Verse und Lieder für die Auftritte 2026 üben. Vor allem aber wurde der Film mit Willi Weitzel angeschaut. Der beliebte Fernsehmoderator hatte im vergangenen Jahr einige Orte in Bangladesch besucht und zwei Kinder interviewt, die Tag für Tag von morgens bis abends in Fabriken arbeiten mussten. Weil ihre Eltern nicht arbeitsfähig waren, mussten beide die Schule verlassen, um für ihre Familie das Geld zu verdienen. Die Arbeitsbedingungen für den Jungen Kazim und das Mädchen Nour erschütterten die Jungen und Mädchen der Fridtjof-Nansen-Schule, weil diese 10 Stunden am Tag gefährliche Arbeit unter Angst und Druck und für einen Lohn von 1,50 Euro pro Tag verrichten mussten. „Das ist unfair!“, meinte eine Schülerin, „Die Kinder sollen nicht so hart arbeiten und auch mal Zeit zum Spielen haben.“
Die Sternsinger-Stiftung setzt genau dort an. Mit den Spendengeldern sollen Kinder in Bangladesch aus den Fabriken in die Schulen gebracht werden. Ihre Eltern werden finanziell unterstützt, damit ihre Söhne und Töchter am Unterricht teilnehmen dürfen. „Bildung“ ist schließlich eins der 10 Kinderrechte der UN.
Das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion „Sternsingen gegen Kinderarbeit: Schule statt Fabrik!“ berührte nicht nur die Aktiven, sondern auch alle Lehrkräfte und die besuchten Mitschüler*innen. Am 6. Januar wurden alle Klassen im Fahrenort und am 7. Januar alle im Swatten Weg besucht. Beim Eintritt staunten die Kinder über die prachtvolle Verkleidung, rochen den Weihrauch und hörten gespannt den Versen und Liedern der Sternsingergruppe zu. Eindruck machte auch der jeweilige Sternträger, der in jeder der acht Gruppen den großen Holzstern mit einem geschriebenen Kinderrecht vor sich her trug. Ein Sternsinger zeichnete den Segen 20*C+M+B+26 an die Tafel und erklärte dessen Bedeutung, bevor der Segen über die Eingangstür des Klassenraums geklebt wurde. Ein anderer Sternsinger erzählte anschließend die Lebensgeschichten von Nour und Kazim und bat anschließend um Spenden.
Eine Gruppe von Sternsingern besuchte außerdem mehrere Kitas im Stadtteil und erfreute dort Kindergartenkinder und Erzieher*innen. Auch die Schulleitung, das Sekretariat und im Swatten Weg das ganze Lehrer*innenzimmer wurden mit dem Segen beschenkt und um Spenden gebeten.
Insgesamt kamen über 950,00 Euro an Spenden für Kinderhilfsprojekte in Bangladesch zusammen. Über das viele Geld freuten sich die Sternsingerkinder sehr. Noch viel wertvoller ist jedoch die Erkenntnis, wie glücklich sie sich schätzen können, zur Schule gehen und nachmittags spielen zu dürfen. Selten waren Kinder so dankbar, ein Schulkind zu sein.
Maren Schamp-Wiebe















Die Fridtjof-Nansen-Schule veranstaltete rund um den Martinstag drei Laternenumzüge. Sowohl im Swatten Weg als auch im Fahrenort und in der Schnackenburgallee zogen die Schüler und Schülerinnen fröhlich singend mit ihren Laternen durch die Straßen. Die Temperaturen waren untypisch für November und fühlten sich spätsommerlich an. Doch nicht nur deswegen wurde den Menschen bei allen drei Laternenfesten warm (ums Herz). Die Geschichte von St. Martin erwärmte alle Zuschauenden, als sie am 11.11.26 in aufwändigen historischen Kostümen von Lehrern und Lehrerinnen aufgeführt wurde. Als St. Martin seinen roten Mantel mit dem Schwert teilte und die eine Hälfte dem armen Bettler gab, hätte man
in der vollen Jakobuskirche eine Stecknadel fallen hören. Davor und danach wurden Laternenlieder gesungen, begleitet vom Lehrerorchester, und Brötchen geteilt. Das Abschlusslied „Lichterkinder“ mit Rapeinlage berührte alle Anwesenden sehr und ließ sie beschwingt zurück in die Schule laufen.




Jeweils vier bis fünf Kinder, begleitet von einer helfenden Mutter, einem ehemaligen Schüler oder einer Mitarbeiterin der katholischen Jakobuskirche, zogen durch die Schule: ein sterntragendes Kind, ein Melchior, ein Caspar und ein Balthasar. Gemeinsam sangen sie das Lied „Stern über Bethlehem“ und trugen anschließend Verse vor. Bevor ein Kind mit der Spendendose das mitgebrachte Geld der Kinder in den besuchten Klassen einsammelte, erzählte ein
Königskind von den diesjährigen Spendenprojekten. 2025 wird für Schulen in Kenia und Kolumbien gesammelt, in denen einheimische Kinder sicher und satt lernen dürfen. Sie stammen aus armen Familien, die kein Schulgeld aufbringen können, oder Ortsteilen, in denen Drogenhandel und Gewalt die Kinder zwingen, zu Hause zu bleiben. Das Thema „Kinderrechte“ ist das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion und wurde in den meisten Klassen vorher im Religionsunterricht besprochen.
Zum Abschluss wurde der Segen einmal an die Tafel gemalt und für alle erklärt, bevor jeweils ein Kind einen Aufkleber mit dem Segenspruch 20*C+M+B+25 über die Tür zum Klassenzimmer klebte. Dann zogen die Sternsinger weiter in die nächste Klasse. Der Duft des Weihrauchs erinnerte noch lange an den segensreichen Besuch der Sternsinger.







Man hörte viele „Aaahhs“ und „Oohhs“, als die Kinder der Fridtjof- Nansen Schule am Montag, 2. Dezember 24 zur Schule kamen, denn die ganze Schule erstrahlte in weihnachtlich – festlichem Glanz. Pünktlich zum ersten Advent hatte Hausmeister Timo Hansmann mehrere bunt geschmückte Weihnachtsbäume aufgestellt. Außerdem hatten alle Klassen mitgeholfen, die Schule zu schmücken und ihre Klassenräume, viele Fenster, den Eingangsbereich und die Pausenhalle mit weihnachtlichem Bastel-Schmuck versehen.
Anschließend folgten alle sehr aufmerksam der Geschichte um ein besonderes „rotes Paket“, das immer weiterverschenkt wird und auf wundersame Weise seinen Weg zum Schenker zurückfindet. Die Geschichte über das „Freude schenken“ wurde zu einem kleinen Theaterstück umgeschrieben, mitreißend erzählt und gespielt von Maren Schamp – Wiebe, die auf der Bühne von Kollegin Anna Stöcken unterstützt wurde. Die kleinen und großen Zuschauer und Zuschauerinnen waren begeistert und applaudierten kräftig. Anschließend wurden weitere Adventslieder gesungen, die Liesa Dankers auf ihrer Gitarre begleitete.







nach und sprachen über Gebet, auf dem Markt begegneten sie dem Ablassprediger Tetzel (Anne Appel-Bielefeldt) und mussten entscheiden, ob sie lieber Brot und Holz oder einen Ablassbrief kaufen wollten. Die letzte Station befand sich draußen und animierte die Kinder, selbst eine These für die Veränderung der Welt aufzuschreiben und an die große Kirchentür zu nageln. „Keinen Krieg mehr!“ oder „Tiere sollen nicht leiden“ war genauso zu lesen wie „Es ist gemein, dass das Geld so ungleich verteilt ist und es Arme und Reiche gibt!“ oder eben: „Die Döner sollen billiger sein!“. 





Jeweils drei bis vier Klassen aus den Jahrgängen 1 und 2 sowie zwei Vorschulklassen folgten der Einladung und spazierten zur nahe gelegenen Kirche, um dort 30 Minuten miteinander zu singen, über Erntedank zu sprechen und Erntegaben abzugeben. Marianne Glamann moderierte die Feiern und Tanja Mielke begleitete die kindgerechten Danklieder auf der Gitarre. Die erzählte Geschichte über die Gründerin der Hamburger Tafel, Annemarie Dose, bewegte viele Kinder und ließ sie verstehen, wofür sie ihre Erntegaben mitgebracht hatten.
Gurken. Auch Konserven mit Obst oder Gemüse, Nudeln und Kekse wurden von den Kindern mitgebracht, um sie in der Kirche vorn auf die wunderschön geschmückten Stufen zu legen. Dazu wurde fröhlich gesungen und geklatscht: „Du hast uns deine Welt geschenkt, die Äpfel, die Nüsse, du hast uns deine Welt geschenkt, dafür danken wir!“.



In zwei Veranstaltungen hintereinander versammelten sich jeweils 250 Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrkräften und Erzieherinnen sowie einigen Eltern in der Aula im Swatten Weg. Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Marco Gerritsen wurden acht Kinder aus verschiedenen Klassen interviewt. Hakim, Bilal, Hasan, Umo, Selina und Solin erzählten vom „Kinderfasten“, ihrem Ramadankalender mit 30 Türchen, den Abenden in den Familien, wenn das Fasten gebrochen wurde, vom Besuch in der Moschee, den Geschenken und Treffen mit der ganzen Familie. Alle waren in ihrer Festkleidung erschienen und ließen dadurch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler an der Besonderheit des Festes für muslimische Gläubige teilhaben.


Der große und aufregende Auftritt vor Mitschülern und Mitschülerinnen folgte aber erst am 9. und 10. Januar. Mit Hilfe von Eltern wurden alle Kinder eingekleidet, das Lied geprobt und der Ablauf besprochen. Die Requisiten wurden verteilt: der Stern, das Weihrauchgefäß, die Spendendose, Bilder aus Amazonien, um den Spendenzweck vorzustellen. Dann ging es auch schon los: Die Fachleiterinnen Natalie Bade und Maren Schamp-Wiebe, die seit vielen Jahren diese Aktion organisieren, hatten vorher für jede Gruppe einen Besuchsplan erstellt: Jede der sechs Sternsingergruppen besuchte ungefähr fünf Klassen. Einige traten außerdem für die Schulleitung, den Hausmeister und die Mitarbeitenden im Sekretariat auf. Einzelne Gruppen zogen auch durch den Stadtteil und besuchten das Spielhaus im Fahrenort, die Kita Emmaus und die Kita St. Jakobus.





Die Hausmeister erhellen die Schulhöfe mit Lichterketten, die Innenräume werden festlich geschmückt. Im Fahrenort verwandelte Hausmeister Timo Hansmann die Pausenhalle in einen lichterhellen, stimmungsvollen Raum und erhielt dafür großen Applaus.
Am Montagmorgen versammelten sich dann alle Klassen zu stimmungsvollen Adventsfeiern. Während es draußen noch dunkel war und heftig schneite, leuchteten Lichter und Kerzen und viele Augen der erwartungsvollen Kinder. Gabi Sauer, Daniela Helmboldt und Maren Schamp-Wiebe leiteten den Gesang an und moderierten die Feier. Es wurden spannende Geschichten von Bischhof Nikolaus erzählt und der Adventskalender mit Rätselfotos vorgestellt, den die Lehrerinnen Ulrike und Christine Ritter traditionell für die ganze Schule organisieren.


