Knapp 300 Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule besuchten am 29.September einen der vier Erntedankfeiern in der Emmaus-Kirchengemeinde. Seit vielen Jahren pflegt die Schule diese Tradition für die Vorschüler*innen sowie Erst- und Zweitklässler. Im Religionsunterricht wird über das christliche Erntedankfest gesprochen, bei dem Gott für die Fülle des Lebens gedankt wird. Ähnliche Feste gibt es auch in anderen Religionen und auch viele nichtreligiöse Menschen empfinden im Herbst, zur Zeit der Ernte, eine Zäsur und blicken dankbar auf das vergangene Jahr zurück.
So konnte sich jedes Kind in der von Jochem Westhof lebendig und mit vielen Tüchern und Gegenständen erzählten Geschichte vom reichen Bauern, der raffgierig war und nicht abgeben wollte, aber dann von seinem Sohn eines Besseren belehrt wurde, wiederfinden. Natalie Bade und Maren Schamp-Wiebe, die Fachleiterinnen für Religion, hatten vorher in einem Elternbrief zu Spenden für die Luruper Tafel aufgerufen. Und der Bitte folgten fast alle Familien, indem sie ihren Kindern Äpfel oder Kartoffeln aus dem eigenen Garten, Kürbisse, Karotten oder Zuchini mitgaben. Auch viele Konservendosen mit Gemüse oder Suppen, etliche Nudelpackungen, Nüsse oder Reispakete wurden gespendet und auf dem Erntedankaltar, einem Strohballen unter der Erntekrone, abgelegt. „Ich bin dankbar, dass ich immer genug zu Essen habe“, fasste ein 6-jähriges Mädchen zusammen, „und deshalb will ich auch etwas spenden!“.
Agnes Menz, Organisatorin des Umsonstladens für Menschen mit wenig Geld, hatte ihre Mühe, die vielen Erntegaben in den Lüdersring zu transportieren und bedankte sich bei der Gemeindevorsteherin Anne Appel-Bielefeldt stellvertretend bei der Kirchengemeinde und der Fridtjof-Nansen-Schule für die tolle Aktion.
Maren Schamp-Wiebe











