Die Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule waren in den letzten Wochen im Plattdeutsch-Fieber. Sowohl im Swatten Weg als auch im Fahrenort durften Kinder unter der Anleitung der ehemaligen Polizistin Lilian Kielhorn Plattdeutsch lernen. Sprachbegabte Jungen und Mädchen, die sich für das Niederdeutsche interessierten, übten seit den Herbstferien plattdeutsche Redewendungen, Sketche und Texte.
Der Nansen-Klub, ein Kurs für leistungsstarke und begabte Kinder, nimmt bereits zum fünften Mal am Wettbewerb „Hamburger Jungs und Deerns leest Platt“ teil. Dabei treten Schüler:innen von der Klassenstufe 3 bis 13 jeweils innerhalb ihrer Altersstufe gegeneinander an. Sie lesen einen der vorgegebenen Texte und müssen diesen so lebendig und betont präsentieren, dass das Zuhören eine Freude ist.
Schon zwei Mal sind Schüler:innen der Fridtjof-Nansen-Schule ins Finale gekommen und durften im Ohnsorgtheater auftreten.
Am 19. Februar veranstaltete der Fahrenort eine Plattdeutsch-Matinee, an der alle Klassen der Vorlesenden sowie zahlreiche Eltern teilnahmen. Die Jury bestand aus dem „Schoolbaas“ Klaus Lemitz, Lilian Kielhorn, der Lehrerin Nicole Rathjen und Henner Heinsohn. Letzterer hatte vorher mit einigen Kindern zwei kleine plattdeutsche Sketche eingeübt, die zwischen den Texten für viel Heiterkeit sorgten.
Maren Schamp-Wiebe moderierte die Matinee und führte jeden plattdeutschen Text und Sketch kindgerecht und humorvoll ein. Trotzdem war es mitunter nicht leicht, den Texten über gebrochene Beine, Ufos aus dem Weltall, Freundschaftsbücher und tierischen Streit mit dem Herrgott zu folgen. Die kleinen und großen Zuschauer:innen waren jedoch die ganze Zeit über leise und aufmerksam und honorierten damit den Mut der Viertklässler, die ihre Texte souverän vortrugen.
Am Ende musste die Jury sich für zwei Kinder entscheiden, die besonders gut und betont gelesen und die plattdeutsche Sprache beherrscht hatten. Ihre Wahl fiel auf die Schülerinnen Luisa Strohmeier und Eslin Özdemir, die von ihren Klassen bejubelt wurden und sich zu Recht sehr freuten.
Am Standort Swatten Weg fand die standortinterne Ausscheidung bereits am 10. Februar statt. Mit tollen plattdeutschen Beiträgen begeisterten die Kinder das Publikum. Leyli Shami und Salih Erdogan konnten sich hier durchsetzen und werden den Standort Swatten Weg in der nächsten Runde vertreten.
Nun werden sich alle auf den Zwischenentscheid der Schulen in Hamburg-West vorbereiten. Dass dieser wahrscheinlich wieder in der Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup ausgetragen werden wird, überrascht so manche Schule aus Finkenwerder und Blankenese, aber so ist es nun mal: In Lurup snackt man Platt!
MSW













Trotz Eis und Schnee machten sich 33 Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule am 6. und 7. Januar 2026 auf, um den königlichen Segen in die Klassenzimmer zu bringen und Freude im Stadtteil zu verbreiten. Wie seit vielen Jahren Tradition hatten die beiden Fachleiterinnen für Religion, Natalie Bade und Maren Schamp-Wiebe, die Sternsingeraktion in Kooperation mit der St. Jakobusgemeinde wieder organisiert.





Passend zur Aktion wollten sich die „Klima-Detektive“ der Schule die Verkehrssituation auf dem Fahrenort genauer anschauen. Werden überhaupt Kinder mit dem Auto gebracht? Steigen viele SchülerInnen aus dem Bus? Nutzen alle FußgängerInnen die Ampel, um sicher zum Eingang der FNS zu kommen? Diesen und weiteren Fragen gingen die motivierten DrittklässlerInnen bei ihren Verkehrserzählungen nach und machten teilweise erschreckende Erfahrungen.
Einige Kinder haben gezählt, wie viele Personen – vor allem Eltern mit ihren Kindern – über die Straße gelaufen sind, statt die naheliegende Ampel zu nutzen. Das waren 24 Kinder – an einem Morgen! „Das ist extrem gefährlich, vor allem in diesem Durcheinander kurz vor 8 Uhr morgens“, meinen die Schüler dazu. „Bitte geht über die Ampel“, schreibt ein Junge auf ein Plakat für den Schaukasten der Schule.



Die Fridtjof-Nansen-Schule veranstaltete rund um den Martinstag drei Laternenumzüge. Sowohl im Swatten Weg als auch im Fahrenort und in der Schnackenburgallee zogen die Schüler und Schülerinnen fröhlich singend mit ihren Laternen durch die Straßen. Die Temperaturen waren untypisch für November und fühlten sich spätsommerlich an. Doch nicht nur deswegen wurde den Menschen bei allen drei Laternenfesten warm (ums Herz). Die Geschichte von St. Martin erwärmte alle Zuschauenden, als sie am 11.11.26 in aufwändigen historischen Kostümen von Lehrern und Lehrerinnen aufgeführt wurde. Als St. Martin seinen roten Mantel mit dem Schwert teilte und die eine Hälfte dem armen Bettler gab, hätte man
in der vollen Jakobuskirche eine Stecknadel fallen hören. Davor und danach wurden Laternenlieder gesungen, begleitet vom Lehrerorchester, und Brötchen geteilt. Das Abschlusslied „Lichterkinder“ mit Rapeinlage berührte alle Anwesenden sehr und ließ sie beschwingt zurück in die Schule laufen.





In der Schreibstube übersetzten sie einen Bibelvers vom Hebräischen ins Deutsche und versuchten, diesen mit Feder und Tinte leserlich zu notieren. Im Keller lauschten sie der spannenden Geschichte vom Gewitter, in dem Martin Luther im Falle des Überlebens Gott geschworen hatte, ins Kloster zu gehen. In der Dunkelheit bei Kerzenschein dachten die Schüler und Schülerinnen über eigene Grenzerfahrungen und die Kraft des Gebets nach. An der dritten Station wartete schon Johann Tetzel (Anne Appel-Bielefeldt) und versuchte, sie zum Kauf eines Ablassbriefes zu überreden. Hanne jedoch zeigte ihnen auf, wofür sie ihre Taler eigentlich dringend benötigten (Holz, Essen, Trinken, Medizin, Schulgeld). Die Jungen und Mädchen wogen ab und entschieden sich dann für oder gegen den Kauf eines Ablassbriefes, der ihnen angeblich einen Platz im Himmel zusichern würde.
An der vierten Station schrieben alle Schülerinnen und Schüler eigene Thesen auf, die sie anschließend an die Holztür hämmerten und damit sichtbar machten. Welche Probleme gab und gibt es und was brauchen Kinder? „Jedes Kind soll Essen und Trinken haben und ein sicheres Zuhause!“ forderte das eine Kind. Ein anderes schrieb: „Kein Mensch kommt ins Fegefeuer. Gott hat jeden lieb!“. Und ein Schüler machte sich Gedanken über die Ungerechtigkeit in der Welt heute: „Es ist unfair, dass Menschen gezwungen werden, dass sie in den Krieg müssen, dass Kinder arbeiten müssen, und dass manche Kinder geschlagen werden!“.

In den Sommerferien sollten die teilnehmenden 1. Klassen aus Hamburg nämlich nicht erneut einen Turm der Stadt Hamburg erlesen, sondern eine bestimmte Schienenstrecke im Miniatur Wunderland. In den vergangenen Jahren lasen die Hamburger Schulkinder so viele Bücher, dass diese übereinander gestapelt die Höhe des Michels, des Fernsehturms, des Rathausturms, der Blauen Moschee usw. erreichten. Im Sommer rief der „Büchtertürme-Wettbewerb“ aber eine ganz neue Idee aus: Kinder, lest euch von Hamburg nach Knuffingen!
Als Siegerklasse gewannen sie einen kostenlosen Besuch des Miniatur Wunderlandes. Der Jubel über den Preis war gewaltig und der Ausflug in die Speicherstadt am 4. November wunderschön.
Recht schnell entdeckte ein Mädchen den Zug mit den Büchertürmen, was alle erfreute. Beim Fototermin mit dem Chef des Wunderlands strahlten die Kinder mit ihren Lehrerinnen Anke Kelpe, Ulrike Ritter und Maren Schamp-Wiebe um die Wette.
Am 8. Oktober liefen 700 Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule Runde um Runde im Grünzug zwischen ehemaligem Ententeich und Kleingartenverein. Der Sponsorenlauf war von der Fachleitung Sport organisiert worden und diente der Finanzierung der beiden Trommelapplauswochen im Frühjahr 2026. Dann kommt nämlich ein Team von Profis (Trommelapplaus) in die Schule und wird die gesamte Schulgemeinschaft ins Trommelfieber versetzen. Jeweils eine Woche lang werden alle Klassen im Swatten Weg und im Fahrenort vormittags trommeln und das Gemeinschaftsgefühl, die Gute-Laune-Musik und das Trommeln genießen. Das Projekt kostet viel Geld, deshalb wurden alle Kinder der FNS aufgefordert, Sponsoren zu finden, die ihnen für jede gelaufene Runde einen Beitrag zahlen würden. Mamas, Papas, Großeltern, Nachbarn, Freunde, Tanten und Onkels, aber auch Geschwister hatten vorher auf den Sponsorenverträgen unterschrieben und eine bestimmte Summe angegeben.






