Im Rahmen des kollegialen Sommerfestes der Fridtjof-Nansen-Schule wurde Dorit van Aken am 11. Juli 2023 feierlich verabschiedet. Nach einem Sabbatjahr wird sie in den verdienten Ruhestand übergehen. Ein Schritt, der gleichermaßen Vorfreude und Wehmut auslöse, wie sie in ihrer kleinen Rede vor 80 Kollegen und Kolleginnen bekundete.
Dorit van Aken war 2008 an die Fridtjof-Nansen-Schule gekommen und hatte – ohne vorher Leitungserfahrungen sammeln zu können – die Stelle der vakanten stellvertretenden Schulleitung angetreten. Als studierte Sonderpädagogin hatte sie vorher lange an der Schule Hirtenweg für Kinder mit Förderbedarf gearbeitet, dort in kleinen Klassen unterrichtet und ihre sonderpädagogischen Kompetenzen erweitert. Von 2005 bis 2008 zog sie gemeinsam mit ihrem Mann nach Kasachstan, wo sie in zwei Schulen Deutsch als Fremdsprache unterrichtete.
Frau van Aken profitierte anfangs von der kollegialen und guten Zusammenarbeit mit der ebenfalls recht neuen Schulleiterin Karin Gotsch und wuchs nach und nach in ihre Aufgaben und Verantwortungsbereiche hinein. Sie organisierte die Umsetzung der Inklusion an der FNS, leitete sonderpädagogische Konferenzen, erstellte Arbeitszeitpläne und den Stundenplan, koordinierte die Lernförderung und kümmerte sich um diverse Veranstaltungen und Anliegen des Kollegiums.
Der amtierende Schulleiter Klaus Lemitz, der bis 2017 ihr noch als Lehrer unterstellt war und vor sechs Jahren ihr Vorgesetzter wurde, hielt zum Abschied eine warmherzige und würdigende Rede: „Ich habe unsere Zusammenarbeit stets sehr geschätzt und bewundert, mit welcher Klarheit du Sachverhalte auf den Punkt bringen konntest!“
Er gab einige Anekdoten von gemeinsamen Sitzungen der erweiterten Schulleitung zum Besten und erzählte von Begegnungen auf dem Flur sowie Raucherpausen im Garten, bei denen vertrauensvolle Gespräche stattfanden und die eine oder andere Entscheidung getroffen wurde.
Das Wesen und Wirken seiner geschätzten Konrektorin umschrieb er mit Assoziationen zu den Buchstaben ihres Vornamens DORIT. Durchhaltevermögen und Durchsetzungskraft fielen ihm zum Anfangsbuchstaben ein. Bei O war es das Organisationstalent, was im Schulalltag immer wieder zum Tragen kam. Dorit van Aken sei die „Meisterin der Listen“ gewesen und hätte viele F-Zeiten, Informationen und den Beschäftigungsumfang einiger Kollegen stets parat gehabt. Beim R zollte Klaus Lemitz der stellvertretenden Schulleiterin Respekt für ihr Rechengenie und den professionellen Umgang mit dem ReBBZ, beim I assoziierte er Ideenreichtum und Impulsivität und schlussendlich Tatendrang beim T.
Den wertschätzenden Worten des Schulleiters Klaus Lemitz folgte eine kurzweilige Rede der ehemaligen Schulleiterin Karin Gotsch, die ihrer damaligen Stellvertreterin alles Gute für ein „Leben nach der Schule“ wünschte und ein Präsent überreichte. Auch das Kollegium hatte kleine Geschenke organisiert, die von Eva Schmidt-Rohr überreicht wurden. Dorit Van Aken erhielt einen Gutschein für einen Wochenendurlaub an der Ostsee und einen ganz persönlichen Reiseführer mit Tipps für Radtouren in der ganzen Welt. Als leidenschaftliche Radfahrerin und Vielreisende freute sie sich über die neuen Ideen und Grüße ihrer Kollegen und Kolleginnen.
Bei einem von Martin Kelpe organisierten Ratespiel musste Dorit van Aken unter Beweis stellen, wie gut sie das Kollegium kennt. Alle Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher standen in einem großen Kreis und hatten schriftlich vorbereitete Fragen in Händen. Zusammen mit der ebenfalls verabschiedeten Kollegin Regina Scharff sah Dorit van Aken nur eine unterschiedlich zusammengesetzte Gruppe, die in den Innenkreis trat und mit Tüchern wedelte. Das waren jeweils die, auf die die Frage zielte (z.B. „Wer hatte schon mal einen Fahrradunfall auf dem Weg zur Schule?“ oder „Wer unterrichtete mal mit dir im Team?“).
Erstaunlich schnell und zielsicher fand sie die gestellten Fragen heraus und überraschte das Kollegium mit ihrem Wissen und guten Erinnerungsvermögen.
Nach einem von einigen Erzieherinnen liebevoll und sehr lecker zubereitetem Essen und von der Verabschiedeten spendierten Freigetränken nahm das Fest bei schönstem Sommerwetter auf dem Schulhof im Fahrenort seinen fröhlichen Lauf. Die lockere Atmosphäre und das nette Beisammensein passten zum Stil der scheidenden stellvertretenden Schulleiterin, die dem Schulleitungsteam mit Marco Gerritsen als neuen Stellvertreter und allen Kollegen und Kolleginnen alles Gute wünschte und sehr fehlen wird.
MSW














































Mit 2 : 0 siegte die Klasse 4 e und wurde Mini-WM-Sieger der FNS. Ihre Klassenlehrerinnen und Trainerinnen Anja Thater und Daniela Helmboldt nahmen stolz den Pokal entgegen. Den zweiten Platz erkämpfte sich die Klasse 3 f, die zusammen mit ihrer Sportlehrerin Ulrike Ritter um die Wette jubelte.






















Beim Jubiläum wird gejubelt – und das taten die Schüler und Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule im Swatten Weg mit großer Freude. Ihre Schule hatte 70. Geburtstag und die Feierlichkeiten waren diesem Alter würdig, fröhlich und wunderschön. Einen ganzen Tag lang wurde gesungen, gespielt, gegessen, getanzt, gelacht und gejubelt – ein unvergessliches Erlebnis für viele Kinder und Erwachsene!
Schulleiter Klaus Lemitz begrüßt, von Chorleiterin Gabi Sauer musikalisch in Stimmung gebracht und durch den historischen Rückblick und die Theaterszenen des Nansen-Klubs unter der Leitung von Maren Schamp-Wiebe auf eine Zeitreise mitgenommen.






Tischdeko von Susanne Smolka gerade gerückt. Während eine Gruppe unter der Leitung von Cesar Freiera auf der Eingangstreppe trommelte, trafen die ersten Gäste ein. Geladen waren ehemalige Lehrer und Lehrerinnen, Sekretärinnen und auch Schüler und Schülerinnen, Schulleitungen der Nachbarschulen, engagierte Menschen aus dem Stadtteil und verschiedener Institutionen, wichtige Kooperationspartner der Schule wie Stiftungen und natürlich das aktuelle Kollegium aus den Standorten Fahrenort und Swatten Weg. Aus Platzgründen durften nur die Eltern der Nansen-Klub-Kinder und des Elternrates an der Jubiläumsfeier teilnehmen. Die Mütter und Väter der Chorkinder können ihre Söhne und Töchter beim Chorkonzert in drei Wochen erleben.
Lehrerin Maren Schamp-Wiebe blickte anhand alter Fotos auf die letzten 70 Jahre der Schule zurück, schenkte aber vor allen den Anfangsjahren große Aufmerksamkeit. So manche Anekdote konnte sie den zuhörenden Gästen erzählen, bevor sie jeweils zu einem Theaterstück überleitete. Die erste Szene, die der Nansen-Klub, ein Kurs für leistungsstarke und begabte Kinder, zeigte, spielte am Tag der Eröffnung. Am 20. Mai 1953 waren 19 Klassen aus der vollkommen überfüllten Schule in der Luruper Haupstraße mit einem Umzug über die Hauptstraße in den Neubau im Swatten Weg gezogen. Wie Lehrer Helwig Knothe mit seiner damaligen 4 a in den neuen Klassenraum einzog, stellten die kleinen Schauspieler und Schauspielerinnen überzeugend dar.



Nach einer Pause, in der Kaffee und Kuchen gereicht und Zeit für Gespräche war, begann der zweite Teil der Veranstaltung, in der Klaus Lemitz sen. eine Rede hielt. Der Vater des aktuellen Schulleiters war selbst in den 70iger Jahren der Leiter des Standorts Swatten Weg gewesen und hatte viel zu erzählen. So manche Erinnerung brachte das Publikum zum Schmunzeln.

















